Ali für alle

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Tapfer gewehrt: Der MTV (vorne) gegen 1860.

Die beiden Interimscoaches Güven und Inan jubeln mit ihrem MTV

Neben Ausrichter DJK Pasing, dem FC Ludwigsvorstadt, auf dessen Anlage das Münchner Kreisfinale am 23. Juni stattfindet, und Favorit TSV 1860 qualifizierte sich am Sonntag in der 2. Vorrunde des Kreises 15 im Merkur CUP auch der MTV 1879 München für jenes Kreisfinale. Nach einem 0:7 zum Auftakt gegen den talentierten Nachwuchs der Münchner Löwen feierten die E-Junioren des MTV zwei Siege über den SV Planegg-Krailling (1:0) und den SV München-Laim (3:2) und buchten so das Kreisfinal-Ticket. Trainert werden die MTV-Junioren von den beiden Spielervätern Ali Güven und Birol Inan. Vor zwei Jahren hätte der bis dahin tätige Coach seinen Posten aus familiären Gründen räumen müssen, erzählt der 44-jährige Güven. Das Team seines Sohnes stand plötzlich ohne Trainer da, der Verein habe ihn und Inan schließlich darum gebeten, den Job zu übernehmen. Güven willigte ein, betont aber, dass „wir immer noch einen Trainer suchen“. Die Erleichterung ist ihm anzumerken, dass man dabei für die nächste Saison fündig geworden zu sein scheint. Er selbst werde dem Team als Co-Trainer weiter erhalten bleiben, betont der engagierte Spielervater.

Seit 15 Jahren ist der aus Istanbul stammende Güven mittlerweile in München, sein Deutsch ist ausgezeichnet. Dennoch erläutert er bescheiden, wie schwierig es oft sei, „den Jungs die Dinge richtig zu erklären“. An mangelnden Sprachkenntnissen liegt es freilich nicht, dass er den Siegtreffer im zweiten Gruppenspiel gegen Planegg-Krailling seinem Sohn Berkcan zuspricht, von diesem jedoch umgehend korrigiert wird: „Das war ein Eigentor, Papa.“ Selbst beim 0:7 gegen 1860 hätte seine Mannschaft „in der ersten Halbzeit eigentlich ganz gut gespielt“, so Güven gnädig, gegen robuste Gegner aber sei man „körperlich zu schwach“. Was seine Spieler nicht davon abhielt, den Trainer mit dem Erreichen des Kreisfinals „glücklich“ zu machen.

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