Münchner Merkur Süd - Haching und Grünwald setzen sich durch

Münchner Merkur Süd - Kreis 14

Diesmal war der SV Arget kein so freundlicher Gastgeber des Merkur CUP-Kreisfinales, zumindest nicht auf dem Platz. Im vergangenen Jahr auf der eigenen Sportanlage nur Schlusslicht, erkämpften sich die E-Junioren jetzt den dritten Platz. Mühelos dribbelte sich die SpVgg Unterhaching ins Bezirksfinale, in dem auch der TSV Grünwald steht.

Mit drei Toren lag seine Mannschaft schon zur Pause zurück. Aber Trainer Florian Lederwascher war völlig entspannt. „Also hoch werden wir das Spiel jetzt nicht mehr gewinnen“, erklärte er seinen Schützlingen vom SV Arget. Am Ende hatten die Gastgeber im Halbfinale sechs Tore kassiert. Lederwascher strahlte trotzdem übers ganze Gesicht. Dass es gegen den Topfavoriten, die SpVgg Unterhaching, eine deutliche Niederlage gab, schmerzte den Jugendtrainer nicht. Schließlich freuten sich die Argeter Fans darüber, dass ihre E-Junioren das Schlusslicht aus dem letzten Jahr abgeben konnten sich als erneute Gastgeber für das Kreisfinale beim Merkur CUP, den unsere Zeitung in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Fußballverband veranstaltet, kräftig unterstützt von den Premium-Sponsoren E.ON Bayern Vertrieb, Ensinger Mineral-Heilquellen und uhlsport als offiziellem Turnier-Ausrüster, bis ins Halbfinale schossen. Damit hatte beim SV Arget niemand gerechnet. Im Spiel um Platz drei jubelten die Argeter nach einem spannenden Achtmeterschießen gegen die SpVgg Höhenkirchen.Schlüssel zum Erfolg beim Kreisfinale war vor allem die starke Defensivleistung. Und dabei setzte der Gastgeber nicht nur auf flinke Jungs. „Wir haben die höchste Frauenquote im Merkur CUP“, stellte Lederwascher stolz fest. Mit der quirligen Anna Schödl in der Abwehr und der stark parierenden Kerstin Frank zwischen den Pfosten hatten die Argeter die einzigen zwei Mädchen des Turniers in ihren Reihen.Gegen Unterhaching half das alles nichts. „Locker bleiben“, lautete der Rat des Trainers. Die Favoriten brachten ohnehin so manchen Torwart zur Verzweiflung. Mühelos dribbelten sich die E-Junioren ins Finale, 22 Tore schossen die quirligen Stürmer und nur zwei Mal musste Torhüter Ghandi Kahtan Karem im gesamten Turnier hinter sich greifen.Im Endspiel stürmten die Favoriten gegen die Kicker des TSV Grünwald an. Die hatten sich in einem packenden Halbfinale gegen die SpVgg Höhenkirchen durchgesetzt.Dabei sah es zur Halbzeitpause nicht nach Jubel für die Grünwalder aus. Stürmer Max Ahammer lag gefrustet am Boden und konnte sich über seinen Führungstreffer zum 1:0 überhaupt nicht freuen. Denn Loic Hennard drehte das Spiel für die SpVgg Höhenkirchen mit einem Doppelpack.Grünwalds Trainer Willi Mühlbauer fand bei der Pausenansprache deutliche Worte – nicht ohne Wirkung. Mit einem Traumschuss gelang Max Ahammer der Ausgleich und Marcus Laverty köpfte die wieder erstarkten Grünwalder ins Finale gegen die SpVgg Unterhaching.Die Favoriten begannen so, wie sie in den Spielen zuvor aufgehört hatten: Nach einer schönen Vorlage von Alexander Kaltner erzielte Nurredin El Sayed eiskalt die Führung. Doch dann wurde das Finale nervöser. Wieder war es Max Ahammer, der die Grünwalder zurück ins Spiel brachte, dieses Mal durch einen Achtmeter.

Aber auch Grünwald konnte die spielstarken Unterhachinger letztendlich nicht stoppen: Nach fünf Stunden spannendem und tempogeladenem Fußball, der Lust auf die WM machte, schoss Yasin Dadasios das letzte Tor des Kreisfinals und machte den souveränen Turniersieg der SpVgg Unterhaching perfekt.Florian Unger

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