„Wir geben das Geld lieber für die Kinder aus“

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Neuheiten zum 25. Merkur CUP: Organisationschef Uwe Vaders (l.) beim Treffen mit den Vereinsvertretern.

Auslosung zum 25. Merkur CUP: Neuer Ball, neuer Modus und ein überarbeitetes „Buch der Werte“

Der Merkur CUP feiert Jubiläum. Das wohl weltweit größte Fußballturnier für E-Junioren-Mannschaften wird in diesem Jahr zum 25. Mal ausgetragen. Jetzt wurden beim TSV Grasbrunn die Gruppen für die Vorrundengruppen im nördlichen Landkreis ausgelost (siehe unten). Ausgespielt wird die Vorrunde im Kreis 13 am Mittwoch, 1. Mai, beim TSV Grasbrunn. Das große Finale steigt am Samstag, 20. Juli, im Unterhachinger Sportpark – sowohl für die Buben als auch für die Mädchen. Passend dazu ist SpVgg-Präsident Manfred Schwabl Schirmherr des in Oberbayern extrem beliebten Turniers.

Ein Vierteljahrhundert Merkur CUP – das klingt nach viel Routine, doch Merkur CUP-Boss Uwe Vaders und sein Organisationsteam sind immer wieder für Neuheiten und Überraschungen gut. Im Rahmen der Auslosung im Grasbrunner Vereinsheim erklärte er den anwesenden Vereinsvertretern einige Neuerungen im Jubiläumsjahr.

Losfee: Franziska Raabs-Gast, Jugendleiterin beim TSV Grasbrunn, zieht die Kugeln.

Ersatzlos gestrichen wurde heuer die Auftaktveranstaltung, zu der der Münchner Merkur bisher die fast 400 Vereine ins Pressehaus eingeladen hatte. Als Grund nannte Vaders das mangelnde Interesse der Vereine. Zuletzt seien immer weniger Jugendleiter und Trainer gekommen, „stattdessen irgendwelche Vertreter oder Freunde, die gerade Zeit hatten“. So eine Auftaktveranstaltung, zu der regelmäßig ehemalige Fußballweltmeister wie Guido Buchwald oder Stefan Reuter eingeladen waren, habe eine Vorlaufzeit von zwei Monaten und kostet laut Vaders „minimum 25 000 Euro. Dieses Geld geben wir lieber für die Kinder aus und stecken es in die Preise“. Unter anderem bekommt heuer jede Mannschaft neben den 16 T-Shirts (14 für die Kinder, zwei für die Trainer) noch einen Spielball vom Sponsor Macron. Kurios: In den vergangenen Jahren, so erzählte Vaders, habe sich die Chemie der Haut von Nike- Sportschuhen mit der Balloberfläche nicht vertragen. Ball und Schuhe hätten sich regelrecht verklebt. Die Kinder seien am Ball hängen geblieben. Um die Gefahr zu bannen, habe Macron Bälle mit einer mikroartigen Noppenstruktur entwickelt. „Das fördert den Spielfluss“, sagt Vaders.

Viel Wert legte der Merkur CUP-Chef in seiner Auftaktrede auch auf das vollkommen neu überarbeitet „Buch der Werte“, das im Mai erscheinen wird. Dieses Buch war zusammen mit dem Fairnesspreis erstmals 2011 ins Leben gerufen worden. Dabei macht der Merkur CUP-Chef deutlich, dass es in der Regel nicht unbedingt die Kinder sind, die sich hin und wieder daneben benehmen: „Es sind nicht die Kinder, denen man etwas beibringen muss, sondern oft die Eltern.“ Ein Beispiel aus Miesbach: Dort, so erzählt es Vaders, war eine Spielermutter mit der Entscheidung des Schiedsrichters so gar nicht einverstanden. „Sie rannte aufs Spielfeld zum Schiedsrichter – und hat ihn gewürgt.“

Die sportliche Spannung fördert die Entscheidung, wonach die Bezirksfinals erst ausgelost werden, nachdem alle Kreisfinals gespielt werden. Es sei nämlich durchaus vorgekommen, dass Mannschaften lieber nur Zweiter in ihrem Kreisfinale werden, um dem FC Bayern, dem TSV 1860 oder der SpVgg Unterhaching aus dem Weg zu gehen. Und auch die großen drei würden nicht mehr ge-setzt, sondern könnten in eine Gruppe gelost werden, „und dann scheidet eben einer auch mal vorzeitig aus“, erklärt Uwe Vaders. Spannung ist also auch bei der 25. Auflage des Merkur CUP garantiert. Gruppeneinteilung

Vorrunde Kreis 13, 1. Mai in Grasbrunn (Beginn: 13.30 Uhr)

Gruppe A: TSV Haar, TSV Feldkirchen, VfR Garching, SV Heimstetten.

Gruppe B: Putzbrunner SV, FC Phönix Schleißheim, SV Lohhof.

Gruppe C: SC Grüne Heide, FC Ismaning, Kirchheimer SC.

Gruppe D: SV Dornach, FC Aschheim, TSV Grasbrunn, FC Unterföhring.

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