Beurer Gastgeber pflegen die weiße Weste

Der Ball rollt wieder zur Turnierserie um den Merkur CUP 2018. Rund 430 Mannschaften kämpfen im größten Turnier der Welt für E-Junioren um den großen Pott. In die vier Vorrundenturniere messen sich am Samstag die zwölf Teams aus dem Bereich des Tölzer Kurier in Benediktbeuern.

 Logisch, dass alle das Kreisfinale des Tölzer Kurier am kommenden Samstag, 5. Mai, erreichen wollen, doch die meisten Trainer der kleinen Kicker übertrumpfen sich förmlich im Tiefstapeln: Ein jeder schiebt die Favoritenrolle in den vier Dreiergruppen weit von sich. Dabei würde im Normalfall ein einziger Sieg reichen, um ins Kreisfinale aufzusteigen.

Die Ausnahme im Chor der Tiefstapler ist Gerald Dittmar, Trainer des gastgebenden TSV Benediktbeuern: „Unser fester Plan ist, dass wir auf jeden Fall in die zweite Runde kommen wollen.“ Kein Wunder, haben die Minikicker aus dem Klosterdorf doch in der Punktrunde vor dem Winter noch klar Platz eins belegt. So sagt der Coach auch selbstbewusst: „Wir haben vor keiner Mannschaft im Landkreis Angst und wollen mit zwei Siegen und weißer Weste ins Kreisfinale einziehen.“

Als Opfer hat Dittmar dabei die rot-weißen Tölzer und den SC Gaißach auserkoren, die mit den Beurern in der Gruppe A ab 11 Uhr um Tore und Punkte kämpfen. Auch Gaißachs Coach Edi Hanakam lässt keinen Zweifel daran, dass die Favoritenrolle bei den Gastgebern liegt: „Der zweite Platz ums Weiterkommen wird sich wohl zwischen Rot-Weiß und uns entscheiden. Da sind wir auf Augenhöhe.“ Freilich weiß er, dass das nicht einfach wird, da über die Hälfte seines Teams aus dem jüngeren Jahrgang 2008 besteht.

Vor dem selben Problem steht Stefan Rother, Trainer der rot-weißen E-Junioren: „Die Entscheidung wird gegen Gaißach fallen.“ Allerdings könnte er auch mit einer Niederlage leben: „Dann sammeln die Buam halt Erfahrung für das Turnier im nächsten Jahr.“

In der Gruppe B müssen sich der SV Sachsenkam, der TSV Dietramszell und der SV Bad Heilbrunn auseinandersetzen. Hier haben vermutlich die kleinen Kicker aus dem Loisachtal die besseren Karten. Der HSV erreichte in der Punkterunde Platz vier und hat mit Felix Scherer, Hannes Bauer und den Brüdern Luis sowie Marius Schwarzmann überdurchschnittlich talentierte Kicker in seinen Reihen. „Damit sollten wir zumindest die erste Runde gut überstehen“, sagt Coach Andreas Klora.

Als „höchstes der Gefühle“ sieht Sachsenkams Markus Philippski das Erreichen des Kreisfinales an: „Ich habe nur acht Spieler, und davon spielt die Hälfte auch noch Eishockey oder fährt Ski. Ein ständiger Kampf.“ Auch Thomas Thenikl, Coach des TSV Dietramszell, sieht nicht viele Chancen, die Vorrunde zu überstehen. Seine Schützlinge haben in der Punktrunde ziemlich schwach abgeschnitten. „Aber meine Jungs sind hoch motiviert und wollen unbedingt ins Kreisfinale einziehen“, berichtet der Trainer. Insgesamt freut er sich deshalb auf die „schöne Herausforderung“, im Merkur CUP auch gegen andere Mannschaften antreten zu können, „auf die wir im Ligabetrieb sonst nicht treffen“.

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