Kreisfinal-Ticket im letzten Moment

+
Enge Partie: Am Hart (schwarz-blau) gegen Arcadia.

Gern im Schlussspurt zum Gruppensieg – Auch Stern, Haidhausen und Amicitia weiter – Kreis 16: Finale am 25. Juni

Drei Vorrundenturniere waren nötig, um die acht Teilnehmer für das Kreisfinale des Merkur CUP in Kreis 16 (München Stadt, Nord/Ost) zu ermitteln. Ausgetragen wird dieses Kreisfinale nun am 25. Juni beim FT Gern. Einen Tag nach seinem letzten Spiel hatten sich am Sonntag auch die E-Junioren von Lahms Heimatklub dafür qualifiziert. Im entscheidenden Gruppenspiel um den Einzug in die nächste Runde schlug Michael Roths U11 des FT Gern den SV Türkgücü-Ataspor 4:2 und sicherte sich das letzte Ticket für das Kreisfinale. Auch der FC Stern, die SpVgg 1906 Haidhausen und der SC Amicitia können sich nun darauf vorbereiten. Die Ausrichter des FC Phönix dagegen mussten punktlos die Segel streichen.

Gut aufgepasst: Türk-Ataspor-Coach Burak Gök.

Schon im Vorjahr hatte sich 1906 Haidhausen für das Kreisfinale qualifiziert. Dass dieser Erfolg nun wiederholt werden konnte, ist vor allem für Trainer Sebastian Bracher eine stolze Leistung. Betreut der 24-Jährige doch nicht nur die E-Junioren des Klubs, sondern auch die erste Mannschaft, mit der er zwei Runden vor Schluss noch um den Bezirksliga-Aufstieg kämpft. Einer seiner Spieler dort ist Daniel Höpfinger, mit dem er zugleich eng befreundet ist und die U11 trainiert. „Seit Kindertagen“ sind die beiden laut dem 26-jährigen Höpfinger dicke Kumpels, die Zusammenarbeit funktioniere aber auch deshalb so reibungslos, „weil wir beide sehr emotional sind und für den Fußball leben“, wie Bracher erklärt. Wegen eines Meniskusrisses kann der ehemalige Unterhachinger selbst seit September nicht aktiv mithelfen, „sechs Tage die Woche“ verbringt er dennoch auf dem Fußballplatz. Seine Freundin Malu steht daneben und lächelt verständnisvoll: „Ich wusste ja von Anfang an, auf was ich mich da einlasse.“

Das wusste auch Burak Gök, als er sich vor zweieinhalb Jahren als U-11-Trainer des SV Türkgücü-Ataspor zur Verfügung stellte. Sein Sohn Batuhan hat dabei kein leichtes Los. Gök selbst hatte seine hoffnungsvoll gestartete Karriere mit nur 23 Jahren wegen eines irreparablen Knorpelschadens beenden müssen. Heute betreibt er eine Detektei, zudem übernimmt er im Sommer die Vereinsgaststätte des MSV Bajuwaren. Seine komplette Mannschaft nimmt er dorthin mit, dem eigenen Sohn allerdings möchte er „das gleiche Schicksal ersparen“, mit Anfang 20 ohne Ausbildung dazustehen. Der TSV 1860 sei an Batuhan interessiert, sagte der Vater, über einen Wechsel solle der Sohn „selber entscheiden“. Zunächst schmerzte beide das Aus in der Merkur-CUP.

Haliti Miftar und Hatsis Achilles zogen unterdessen mit ihrem Team ins Kreisfinale ein. Beide sind stolze Väter und bilden das Trainerduo des SC Amicitia. Mit dem Kreisfinal-Ticket hätten sie durchaus gerechnet, wie sie berichten, „in der Mannschaft steckt viel Potenzial“.

Weitere Artikel

FC Stern: Visionen eines Trainertalents

Auch wenn sich sein Team im abschließenden Gruppenspiel gegen den SV Am Hart mit einem torlosen Remis begnügte, stellten Rafael Jantschers E-Junioren …
FC Stern: Visionen eines Trainertalents

Celinkayas Ziel: Die Ehefrau übertreffen

Die Trainer-Freunde Ilhan und Ender trumpfen mit den Buben vom SV Am Hart auf – auch Lahms FT Gern weiter
Celinkayas Ziel: Die Ehefrau übertreffen

Mit 30 schon Trainer-Routinier

Andreas Wenzels SV Olympiadorf-Concordia trotzt den Missständen
Mit 30 schon Trainer-Routinier

Kommentare