Starnberger Merkur - TV Stockdorf und TSV Gilching im Bezirksfinale

TV Stockdorf und TSV Gilching im Bezirksfinale

Der TV Stockdorf hat das Kreisfinale um den Merkur CUP gewonnen. Im Enspiel schlugen die E-Junioren aus dem Würmtal den TSV Gilching-Argelsried mit 5:2 nach Achtmeterschießen. Beide Teams qualifizierten sich für das Bezirksfinale.

Eine ganz besondere Motivationsspritze wollten die Nachwuchskicker des TSV Gilching vor dem Finalspiel beim Kreisfinale des Merkur CUP 2010 am Samstag haben: „Wenn wir gewinnen, machen wir dann den Pokal mit Spezi voll?“ Trainer Franz Brugger schaute erst noch zweifelnd, aber dann meinte Micky Klabe vom Merkur-CUP-Team: „Wenn’s der Trainer macht, erlaube ich es euch.“ Gegen diese Übermacht war Brugger schließlich machtlos. Am Ende blieb der Merkur CUP aber trocken. Alle feucht-süße Motivationshilfe in Form von Spezi half nichts gegen die an diesem Tag siegreichen Fußball-Minis vom TV Stockdorf, die sich in einem dramatischen Finale mit 5:2 nach Achtmeterschießen durchsetzten. Trost für die unterlegenen Gilchinger: Zwar gab es keinen Pokal voll Spezi, aber als Finalteilnehmer sind auch sie für das Bezirksfinale des von E.ON Bayern Vertrieb, Ensinger Mineral-Heilquellen und Merkur-CUP-Ausrüster uhlsport unterstützten Turniers qualifiziert.

Motivation war überhaupt das Zauberwort beim Kreisfinale in Pentenried. Die meiste Zeit sorgte der Regen nämlich für Missmut bei Zuschauern und Teilnehmern. „Da gewinnt nicht unbedingt das bessere Team, sondern der, der die Mannschaft am besten motivieren kann“, sagte Stockdorfs Trainer Mathias Reidel noch vor dem entscheidenden Finalspiel.

Das waren an diesem Tag offenbar er und sein Betreuerteam. Zwar gingen die Gilchinger schnell in Führung, aber kurz vor Schluss konnte Stockdorf zum 1:1 ausgleichen. Da die Verlängerung keine weiteren Treffer brachte, musste das Achtmeterschießen entscheiden. Hier avancierten Niko und Ferdinand zu den vielumjubelten Helden. Während Niko im Tor zwei Gilchinger Schüsse parierte, versenkte Leopold den entscheidenden Schuss eiskalt. Danach war der strömende Regen vergessen, der Jubel kannte keine Grenzen mehr.

Eine echte Überraschung war die Finalpaarung nicht. Schon vor Turnierbeginn hatte man die Namen Gilching und Stockdorf als mögliche Sieger am häufigsten gehört. Die Buben bekamen von ihrer Favoritenrolle freilich nichts mit. „Wenn da was durchgedrungen wäre, hätte ich das auch abgeblockt“, sagte TSV-Coach Brugger. „Schließlich sollen meine Spieler nicht abheben.“ Sein Stockdorfer Trainerkollege Reidel stapelte eh tief. „Wir sind als absoluter Außenseiter hierher gekommen.“ Die zahlreichen Treffer in der vorangegangenen Runde sprachen freilich eine andere Sprache.

In den Gruppenspielen bestätigten die beiden Teams ihre Favoritenrolle und setzten sich am Ende auch in den Halbfinals gegen den SC Wörthsee beziehungsweise den späteren Dritten MTV Berg jeweils deutlich durch. Über die damit verbundene Teilnahme am Bezirksfinale waren dann auch beide Teams unisono glücklich. „Die Buben sind schwer happy“, sagte Brugger. Für den nach der Saison scheidenden Coach ist in dieser Spielzeit „der Merkur CUP das Wichtigste.“

Wie es jetzt weitergeht? Brugger: „Unser Ziel war das Bezirksfinale. Alles weitere ist jetzt das Sahnehäubchen.“ Reidel sieht seine Stockdorfer auch in der nächsten Runde wieder als Außenseiter. Sein Wunsch: „Wir wollen gegen einen möglichst interessanten Gegner antreten.“ Dann können sich auch die Motivationsspritzen in Grenzen halten.

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