Kreisfinale München Süd - Unbändiger Jubel und einige Tränen

Kreisfinale Freising

Kullernde Tränen, unbändiger Jubel und spektakuläre Torszenen bis zum letzten Pfiff: Beim Merkur-CUP-Kreisfinale in Arget lagen Freud und Leid ganz eng beieinander. In einem spannenden Siebenmeter-Finale jubelten am Ende die E-Junioren der SpVgg Unterhaching gegen den SV-DJK Taufkirchen – genau wie im vergangenen Jahr.

„Locker bleiben, es ist ganz egal, wer jetzt gewinnt“, redete Christian Hoyer auf seine jungen Wilden ein. Vor dem alles entscheidenden Siebenmeterschießen versuchte der Trainer der SpVgg Unterhaching die Spieler zu beruhigen. Die Nervosität war den E-Junioren vor dem Endpiel des Kreisfinals des Merkur CUP, den unsere Zeitung in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Fußball-Verband veranstaltet, kräftig unterstützt von den Premium-Sponsoren E.ON Bayern Vertrieb, Ensinger Mineral-Heilquellen und uhlsport als offiziellem Turnier-Ausrüster, ins Gesicht geschrieben. „Maxi, Maxi“, schallte es lautstark über das Argeter Fußballgelände. Die Anfeuerungsrufe galten dem Taufkirchener Torwart Maximilian Humpenöder. Schließlich war die Sensation gegen den Favoriten zum Greifen nah.

Dabei waren die Unterhachinger wie erwartet problemlos durch die Gruppenphase marschiert, mit 15 Treffern und nur einem Gegentor in drei Spielen. Und auch im Halbfinale hatte der gegnerische Trainer nichts zu lachen. Johann Öttl vom TSV Ottobrunn schrie, dirigierte und forderte mehr Einsatz von seinen Jungs. „Wenn, dann gehen wir mit wehenden Fahnen unter, aber nicht, indem wir hinten stehen bleiben“, heizte er seinen Schützlingen ein. Es sollte nicht helfen. Zu deutlich war am Ende das 6:0. Im Finale war die Schonzeit für die Unterhachinger aber endgültig vorbei, fanden sie im SV-DJK Taufkirchen doch einen ebenbürtigen Gegner. Die hatten sich zuvor souverän gegen Grünwald durchgesetzt. „Lasst euch nicht unterkriegen“, rief Helmut Skodic immer wieder über den Platz. Allessandro Lucchetta nahm seinen Trainer beim Wort und schoss die Taufkirchner nach beeindruckender Vorarbeit von Daniel Skodic in Führung. Die Nervosität auf der Gegenseite war zum Greifen nahe. Der dribbelstarke Wirbelwind Slavko Stanojevic, im Halbfinale dreimaliger Torschütze, agierte immer verzweifelter. Noch dazu, weil Taufkirchens Torwart Maximilian Humpenöder mehrmals bravourös rettete. „Noch sechs Minuten“, murmelte Trainer Hoyer und hoffte auf den Ausgleich. Wenige Ballkontakte später war der Jubel über den Treffer zum 1:1 von Christos Chasiotis groß.

Und dann ging es zum Siebenmeter-Punkt, wo die Taufkirchener Hoffungen auf Maxi ruhten. Doch die Schützen agierten im Nervenkrimi eiskalt. Nach zehn Schüssen hatten sich beide Teams nur einen Fehlversuch geleistet. Tränen flossen dann aber nach dem neunten Anlauf der Taufkirchner. Daniel Reichle schoss den Ball übers Tor und Mancusi Salvatore machte anschließend den Unterhachinger Sieg im Herzschlagfinale perfekt.

Ein Trost bleibt den unterlegenen Taufkirchnern: Beide Finalisten treten im Bezirksfinale am 12. Juli an. Hoffnungen auf den Pokal darf sich aber nur machen, wer es ins Merkur CUP-Finale am 18. Juli schafft. In Arget konnten die Spieler der acht Teams die Trophäe bereits am Spielfeldrand bestaunen. Und das schien so manchen jungen Kicker zu beflügeln, selbst wenn in der ersten Turnierhälfte immer wieder dicke Regentropfen auf das Objekt der Begierde niederprasselten.

Während sich die Zuschauer mit Regenschirmen bewaffneten, ging der Kampf um das runde Leder unvermindert weiter und zum Finale lächelte schon wieder die Sonne. Nur Bernd Schwefel hätte sich einen nicht ganz so freundlichen Auftritt des Gastgebers gewünscht, zumindest auf dem Rasen. Denn der Trainer des SV Arget belegte mit seiner Mannschaft den letzten Platz. Die Enttäuschung streifte der Jugendtrainer nach einem spannenden Tag aber schnell von sich: „Es ist echt toll, dass wir als kleiner Verein den Merkur-Cup ausrichten konnten.“

Florian Unger

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