Tölzer Kurier - Favoritensieg und Überraschungen

Merkur CUP

Beim Kreisfinale des Merkur CUPs in Gaißach war alles dabei: Favoritensieg und Überraschungen. Im Finale sicherte sich schließlich der Lenggrieser SC mit einem 6:3 (3:1)-Erfolg gegen den SV Wackersberg-Arzbach wie erwartet den ersten Platz.

Aberder Verlierer brauchte nicht all zu sehr zu trauern: Auch Wackersberg ist für den Bezirksentscheidqualifiziert. Deshalb gab es die wirklichspannenden Auseinandersetzungen bereits im Semifinale.Und da hatte auch der spätere Turniersieger seine liebe Not, bis schließlich ein 1:0-Erfolg gegen den FC Kochelsee Schlehdorf unter Dach und Fach gebracht war. Leonhard Gerg sorgte für den entscheidenden Treffer. Eines von insgesamt neun Toren, die der quirlige Lenggrieser Angreifer erzielte. Martin Lindner vom SV Wackersberg-Arzbach brachte es auf die gleiche Trefferausbeute. Einmal traf Lindner dabei im Halbfinale beim 2:0-Sieg seiner Mannschaft gegen Gaißach. Gewiss eine Überraschung, denn neben Lenggries galten die Hausherren als aussichtsreichster Anwärter auf die nächste Runde. Mit drei Siegen in den Gruppenspielen hatten die Burschen des Trainergespanns Klaus Kloiber und Thomas Lugmair dies ausgegliche auch deutlich unterstrichen. Allerdings vermisste Kloiber das souveräne Auftreten, wie beispielsweise in den zurückliegenden Punktspielen: „Entweder wurde die Aufgabe zu leicht genommen oder die vielen Zuschauer haben für Nervosität gesorgt.“Tatsächlich gab es trotz Dauerregens eine beeindruckende Kulisse, die guten Fußball zu sehen bekam. Gekämpft wurde bis zum Umfallen, und selbst nach einem 0:2-Rückstand gegen Lenggries hätte Bad Heilbrunn beinahe noch die Wende geschafft. Torwart Lukas Schlager wurde in der zweiten Halbzeit vom Keeper zum Stürmer umfunktioniert, erzielte zwei Tore und traf kurz nach dem Ausgleich die Latte. Ohne Punktgewinn in dieser Gruppe blieben die Sportfreunde Bichl. „Wir waren die jüngste Mannschaft und haben wenigstens in jedem Spiel einen Treffer erzielt“, war aber auch deren Coach Lars Strohmenge nicht unzufrieden. Etwas enttäuscht war dagegen Mecki Krug vom SV Bad Tölz: „Das war nicht unser Tag. Nach der 1:2-Auftaktniederlage lief nicht mehr viel zusammen. Außerdem hat uns ein bisschen das Glück gefehlt.“Das hatten die Reichersbeurer im Platzierungsspiel auf ihrer Seite und belegten in einer ausgegliche auch nen Partie durch einen 2:1-Sieg über den SV Bad Heilbrunn den fünften Platz. Coach Peter Büttner: Kompliment an meine Mannschaft. "Wir haben in einer starken Gruppe gut mitgespielt.“ Am glücklichsten aber waren neben Kreissieger Lenggries sicherlich die Wackersberger. Trainer Chris Willibald: „Mit dem Halbfinale habe ich geliebäugelt, alles andere war absolute Zugabe.“ Einen dicken Applaus hatte sich bei der Siegerehrung auch der SC Gaißach als Ausrichter verdient. Für eine perfekte Organisation und idealeBedingungen auf dem Kunstrasen gab es viel Lob von allen Seiten.Hans Demmel

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