Kreisfinale München Nord - Die Gruppenzweiten machen das Rennen

Gabriel Kohler

Das Kreisfinale des Merkur CUP im Garchinger Seestadion, das mit Unterstützung von E.ON Bayern Vertrieb, Merkur Cup Ausrüster Uhlsport und Ensinger Mineral-Heilquellen über die Bühne ging, war das wohl spannendste aller Zeiten. Alle acht Mannschaften waren nahe dran und den meisten Teams fehlte nur ein Tor zum Halbfinale. Bezeichnend für das Turnier der Überraschungen war auch, dass am Ende mit Unterföhring und Lohhof die beiden Gruppenzweiten im Endspiel standen und zum Bezirksfinale fahren.

In der Gruppe A war der VfR Garching drei Spiele lang auf dem Weg ins Bezirksfinale und spielte beeindruckenden Fußball. Zwei Siege mit Bonuspunkt für das dritte geschossene Tor machten die Hausherren zu den Favoriten. Unterdessen leistete sich der SV Lohhof ein dramatisches Kopf-an-Kopf-Rennen um Platz zwei, Kirchheim holte sich den Bonuspunkt gegen Aschheim und Lohhof setzte sich durch das Remis im Derby gegen Garching durch.Aschheims Trainer Steffen Conrad stellte fest, dass sein Team an dem Tag nicht zur normalen Form fand. Für den Kirchheimer Trainer Thomas Jäkel war die Sache unterdessen klar: „Ein Tor fehlte zum Halbfinale und da hätten wir nur unsere Großchancen gegen Lohhof rein machen müssen."In der anderen Gruppe marschierte Dornach ohne Gegentor zu drei knappen Siegen. Dahinter schlug jeder jeden und am Ende hatten die Unterföhringer das beste Torverhältnis. Die Ismaninger hatten schwer zu kauen am 0:1 gegen Dornach, bei dem ein Siebenmeter in letzter Sekunde das Tor brachte und die FCI-Belegschaft das Foul außerhalb des Strafraums sah. Coach Andre Pedone freute sich, dass die Mannschaft nie aufgab. Der PSV-Trainer wusste auch, wo sein Team das Halbfinale verpasste: „Wir hätten im letzten Spiel gegen Ismaning nur 3:1 statt 2:1 gewinnen müssen."Und die Unterföhringer wussten irgendwie nicht so recht, wie ihnen geschah. Im Halbfinale dann setzte sich der FCU in einem extrem spannenden Match gegen Garching durch mit besagtem Hinterkopf-Siegtor (siehe eigenen Bericht). Garchings Trainer Klaus Zettl erklärte, dass sein Team eine tolle Vorrunde gespielt habe „und dann war Unterföhring einen Tick frischer", Hubert Oberrieder vom FCU sah es ähnlich: „Im Halbfinale gab die Kondition vielleicht den Ausschlag."Unterdessen konnten die Dornacher nach ihrer Vorrunde ohne Gegentor nicht an die Form dieser drei Gruppenspiele anknüpfen. Sie kamen nie ins Spiel und so marschierte Lohhof fast locker ins Bezirksfinale. „Wir sind hierher gekommen und haben mit dem Finale geliebäugelt", sagte später Alfons Schreier. Der Trainer nahm seinen Schützlingen auch nicht übel, dass anschließend im Endspiel die Luft heraus war. Beim Unterföhringer 3:1 im letzten Spiel des Tages gab es dann noch einmal eine herausragende Persönlichkeit mit Maick Antonio. Die schwarze Perle des FC Unterföhring machte mit seiner unfassbar feinen Technik zwei Traumtore zum 2:1 und 3:1. Nicht nur die Tore waren traumhaft, auch gejubelt wurde wie in der Bundesliga. Zum 2:1 gab es den Toni-Ohrschrauber und beim 3:1 den Flieger von Grafite.Nico Bauer

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