Jagd auf die „Roten“ eröffnet

Merkur CUP Auftaktveranstaltung 2012

Merkur CUP Auftaktveranstaltung 2012

Größtes E-Jugend-Turnier der Welt geht in die 18. Runde – Nach drei Bayern-Triumphen in Folge will 1860 Revanche.

Zum fünften Mal ist Stefan Reuter nun schon Schirmherr des Merkur CUP. Bis er die Faszination, die das größte E-Jugend-Turnier der Welt unter den Neun- bis Elfjährigen auslöst, ganz verstanden hat, dauerte es aber eine Weile. Als er am vergangenen Freitag bei der Eröffnung der nunmehr 18. Auflage vor 800 Gästen im Festsaal von Heide- Volm in Planegg auf der Bühne stand, wusste er aber: „Merkur CUP, das ist, wenn man keinen Wecker braucht, weil der Sohnemann schon fertig angezogen parat steht.“ Im letzten Jahr hat Reuter die Wirkung des Turniers unmittelbar erfahren: Sein Sprössling, der ebenfalls Stefan heißt, war für den Nachwuchs des TSV 1860 am Ball. Spätestens jetzt ist Reuter deshalb der ideale Ansprechpartner für alle Fragen rund dieum den CUP, den unsere Zeitung gemeinsam mit dem Bayerischen Fußball-Verband (BFV) und in Zusammenarbeit mit den langjährigen Partnern Hauptsponsor E.ON Bayern Vertrieb, Ensinger Mineral-Heilquellen und dem offiziellen Ausrüster uhlsport austrägt. Aufschlussreich waren für den Weltmeister von 1990, der schon bei allen großen bayerischen Klubs angestellt war, die Gespräche mit anderen Eltern am Spielfeldrand: „Da bekommt man mit, wie motiviert die anderen Vereine sind, gegen Sechzig oder Bayern anzutreten und ihnen vielleicht mal ein Bein zu stellen“, berichtete Reuter und verglich: „Das ist wie bei den Profis im DFB-Pokal.“

Der Weg über die Vorrunden, die Kreis- und Bezirksfinals bis zum großen Endspiel wird auch 2012 zahlreiche Gelegenheiten für solche David-gegen-Goliath-Duelle bieten. Bis es im großen Finale darum geht, wer den Pott mit den zwei Henkeln in den Hallbergmooser Himmel stemmt. Erstmals steht in diesem Jahr der Finalort und damit das Reiseziel aller 422 teilnehmenden Mannschaften bereits fest. Der Weg dorthin, auch das hat Stefan Reuter erlebt, ist ein steiniger: „Die Spiele sind oft sehr, sehr eng.“ Doch die Mühen werden belohnt: Auf die erfolgreichen Teams warten auf den verschiedenen Etappen zahlreiche Preise: von Bällen über Trikotsätze bis hin zu Eintrittskarten für Spiele des FC Bayern und der Löwen.

Sowohl die „Roten“ als auch die „Blauen“ sind dem CUP als Förderer verbunden. Bei der Auftaktveranstaltung in Planegg meldeten sich Mario Gomez, Bastian Schweinsteiger und Thomas Müller per Video-Botschaft zu Wort, um viel Erfolg zu wünschen. Nationalspieler Thomas Müller ist das beste Beispiel, wohin der Weg führen kann. Im Jahr 2000 nahm er mit dem TSV Pähl am Turnier teil und wurde dort von einem Scout des FC Bayern entdeckt. Zu den inzwischen über 100 000 Nachwuchskickern, die den Wettbewerb bereits durchlaufen haben, zählen auch Profis wie Stefan Aigner und Mats Hummels.

Jahrelang wechselte die Trophäe regelmäßig zwischen Grünwalder und Säbener Straße, zuletzt aber schien der Bayern-Nachwuchs ein Abo auf den Titel zu haben: Drei Mal in Folge gewann der Rekordsieger den Pott. Im letzten Jahr war auch Reuters Sohn einer der Leidtragenden der roten Dominanz und musste sich mit Sechzig im Finale geschlagen geben. „Da sieht man dann auch, wie enttäuscht die Jungs nach einer solchen Niederlage sind“, erzählte der Vater. Die 18. CUP-Runde und damit die Jagd des oberbayerischen Nachwuchses auf die Bayern ist eröffnet.

Reuter junior zählt in diesem Jahr altersbedingt nicht mehr zu den Spielberechtigten. Vater Reuter sollte sich für das Finale am 14. Juli also besser einen Wecker stellen.

Road to Hallbergmoos - CUP-Premiere: Der Finalort steht schon fest

Was sie wollen, war für die mehr als 400 Teams beim Start des Merkur CUP schon immer klar: den Turniersieg. Wohin sie wollen, wussten sie bislang nicht, denn der Austragungsort des Finales wurde erst im Laufe des Wettbewerbs festgelegt. In diesem Jahr ist zum ersten Mal bereits bei der Eröffnung bekannt, wo das Turnier im Sommer seinen Höhepunkt finden wird: beim großen Finale am 14. Juli in Hallbergmoos. Sehr zur Freude von Bürgermeister Klaus Stallmeister: „Es ist eine Auszeichnung für eine Gemeinde wie Hallbergmoos, den Merkur CUP ausrichten zu dürfen“, sagte Stallmeister bei der Eröffnung in Planegg. Der Sport- und Freizeitpark der aufstrebenden Gemeinde (knapp 10 000 Einwohner) im Flughafen- Randgebiet ist „so gut wie fertig“. Das CUP-Finale, das bei gutem Wetter bis zu 1500 Besucher anlockt, ist die erste ganz große Bewährungsprobe. Arbeit kommt vor allem auf den örtlichen VfB Hallbergmoos zu. Doch der Bürgermeister verspricht: „Selbstverständlich schiebt die Gemeinde das mit an, denn für Hallbergmoos hat das Finale des Merkur CUP einen großen Werbeeffekt.“ Die „Champions League“ der E-Junioren kann es nun den Profis gleichtun: Während in der Königsklasse in diesem Jahr die „Road to Munich“ ausgerufen wurde, ist für den Nachwuchs Hallbergmoos das leuchtende Ziel.

Mit Gomez Zielwasser am Ball - Ensinger und uhlsport stehen dem CUP als Partner zur Seite

Bernd Leonhardt ist ein echter Schwabe. Nur wenn es um den Merkur CUP geht, legt der Geschäftsführer von Ensinger Mineral-Heilquellen seine schwäbische Mentalität ab. Die Partnerschaft hat das Unternehmen deshalb um weitere drei Jahre verlängert. „Gesundes Trinken muss schon in der Jugend gelernt und verankert werden“, betonte Leonhardt und empfahl die neue „Ensinger Zitrone“. Auch Mario Gomez habe man beim VfB Stuttgart mit der Ensinger-Flasche „großgezogen“, ihm sollen die Nachwuchskicker nun nacheifern.

Das Zielwasser soll den Ball dann möglichst oft ins Tor befördern. Der trägt, wie uhlsport-Vertriebsleiter Daniel Berggötz betonte, erneut das Merkur CUP-Siegel, das für leichtes, weiches und damit gelenkschonendes Material steht.

Gemeinsam betätigten sich Leonhardt und Berggötz in Planegg als Losfeen. Über einen von zehn Trikotsätzen von uhlsport durften sich der TSV Rottenbuch, der TSV Indersdorf, der FC Olympia Moosach, der FC Hohenpolding, der TSV Dorfen, der ATSV Kirchseeon, der SV Planegg, die Sportfreunde Windach, der TSV Gernlinden und der TSV Ottobrunn freuen. 20 Eintrittskarten für das Heimspiel des TSV 1860 gegen Ingolstadt gingen an den SV Kottgeisering.

von Christoph Fuchs