Bezirksfinale B - TSV Murnau zieht ins Merkur CUP-Finale ein

Merkur CUP Bezirksfinale B

Die Kicker vom Staffelsee schaffen den Coup beim Bezirksfinale in Gaißach: Das Team unterliegt nur dem TSV 1860 und qualifiziert sich als Zweiter für das Turnier in Rottach-Egern

Heuer wollten die E-Junioren des TSV Murnau mit aller Gewalt ins große Merkur CUP-Finale mit den acht besten Mannschaften Oberbayerns einziehen. Und - sie haben es geschafft. Hinter dem hohen Favoriten TSV 1860 München qualifizierten sich die Kicker vom Staffelsee am Samstagnachmittag in Gaißach als Zweitplatzierter. Der TSV Farchant, der zeitgleich in einem weiteren Bezirksfinale in Wackersberg angetreten war, musste sich dort mit Platz sieben zufrieden geben.

Murnaus Coach Jörg Diemb strahlte übers ganze Gesicht. „Natürlich haben wir gehofft, dass wir weiterkommen. Da wir nur fünf Spieler des Jahrgangs 1999 und dazu sieben 2000er haben, ist es umso bemerkenswerter, was die Jungs geleistet haben“, hielt er eine Lobrede auf sein Team. Dabei haben er und sein Co-Trainer Alexander Vogl das Unternehmen Merkur CUP 2010, der einmal mehr von E.ON Bayern, Ensinger Mineral-Heilquellen und uhlsport gesponsert wird, generalstabsmäßig vorbereitet. Dreimal die Woche traten die Murnauer Kicker zum Üben an, und der Co-Trainer hat die potenziellen Gegner beobachtet. „Dann haben wir uns taktisch auf sie eingestellt“, erklärt Diemb. Die Mühen haben sich gelohnt. 2:1 wurde anfangs Weilheim besiegt, mit demselben Ergebnis gelang ein Erfolg gegen Geretsried. Und als Rottenbuch 2:1 geschlagen war, stand der TSV souverän im Halbfinale. Dort wartete Lenggries - eine harte Nuss. Nach der regulären Spielzeit hieß es 1:1. „Aber wir waren das bessere Team gewesen, haben nur unsere Chancen nicht reingebracht“, bilanzierte Diemb. In der Verlängerung gelang der erlösende Treffer, dem auch noch gleich ein zweiter zum 3:1-Sieg folgte.

Freilich gab’s im Finale gegen die 60er Mini-Löwen eine 0:8-Packung, aber das war den Murnauern ziemlich egal. „Hauptsache der TSV ist nach 1999 und 2001 wieder im großen Merkur CUP-Finale dabei, das ist das Wichtigste“, freute sich Diemb.

Weniger zu jubeln hatte hingegen der TSV Farchant, der zum Bezirksfinale A zeitgleich beim SV Wackersberg angetreten war. „Da wir mit einem gewissen Handicap angetreten sind, bin ich vom Ergebnis keinesfalls enttäuscht. Der Rest der Truppe hat eine ausgezeichnete Vorstellung abgegeben“, resümierte Trainer Stefan Lorenz. Zur Erinnerung: Beim Kreisfinale in Murnau hatten die beiden Kapitäne der Farchanter Mannschaft Rot gesehen und waren gesperrt worden.

Schwach präsentierte sich der TSV wahrlich nicht: Die Resultate in der Gruppenphase fielen alle denkbar knapp aus. „Wir waren nicht schlecht und sind nicht groß abgeschossen worden. Es hat halt nur das gewisse Quäntchen gefehlt. Also bin ich zufrieden.“

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