Wir trauern um unseren langjährigen Weggefährten Horst Winkler

"Hier und da blickt man neidisch auf den Merkur CUP"

Lesen Sie hier ein Interview mit Horst Winkler aus seiner Zeit als BFV-Vorsitzender (Bezirk Oberbayern), der im Alter von nur 67 Jahren viel zu früh von uns ging:

Sie sind Vorsitzender des Bayerischen Fußballverbands – Bezirk Oberbayern -. Was sind Ihre Ziele in Bezug auf den Jugendfußball?

Horst Winkler

Der Verband wird neue Jugendliche nicht unmittelbar ansprechen können. Wir werden daher alles tun, um den Vereinen möglichst gute Rahmenbedingungen zur Anwerbung, Beschäftigung und Ausbildung der Jugendlichen zu ermöglichen. Dabei reicht unser Angebot von praktischen und theoretischen Ausbildungshilfen bis hin zu einem umfassenden Angebot zur Abwicklung eines korrekten und fairen Spielbetriebes.

Welchen Stellenwert hat Ihrer Meinung nach der Merkur CUP im Jugendfußball?

Die Punktrunden sind Alltag, der Merkur CUP ist was Besonderes. Da wird auf einmal über das erzielte Ergebnis hinaus in Wort und Bild besonders berichtet, was einen Fußballer in dieser Altersklasse mächtig stolz macht.

Sind Sie mit der Entwicklung des Merkur CUP zufrieden?

Ja sehr. Das hohe Niveau der Einzelveranstaltungen, die den Merkur CUP auszeichnen, konnt über Jahre gehalten bzw. gesteigert werden.

Was hat für Sie die größere Bedeutung: die Auftaktveranstaltung oder das Turnier an sich? Warum?

Beides hat seinen Wert. Die Auftaktveranstaltung vermittelt Wertschätzung gegenüber Vereinsvertretern, Funktionären, Spielführern der Mannschaften und Sponsoren. Und das Turnier an sich macht allen Beteiligten sichtlich Spass.

Wo liegt Ihrer Meinung nach der besondere Kick für die Jugendlichen um am Merkur CUP teilzunehmen?

Wie oben schon erwähnt. Die Kinder stehen hier ganz anders im Fokus der Öffentlichkeit und spüren dies selbstverständlich.

Wird den E-Junioren mehr Anerkennung zuteil, wenn sie einmal an einem Endturnier teilgenommen haben?

Ich glaube, das hat weniger mit allgemeiner Anerkennung als mit dem bleibenden Erinnerungswert zu tun. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass ich schon viele Punktrunden in meiner aktiven Zeit vergessen habe,aber der Sieg bei einem internationalen Jugendturnier immer noch in strahlender Erinnerung ist.

Kann die Veranstaltung den Buben die Freude am Fußball spielen vermitteln?

In jedem Fall!

Bringt das Turnier dem Verband mehr interessierte Jugendliche in seine Clubs?

Dieser Effekt dürfte so nicht messbar sein, doch positive Berichterstattung und Beachtung der Jugendarbeit hilft immer weiter.

Muss sich der Verband in Zukunft Sorgen um die Altersklasse der 10- bis 12-jährigen machen?

Normalerweise nicht. Zum Fußball finden viele zwischen 6 und 10 Jahren. Erst mit 12, 13 oder älter kommt es darauf an, wie attraktiv der Jugendliche das Sportangebot Fußball findet.

Am Turnier nehmen über 400 Mannschaften jährlich teil. Wie schätzen Sie die Außenwirkung ein?

Dieses Turnier repräsentiert die Organisationskraft von Merkur und dem Bayer. Fußballverband und hat allein dadurch eine beachtliche Außenwirkung. Die Teilnehmerzahl allein spricht Bände!

Heuer steht die 16. Auflage des Merkur CUP an. Was wünschen Sie dem Turnier?

Einen interessanten Verlauf – und endlich wieder einmal Wetterglück beim Finale! Die vielen fleißigen Hände vom Merkur hätten sich das wahrlich verdient!!