Schongauer Nachrichten - Erpfting und Rottenbuch im Bezirksfinale

Merkur CUP Kreisfinale in Rottenbuch

Im vorigen Jahr standen sich die E-Jugendfußballer des TSV Schongau und der SV Hohenfurch in einem entscheidenden Match gegenüber. Damals ging es in Issing um den Sieg im Kreisfinale, die Lechstädter setzten sich mit 3:0 durch und wurden Kreissieger. Auch am vergangenen Samstag in Rottenbuch standen sich die beiden Teams gegenüber. Diesmal wurde allerdings „nur“ Platz drei ausgespielt, den sich schließlich die Schongauer mit einem 2:1 über den Nachbarn sicherten.

In der 16. Auflage des Merkur CUP, der vom Münchner Merkur mit seinen Heimatzeitungen veranstalteten größten Fußball-Show für den Nachwuchs, die von E.ON Bayern Vertrieb, Merkur CUP-Ausrüster uhlsport und Ensinger Mineral-Heilquellen sowie der Schongauer Kreissparkasse großzügig gesponstert wird, spielten andere das Finale: Der SV Erpfting legte drei Tore vor gegen einen gastgebenden TSV Rottenbuch, der zur Halbzeit mit 0:1 hinten lag und anschließend zwei Kontertore kassierte. Erst in der letzten Sekunde gelang Rottenbuchs Stefan Tscherner das längst überfällige Ehrentor.Tscherner ist offensichtlich der Fußballer für Treffer in letzter Sekunde. Denn beim vorherigen überaus spannenden Halbfinalspiel gegen Schongau schoss er die Gastgeber mit einem Tor drei Sekunden vor Ende der Verlängerung ins Finale. Mit 2:1 setzten sich die Rottenbucher durch. 1:1 stand es nach einem Treffer von Tscherner und dem Ausgleich durch Schongaus Christoph Höfle nach der regulären Spielzeit. Kurz vor dem Ablauf der Verlängerung setzte sich Tscherner gegen drei Abwehrspieler der Lechstädter durch und bombte zum 2:1 ein. Weniger spektakulär behauptete sich Erpfting mit 3:0 gegen die Hohenfurcher.„Ich hoffe, dass wir weiterkommen“, meinte Erpftings Trainer Franco Fragile. „Das müsste machbar sein. Aber wir haben gegen viele Mann schaften noch nicht gespielt, sondern nur gegen Hohenfurch und Kinsau“, gab er zu bedenken. Während Rottenbuchs Trainer Nik Auhorn vor dem Beginn des Kreisfinals erst einmal das Halbfinale ins Auge fasste. „Wenn wir weiterkommen, wäre das für uns schon schön.“Mit ebensolchen Zielen startete der TSV Schongau ins Kreisfinale: „Wenigstens das Halbfinale wollen wir erreichen, danach ist alles offen“, meinte Trainer Walter Kornreder. Von einer Favoritenrolle wollte er nichts wissen, die überließ er Erpfting und Rottenbuch. „Aber wenn es bei uns läuft, dann können wir auch ins Finale kommen“, meinte der Trainer der vorjährigen Kreissiegers, der sich schon frühzeitig als Gewinner der Vorrundengruppe B herauskristallisierte. Während Platz zwei erst im abschließenden Spiel zu Gunsten des SVH entschieden war.„Das Halbfinale ist Minimum“, meinte Hohenfurchs Trainer Michael Schratt, „dann sehen wir weiter“, bestätigte er seinen Fußballern derzeit eine gute Form.Etwas zurückhaltender waren die Prognosen der Kollegen. „Da kommt es auf die Tagesform an“, so WolfgangSchweiger vom TSV Peiting. „Wir haben zwei Runden gut überstanden, jetzt ist alles möglich.“ Am Ende war es ein fünfter Platz, noch vor dem SV Kinsau. „Wir sind hier Außenseiter, aber wir können durchaus für eine Überraschung sorgen“, kündigte SVK-Trainer Roman Schilcher den Kampf an.Mit den Gegnern mithalten, das war das Ziel von Klaus Leitner vom SV Wildsteig. „Wir sind nur krasse Außenseiter. Aber man kann nie wissen, vielleicht sind wir auch für eine Überraschung gut“, sprach er die Unwägbarkeiten des Fußballs an. Auch Kollege Florian Pichl vom SC Böbing erwartete seine Mannschaft eher im hinteren Feld. „Für uns ist es bereits ein Erfolg, dass wir jetzt schon zweimal das Kreisfinale erreicht haben“, lobte er seine Fußballer. „Aber wir wollen uns gut verkaufen.“Nach Niederlagen rollten zwar ein paar Tränen, doch beim Abschluss gab es nur freudige Gesichter. Alle Mannschaften bekamen bei der Siegerehrung wertvolle Preise, die von Micky Klabe und Uwe Vaders vom Münchner Merkur, sowie von Vertretern der Sponsoren überreicht wurden. „Wir haben heute gute Spiele gesehen“, schwärmte Alexander Schmitz von der Kreissparkasse bei der Übergabe des Trikot-Gutscheins an den Sieger. Besonders freute ihn, dass Gastgeber Rottenbuch das Finale erreichte und im Bezirksfinale dabei ist. Der erstmals ausgelobte E.ON Vertrieb Bayern Fairnesspreis, ein Satz Trikots, ging an Kinsau. Bei einer Verlosung durften sich Johannes Erhard (Böbing), Sebastian Martin (Kinsau) und Eva Maier (Bad Bayersoien) über Sonderpreise freuen, und Rottenbuch bekam angesichts der größten Fangemeinde einige Kartons Ensinger Mineral-Heilquellen und weitere Preise aus dem Fan-Shop, die erstmals angebotenwurden.

Dietmar Friebel

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