Umstrittenes Murnauer Siegtor sorgt für unschöne Szenen nach dem Finale

Garmisch-Partenk. Tagblatt - Euphorie und Emotionen

Merkur CUP Kreisfinale in Murnau

Den 10. Juli dürfen sich Kinder, Eltern und Trainer des TSV Murnau und des TSV Farchant ganz dick im Kalender anstreichen: Dann müssen sich alle zum Bezirksfinale im Merkur CUP 2010 aufmachen.

Die beiden Vereine vertreten mit ihren E-Jugendteams den Landkreis Garmisch-Partenkirchen im Kreis der besten 32 Mannschaften aus dem Verbreitungsgebiet des Münchner Merkurs und seiner Heimatzeitungen. Beim Kreisfinale in Murnau setzten sich die Teams souverän durch.„Ich denke, dass wir, wenn man den gesamten Turnierverlauf betrachtet, verdienter Sieger geworden sind“, resümiert Jörg Diemb, Trainer der Murnauer Kicker. Er war nach dem Schlusspfiff des Finales überglücklich. „Wir haben taktisch gut gespielt und nicht viel zugelassen.“ In der Vorrunde hatten sich Farchant und Murnau bereits duelliert, da noch mit dem wesentlich besseren Ende für die Mannschaft von Coach Stefan Lorenz: 4:1 gewann Farchant. Allerdings hatte der TSV Murnau, Gastgeber des Kreisfinales, da auch noch größtenteils auf seine Ausnahmespieler Tobias Heiland und Trainer-Sohn Manuel Diemb verletzungsbedingt verzichten müssen.Im Finale waren die beiden nach erfolgreicher Behandlung wieder dabei. Und Manuel Diemb gelang sogar derentscheidende Treffer zum 1:0. Der war allerdings mehr als umstritten. Den Weitschuss konnte Farchants Torhüter nur abklatschen und erst im Nachfassen festhalten. Da war der Ball nach Ansicht des Schiedsrichters aber schon hinter der Linie – eine Meinung, die nicht alle auf dem Murnauer Fußballplatz teilen wollten. Schon gar nicht die jungen Kicker selber. Nach dem Abpfiff kam es zu unschönen Szenen, als die jungen Farchanter auf den Referee zustürmten und ihn wüst beschimpften. Zwei Fußballer sahen daraufhin sogar die Rote Karte. „Ich hoffe nicht, dass das Auswirkungen auf das Bezirksfinale hat“, bittet Farchants Trainer Stefan Lorenz um Milde. „Das sind junge Burschen, da sind leider die Emotionen hochgekocht. Da kannst du dann von draußen auch nicht mehr viel machen.“ Vor allem nicht, wenn die Eltern noch hetzend mit einwirken.Im Grunde genommen war es im Finale ja sowieso nur noch um die Goldene Ananas gegangen. Denn beide Teamswaren nach ihren Halbfinal Siegen schon fix im Bezirksfinale. Entschieden wurde lediglich, wer den Satz Trikots von der Kreissparkasse Garmisch-Partenkirchen für den Tagessieg bekommt: Er geht nach Murnau.Neue Dressen bekommen auch die Kicker des TSV Grafenaschau, die den E.ON Bayern Fairnesspreis gewannen.Die Trainer und der Veranstalter hatten die fairste Mannschaft im Turnier wählen lassen: Grafenaschau machte das Rennen.Die Farchanter hatten in dieser Kategorie am Ende freilich keine Chance, doch mit dem Erreichten war Coach Stefan Lorenz absolut zufrieden. „Das ist super für uns“, betont er. Generell sieht er den Merkur CUP als bedeutenden Baustein im Saisonkalender der Kicker an: „Der Cup ist mittlerweile fast wichtiger als die Punkterunde, die Kindern fiebern alle vor der Saison schon drauf hin.“Nun fiebern sie dem Bezirksfinale entgegen. Wo gespielt wird, ist noch offen. Nur der Termin steht fest:Aber den kennen die Kindern bestimmt schon auswendig.ANDREAS KÖGL

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