Nagelscherenschnitt für den Rasen

Nagelscherenschnitt für den Rasen

Am Ende des Turniers war Manfred Wanka erschöpft, aber glücklich. Rund 1000 Zuschauer kamen nach Dachau, um das Finale des Merkur CUP zu sehen – sieben Stunden Fußball am Stück bei bestem Wetter. „Es war ein wunderschönes Turnier. Einfach unglaublich, was unsere ehrenamtlichen Helfer hier auf die Beine gestellt haben“, sagte der Nachwuchsleiter des ASV Dachau. Doch die Arbeit habe sich gelohnt, betonte Wanka: „Wir haben von allen Seiten so viel Lob bekommen. Das ist der Lohn für die Arbeit, die wir hier reingesteckt haben.“

Zum ersten Mal fand das Merkur CUP-Finale in Dachau statt. Ein Privileg, für das sich Wanka und Co. besonders ins Zeug gelegt hatten. „Unser Platzwart Ingo Arz hat den Rasen mit der Nagelschere geschnitten, dass die Burschen hier optimale Bedingungen haben“, meinte Wanka lachend. Doch nicht nur die Grünfläche konnte sich sehen lassen: 80 verschiedene Sorten Kuchen warteten auf die hungrigen Gäste. Der Kuchen-Verkauf war fest in Frauenhand: „Wir haben bei den süßen Sachen einfach das bessere Gespür. Männer lenken uns beim Verkauf nur ab“, sagte „Kuchen- Dame“.

Am Grillstand warteten auf die Kicker und die Zuschauer Schnitzel, Pommes und Nürnberger Rostbratwürste. „Die Nürnberger empfehle ich allen jungen Fußballern. Die hat Bayern-Präsident Uli Hoeneß gesponsert, dass die Burschen mehr Tore schießen“, sagte Zeljko Panezic, der Chef am Grillstand.

Doch nicht nur für die Spieler, auch für die zahlreichen Fans war in Dachau einiges geboten: Zuschauer konnten sich an einem Stand in den Vereinsfarben ihrer Mannschaft schminken lassen. Die Hüpfburg – ein riesengroßer Fußball – war fest in der Hand der Kicker, die gerade nicht auf dem Feld standen.

„Wir können wirklich stolz auf unsere Leistung sein. Insgesamt haben 40 ehrenamtliche Helfer und Jugendtrainer mitgearbeitet. Wir haben 17 Stunden auf- und 14 Stunden abgebaut“, sagt ASV-Jugendleiter Manfred Wanka.

Dachaus Prominenz war vom Austragungsort begeistert. Löwen-Präsident Dieter Schneider, im Dachauer Hinterland zu Hause, schwärmte: „Das Gelände beim ASV ist natürlich hervorragend für solch ein Turnier.“ Auch vom Niveau war Schneider begeistert: „Ich würde übertreiben, wenn ich sage, dass ich im Jugendfußball ein Kenner bin. Aber hier laufen schon einige Talente rum, die richtig gut Fußball spielen können.“

Auch Sebastian Backer, Trainer der Jugendmannschaft des FC Bayern, kennt sich in Dachau bestens aus: „Als Spieler des ASV Dachau habe ich mich riesig gefreut, dass der Merkur CUP hier stattfindet. Respekt, was unsere Leute hier auf die Beine gestellt haben.“

Alle Ergebnisse vom Finale gibt's hier zum Download.

Kommentare