Heißes Finale: Bayern schaffen den Hattrick

Heißes Finale: Bayern schaffen den Hattrick

Wie bei den Profis droht der TSV 1860 nun auch bei den E-Junioren allmählich den Anschluss an den großen Lokalrivalen zu verlieren. Zum dritten Mal in Folge sicherte sich der FC Bayern am Samstag auf der Anlage des ASV Dachau den Titel beim Merkur CUP.

Dieser „Hattrick“ gelang den Bayern erstmals, einzig die Löwen hatten dieses Kunststück bislang in den Jahren 2002 bis 2004 vollbracht. Durch den 3:2-Erfolg im spannenden Endspiel über den „befreundeten“ Nachbarn zogen die „Roten“ in der Gesamtbilanz auf 9:7 davon.

Nur im Jahr 2001 hatte sich mit der SpVgg Unterhaching ein anderer Klub in die Siegerliste des Merkur CUP, der von unserer Zeitung gemeinsam mit dem Bayerischen Fußball-Verband (BFV) und in Zusammenarbeit mit den Sponsoren E.ON Bayern Vertrieb, Ensinger Mineral-Heilquellen sowie dem offiziellen Ausrüster uhlsport veranstaltet wird, eintragen können.

Nachdem die vergangenen drei Austragungen des Merkur CUP-Finalturniers unter teils heftigen Wetterkapriolen zu leiden hatten, passten in diesem Jahr auch die äußeren Bedingungen zum perfekt organisierten Rahmenprogramm. War die Veranstaltung im vergangenen Jahr wegen eines infernalischen Unwetters in Rottach-Egern zwischendurch sogar kurz vor dem Abbruch gestanden, so konnte in Dachau bei angenehmen Temperaturen über den gesamten Tag hinweg kaum ein Wölkchen, geschweige denn ein Regentropfen ausgemacht werden. Dementsprechend fanden die kühlen, von Sponsor Ensinger bereitgestellten Getränke reißenden Absatz.

Seit den Anfängen im Jahr 1995 hat sich der Merkur CUP mittlerweile zur „Champions League der E-Junioren“ und einem festen Bestandteil in deren Terminkalender entwickelt.

wurde die magische Marke von 100 000 Kindern überschritten, die seither am Turnier teilgenommen haben. Neben Schirmherr Stefan Reuter, dessen Sohn mit identischem Vornamen in diesem Jahr in Reihen des TSV 1860 stand, zeugte zahlreiche weitere Prominenz vom enormen Stellenwert des Merkur CUP. Die Löwen waren sowohl durch Präsident Dieter Schneider als auch durch seinen Vize Franz Maget sowie Nachwuchs-Chef Jürgen Jung und Fußball-Abteilungsleiter Robert Reisinger vertreten. Vom FC Bayern waren Scout Michael Tarnat und U-17-Trainer Stephan Beckenbauer, dessen Sohn Luca im Kader des Gewinners stand, anwesend. Darüber hinaus war Stefan Reuters Weltmeister- Kollege von 1990, Guido Buchwald, in seiner Funktion als Repräsentant von Sponsor Ensinger aufmerksamer Beobachter des Geschehens.

Treffend schilderte Uwe Günther, Geschäftsführer des Münchner Zeitungsverlages, einen der entscheidenden Erfolgsfaktoren des Merkur CUP: Er habe „die Begeisterung und Anspannung in den Augen der Kinder“ wahrgenommen. Ob dann am Ende ein erster oder letzter Platz steht, ist nebensächlich. Denn alle Teilnehmer am Merkur CUP-Finalturnier waren ausnahmslos Gewinner.

Traurige Löwen: Derbysiege nur in der Vorrunde

Es war ähnlich wie im Vorjahr. Bei der letzten Austragung in Rottach-Egern am Tegernsee hatten die E-Junioren des TSV 1860 in der Vorrunde mit 3:0 gegen den FC Bayern gewonnen, um später im Finale mit dem selben Resultat zu unterliegen. Diesmal waren die jungen Löwen in der abschließenden Gruppenpartie gegen die kleinen Bayern mit 1:0 siegreich. Das Finale verloren sie erneut, mit einem Tor Unterschied (2:3).

Das bestätigte leider die abergläubische Befürchtung von 1860-Trainer Franz Leder (54), der vor dem Finale ein „schlechtes Omen“ sah. Und in der Tat: Obwohl seine Mannschaft durch Josip Stanisic in Führung gegangen war, drehten Sebastian Backers Bayern-Buben die Begegnung im zweiten Abschnitt zu ihren Gunsten. Per Doppelschlag sorgte Vincent Fons zunächst für eine 2:1-Führung. Stanisic konnte mit seinem zweiten Treffer zwar wieder ausgleichen, doch kurz vor dem Abpfiff erzielte Marcel Zylla den Siegtreffer für die „Roten“.

Unter lautstarken Protesten der 1860-Verantwortlichen, die auf Bayern-Seite einen Feldspieler zu viel ausgemacht haben wollten. Leder, der als Polizeibeamter schon von Berufs wegen für Gerechtigkeit sorgt, sprach zwar von einem „bitteren Beigeschmack“, gratulierte allerdings dennoch fair dem „verdienten Sieger“.

Während bei den „Blauen“ die Tränen in Strömen flossen, herrschte auf der Gegenseite grenzenloser Jubel. Zumal die Titelverteidigung für Backer, den 30-jährigen Coach der Bayern, ein „Heimspiel“ war. Neben seiner Funktion als U 11-Trainer ist der Ex-Profi noch als Spieler des ASV Dachau in der Bezirksoberliga aktiv. In der nächsten Saison wird der B-Lizenz-Inhaber seinen Titel verteidigen können, übernimmt er doch die neue U 11.

Alle Ergebnisse vom Finale gibt's hier zum Download.

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