Kreisfinale Weilheim - BSC Oberhausen und ESV Penzberg jubeln

Kreisfinale Weilheim

Der eine ist in Sachen „Bezirksfinale“ schon ein Routinier, der andere ein Debütant: Der ESV Penzberg – er löste zum vierten Mal binnen sieben Jahren das Ticket – und der BSC Oberhausen setzten sich beim Kreisfinale in Raisting durch.

Für gewöhnlich pflegen der BSC Oberhausen und der SC Huglfing eine sportliche Rivalität. Wenn es darauf ankommt, halten sie aber doch zusammen. „Oberhausen, Oberhausen", skandierten lautstark die E-Junioren des SC Huglfing und trommelten im Takt auf die Alu-Werbebande ein. Der Nachbarverein absolvierte gerade sein Halbfinale gegen den TSV Weilheim. Es war die entscheidende Phase im Kreisfinale des Merkur CUP, der von den Premiumpartnern E.ON Bayern Vertrieb, uhlsport und Ensinger Mineral-Heilquellen unterstützt wird. Und die Anfeuerung der Huglfinger zeigte offenbar Wirkung. Zwar ging Weilheim durch Jakob Krümpel in Führung, der BSC kam durch einen Freistoß von Maxi Maier zum Ausgleich. Zwei Minuten vor Schluss traf Tobi Schüller gar zum 2:1-Endstand. Mit einer Welle feierten die Oberhausener Spieler gemeinsam mit dem SC-Nachwuchs ihren Triumph. Der Einzug ins Bezirksfinale war damit perfekt.„Geil", entfuhr es Oberhausens Trainer Andreas Ende. „Es ist ein Traum." Vornehmlich mit jüngeren E-Jugend-Spielern war der BSC angetreten. Was Ende außerdem freute, war der Umstand, dass sich gleich fünf Spieler in die Torschützenliste eintrugen. Weilheims Trainer Klaus Piepereit trug das Aus mit Fassing. „Schade für die Kinder", meinte er. Doch der Coach, der seit rund drei Jahrzehnten E-Junioren betreut, hat eine eigene Philospohie. „Es geht nicht immer darum, Erster zu werden, sondern darum, den Kindern die Grundlagen zu vermitteln." Schöne Spielzüge zeigten die Weilheimer, die nach einem 2:1 nach Verlängerung über den FC Penzberg letztlich Dritter wurden, zuhauf.Eindeutiger verlief das andere Halbfinale. Dort standen sich die Lokalrivalen FC und ESV Penzberg gegenüber. Durch Tore von Dominik Kühberger und Florian Jyrek (2) setzten sich die Eisenbahner mit 3:0 durch. „Es ist ein schöner Erfolg. Spekuliert haben wir damit schon, aber man weiß ja nie", sagte ein sichtlich zufriedener Trainer Arthur Schenk. Am Ende gewannen die Penzberger sogar das Turnier mit einem 2:1-Erfolg über den BSC Oberhausen. Kühberger erzielte den spielentscheidenden Treffer kurz vor dem Ende mit einem abgefälschten Schuss.FC-Penzberg-Trainer Medzit Neziri zeigte sich nach dem Semifinale als fairer Verlierer. „Der ESV war schon besser." Bis auf zwei Akteure gehörten alle Spieler dem jüngeren Jahrgang an. „Es hat keiner gedacht, dass wir überhaupt so weit kommen", sagte Neziri. Im Vorjahr hatte übrigens der FCP den ESV im Kreisfinal-Halbfinale besiegt.Bereits in der Gruppenphase musste der Gastgeber SV Raisting die Segel streichen. Nach einem 4:0-Auftaktsieg über den SV Söchering sah alles bestens aus, zwei Niederlagen gegen FC Penzberg (0:2) und Oberhausen (1:2) machten dem SVR einen Strich durch die Rechnung. „Wir haben es selbst verspielt", sagte SVR-Trainer Alexander von Schroetter. Als „schade" empfand es der Coach, dass es in der Schlussphase der Partie gegen Oberhausen so emotional zuging. Negativer Höhepunkt: Nach einer umstrittenen Zweiminutenstrafe für einen Raistinger hätten einige BSC-Fans Beifall geklatscht. Am Ende wurden die Gastgeber durch ein 1:0 nach Verlängerung über den SV Wielenbach Fünfter. „Das ist auch schön", sagte von Schroetter. Ein klarer Gewinner war der SVR in Sachen „Organisation". Die Helfer um Jugendleiter Christian Sedlmayer hatten viel Arbeit investiert und brachten letztlich das Turnier problemlos über die Bühne. So verlebte auch Jugend-Spielleiter Roland Krammer einen entspannten Tag. Die knappen Resultate verfolgte er mit Genugtuung: „Ich bin kein Freund von 10:0-Ergebnissen."Den spannenden Spielen, die von mehreren hundert Zuschauern verfolgt wurden, konnte auch Oliver Sautter etwas abgewinnen. „Das macht richtig Spaß", so der Trainer des SV Wielenbach. Sein Team hatte mit manch unglücklicher Entscheidung zu kämpfen, in der Hand hatten es seine Schützlinge aber selbst. „Wir hätten nur zu Beginn Huglfing schlagen müssen. Die Chancen waren da."Die Huglfinger Youngster belegten schließlich den siebten Rang. „Wir haben schön gespielt, jeder hat sich reingehängt", sagte Trainer Uwe Fuchs. Leider sei das Team nicht ganz für seinen Einsatz belohnt worden. Zufrieden, am Kreisfinale überhaupt teilgenommen zu haben, war der Achte SV Söchering. „Ein bis zwei Plätz weiter vorn wäre für uns drin gewesen, wenn wir noch etwas aktiver gespielt hätten", sagte Coach Hubert Bosch.

Paul Hopp

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