Raiffeisen-Volksbank-Vorstand Failer über die Förderung des Fußballnachwuchs

„Wir stehen zum CUP und seinen Werten“

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Unterstützer des Jugendfußballs und Merkur CUP: Bernhard Failer, Vorstandsmitglied der Raiffeisen-Volksbank Ebersberg.

Die 26. Auflage des beliebten Merkur CUP kann heuer nicht über die Bühne gehen. Das Corona-Virus hat das weltweit größte E-Jugendturnier schon kurz vor seiner Auftaktveranstaltung in Unterhaching zum Erliegen gebracht

Keine Spiele, keine Finals, keine Siegerehrungen und Preisübergaben – auch die treuen, den Jugendfußball liebenden Sponsoren des Merkur CUP waren davon arg betroffen. Einer davon ist der Lokalsponsor im Kreis 04, die Raiffeisen-Volksbank Ebersberg.

Bernhard Failer ist als Vorstandsmitglied seit langen Jahren ein treuer Begleiter und Besucher des CUP. Der 48-Jährige hat unzähligen Mannschaften aus dem Landkreis schon zu ihren Erfolgen gratuliert und fesche Trikotsätze als Gewinn überreicht. Im Interview mit der Ebersberger Zeitung gibt der dreifache Familienvater Auskunft, darüber, warum ihm der Fußballnachwuchs so am Herzen liegt und sein Kreditinstitut weiterhin den Jugendfußball beim Merkur CUP fördert.

Herr Failer, was waren ihre ersten Gedanken, als Sie von der Absage erfahren haben?

Bernhard Failer: Ganz ehrlich? Oh, nein. Auch das noch.

Dass es keine „Road to Haching“, so der CUP-Slogan, gab, hat sie getroffen.

Ja, das war zu einem Zeitpunkt, als die Schulen gerade geschlossen wurden und auch der Sportbetrieb an sich eingestellt wurde. Die Absage war aber absolut richtig und alternativlos. Die Gesundheit geht ganz klar vor.

Als Vater und Fußballfan hat Sie es ja auch in der eigenen Familie sofort getroffen.

In der Tat, das war schon eine extreme Situation. Keine Schule, kein Fußball mehr für meine Buben, keine Sportschau mit aktuellen Spielen. Es ist alles ausgefallen oder hat nicht stattgefunden. Auf einmal ballt sich alles zuhause. Aber so ist es ja fast allen Familien gegangen. Das Corona-Virus trifft unsere Gesellschaft schon extrem hart.

Wie viele Blumen und Büsche sind im eigenen Garten seitdem dem Fußballspielen zum Opfer gefallen?

(lacht) Das verrate ich lieber nicht, meine Frau liest mit.

Wann glauben Sie, rollt der Fußball wieder?

Das ist schwierig zu beantworten. Da möchte ich nicht in der Haut der Politiker stecken, die das zu entscheiden haben. Ich hoffe nur so bald wie möglich. Vielleicht geht ja noch was vor den Sommerferien, vor allem in Sachen Jugendtraining. Ich weiß es wirklich nicht.

Aber Sie bleiben mit der Raiffeisen-Volksbank Ebersberg trotz der Absage heuer und im nächsten Jahr dem Merkur CUP treu?

Aber natürlich. Und das aus mehreren Gründen.

 Erklären Sie mir das.

Alleine schon wegen der Jugend. Wir wissen, wie wichtig und prägend Sport und der Fußball an sich sind. Die Kinder freuen sich auf den Merkur CUP, weil es ein besonderes Turnier ist, das nicht nur sportlich, sondern auch gesellschaftlich wichtig ist. Das habe ich bei meinen Kindern gesehen. Da will jeder mitmachen. Die Atmosphäre, die Preise, das ganze Drumherum ist schon klasse und sucht Seinesgleichen.

Sie sprechen damit auch das „Buch der Werte“ an?

Ja, das gehört auch dazu, eine tolle Idee. Fairness, Respekt, Disziplin, Freundschaft oder Gerechtigkeit sind nur allzu wichtig für unseren Nachwuchs. Das ist für uns als Sponsor eben auch wichtig. Wie gesagt, es ist ein Turnier, das man nicht nur nach Toren und Erfolgen bemessen kann.

Sind Sie darum auch so gern bei den Auslosungen und Turnieren dabei?

Ja, sowohl als Fußballfan, aber auch als Sponsor natürlich. Und ich weiß ja auch, was an organisatorischer Arbeit und Engagement bei den CUP-Verantwortlichen um Uwe Vaders dahinter steckt. Wir waren vor der Absage im März in Kontakt und sind derzeit weiter in regem Austausch.

Die Förderung des Fußballs ist Ihnen wichtig?

Ja. Uns macht es Spaß, vor allem die jungen Kicker zu fördern. Ich schau mir persönlich gerne die Spiele an. Ich erinnere mich beispielsweise an das Kreisfinale im Vorjahr in Pliening oder diverse Bezirksfinals im Landkreis, die wir als Sponsor begleiten durften. Da war alles geboten: Spannung, Fairness und gute Laune. Der Dank muss da auch an alle Eltern und Ehrenamtlichen gehen, die sich für den Fußball und den Nachwuchs einsetzen.

Deswegen hat die Raiffeisen-Volksbank so schnell zugesagt?

(lacht) Jein. Im Ernst: Wir haben uns schon intern beraten müssen, weil uns als Bank die Krise natürlich auch auf allen Ebenen trifft. Aber letztlich ging es ruckzuck. Wir stehen zum Merkur CUP und seinen Werten.

Die Nach-Corona-Saison wird ja zudem eine besondere . . .

Richtig. Wenn es klappt, wird es nächstes Jahr gleich zwei Turnier für die U 11-Jugend geben, nämlich die 26. und 27. Auflage für zwei unterschiedliche Jahrgänge. Und da gibt es schon noch einiges zu tun. Wir als lokaler Merkur CUP-Sponsor freuen uns schon jetzt darauf, Teil des besonderen Jahres zu sein. Und bis dahin sollte der Ball auch wieder rollen.

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