Tore wie am Fließband

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Mädchen von Röhrmoos/Schwabhausen treffen 23 Mal – Auch FFC Wacker in starker Form

Mädchen von Röhrmoos/Schwabhausen treffen 23 Mal – Auch FFC Wacker in starker Form

Die acht Finalisten, die am 20. Juli in Unterhaching um den Merkur CUP kämpfen, stehen fest. In der zweiten Vorrunde der Mädchen in Markt Schwaben überzeugten die 16 Mannschaften durch hochklassigen Fußball und Fairplay. „2000 gab’s hier erstmals ein Merkur CUP-Finale“, erinnerte sich Uwe Vaders an einen Julitag vor 19 Jahren im Markt Schwabener Sportzentrum zurück. Der Gesamtleiter des größten E-Jugend-Turniers der Welt weiß es noch ganz genau: „Damals wurde niemand anderes entdeckt als Thomas Müller.“ Auch weitere Bundesligagrößen wie Mats Hummels oder die Bender-Zwillinge nahmen bereits am Merkur CUP teil, der in diesem Jahr seinen 25. Geburtstag feiert. Seit 2013 dürfen auch die oberbayerischen Mädchenmannschaften um die begehrte Trophäe kämpfen.

Der Bedeutung und Historie sind sich die jungen Spielerinnen bereits bewusst: „Ich finde, dass der Merkur CUP ein sehr wichtiges Turnier ist“, sagt beispielsweise Maria Wagner von der SpVgg Markt Schwabener Au, „man sollte schon sehr ehrgeizig sein, aber trotzdem noch fair spielen.“ Die 10-Jährige und ihre Mitstreiterinnen gingen am Sonntag mit bestem Beispiel voran. Die Gastgeber wurden gemeinsam mit der SG Penzberg mit dem Fairnesspreis ausgezeichnet und erhielten neben Medaillen und Fairplay-Trikots auch die Möglichkeit, eine Reise nach Italien zu gewinnen, um ein Spiel gegen ein Mädchenteam des FC Bologna zu bestreiten „Es wird schwer, die fairste Mannschaft zu bestimmen“, mutmaßte Vaders noch zu Beginn, letztlich sei es aber „ziemlich eindeutig“ gewesen.

Leichtfüßig umkurvt Penzbergs Lea Soyer (l.) ihre Markt Schwabener Konkurrentin Emma Igel.

Eindeutig war es bei schweißtreibenden Temperaturen meist auch auf den beiden Plätzen. So ließ der FFC Wacker München keinen Zweifel daran, dass der Rekordsieger auch in diesem Jahr wieder ein heißer Kandidat auf den Titel ist. Das Team von Sabrina Gahr überzeugte mit flüssigem Kombinationsfußball und gewann nicht nur alle drei Spiele, sondern holte sich auch noch in jeder einzelnen Begegnung einen Sonderpunkt für die hohe Anzahl erzielter Tore.

„Wir sind sehr zufrieden, wie das Turnier gelaufen ist“, erklärte die Trainerin im Anschluss.. Die Favoritenrolle für das Finale in Unterhaching wollte sie allerdings nicht so recht annehmen: „Da ist noch alles offen“, schätzt Gahr, „aber wir haben auf jeden Fall vor, zu gewinnen.“

Auch die anderen drei Gruppen wurden meist von einer Mannschaft dominiert. Der FC Fasanerie-Nord erzielte nicht nur 17 Treffer in den drei Spielen der Gruppe zwei, sondern blieb auch noch als einziges Team ohne Gegentor. Die SG SpVgg Röhrmoos/Schwabhausen brachte die Kugel sogar 23 Mal im Netz unter und schoss damit im Schnitt über sieben Tore pro Partie. Für die SG Penzberg, die 19 mal traf, reichte es nur zu Platz zwei.

Neben den genannten Teams qualifizierten sich außerdem die SpVgg Markt Schwabener Au, der SC Baldham-Vaterstetten, SV Pullach und TSV München-Milbertshofen für die Finalrunde. SpVgg-Geschäftsführer Ulf Schulmeyer zeigte sich zufrieden. „Durchweg positiv alles“, lautete sein Fazit, „die Helfer haben super mitgeholfen und jeder hat mit angepackt.“

„Wir hatten ganz hervorragende Ausrichter“, lobte CUP-Gesamtleiter Uwe Vaders das Team um Schulmeyer auch für dessen Flexibilität. Ein Helfer musste am Nachmittag nämlich kurzer Hand selbst zur Pfeife greifen, weil einer der Schiedsrichter nicht erschienen war.

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