Voller Einsatz in Weyarn

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Ein enges Match lieferten sich der TSV Bad Wiessee (in Blau) und der TSV Schaftlach. Am Ende hieß es 2:2.

Muttertag, Trachtenvereins-Verpflichtungen und richtiges Sauwetter waren nicht unbedingt die perfekten Voraussetzungen für einen schönen Fußballtag auf der Weyarner Sportanlage.

Doch was die Verantwortlichen des TSV und deren Gäste draus machten, war ein rundum gelungenes Turnier am Auftaktwochenende des 25. Merkur CUPs im Landkreis. Einen Tag nachdem bei den Sportfreunden Fischbachau die ersten Teilnehmer für das Gruppenfinale am 25. Mai in Otterfing ermittelt worden waren, traten im Klosterdorf 14 weitere Teams an. 13 aus dem Landkreis sowie der SV Arget, der kurzerhand umgruppiert worden war, weil sowohl im zuständigen Landkreis München, als auch im Oberland eine ungerade Teilnehmerzahl gemeldet hatte.

Nicht zu halten war der Schuss der SF Föching (in Blau) für Miesbachs Torhüter. Dennoch steht der SV als Gruppensieger im Gruppenfinale. In Otterfing sind aber auch die Föchinger dabei.

Die teilweise noch sehr kleinen Buben aus Arget hatten es schwer gegen die Etablierten, kämpften aber auch bei zweistelligem Rückstand unverdrossen. Dabei war Arget nicht die einzige Mannschaft, die Unterstützung aus der F-Jugend brauchte. So musste auch beim SC Wörnsmühl ein Kleiner ran, und dennoch reichte es nicht zur vollen Mannschaftsstärke. Umso höher ist die Leistung des Mini-Teams zu bewerten, das sich gegen Weyarn und Miesbach stark behauptete, jeweils nur knapp unterlag (0:1, 0:2) und sich umso mehr über den Punktgewinn gegen Föching freute. Auch der FC Rottach-Egern war durch ein gleichzeitig stattfindendes Preisplattln des Trachtler-Nachwuchses empfindlich dezimiert und chancenlos in der Gruppe D.

Aufregend hatte der Tag in der Gruppe C begonnen, in der wieder einmal der SV Miesbach mit seiner Spielweise besonders gefiel. Wie schon in den Vorjahren setzten die Kreisstädter auch diesmal auf spielerische Akzente. Wie schwer man es damit im Merkur CUP mit seinen kurzen Spielfeldern bisweilen haben kann, zeigte sich im Auftaktmatch gegen die SF Föching, die traditionell auf weite Abschläge und Befreiungsschläge setzten. Zwei Mal waren die Sportfreunde in Führung gegangen, zwei Mal glich Miesbach aus, und alle Freunde des schönen Fußballs freuten sich, als dem SV der 3:2-Siegtreffer gelang.

Die beiden Bezirksfinalisten von 2017 gingen mühelos in die nächste Runde, wohin sie der TSV Weyarn begleiten wird, der im Vorjahr auf eigenem Platz das Bezirksfinale spielen durfte. Weyarn hatte neben einem knappen, glücklichen Sieg gegen Wörnsmühl ein schönes, ausgeglichenes Spiel gegen Miesbach mit 2:1 für sich entschieden. Das unglückliche Eigentor gegen Föching war schnell vergessen.

Nicht aufgeben, auch wenn es noch so regnet: Waakirchens Trainer motiviert seine kleinen Kicker.

„Wir sind in der nächsten Runde, alles gut“ resümierte ein zufriedener Weyarner E-Junioren-Trainer JulianDürr, der – wenn er nicht als Coach am Spielfeldrand stand – zusammen mit Jugendleiter Michael Hub, Toni Zwickl, Herbert Seidl und Julius Zinke die Partien leitete. „Durch die Bank waren es sehr faire Spiele“, freute sich Zinke, der sein Pfeifferl auch zur 25. Runde des Merkur CUPs wieder ausgepackt hatte. Kein Jahr, seit das weltgrößte E-Junioren-Turnier veranstaltet wird, in dem der 82-Jährige von der SG Hausham nicht im Einsatz gewesen wäre. Nicht immer sei die Atmosphäre so entspannt und sportlich gewesen, wie am Sonntag in Weyarn, wo man statt Sonnenschirmen Regen-Unterstände und Heizpilze aufgestellt und zum Obst heißen Tee für die Kinder ausgeschenkt hatte.

Den Schwung vom Kantersieg gegen Waakirchen am Freitagabend im Meisterschaftsspiel nahm der TSV Bad Wiessee mit in den Merkur CUP und qualifizierte sich mit dem TSV Schaftlach und der DJK Darching für die nächste Runde. Zwei Dreiergruppen komplettierten am Nachmittag den Spieltag. Auf dem rechten Spielfeld schien der SV Waakirchen alles klar zu machen, doch weder der TSV Schliersee noch die SF Gmund steckten auf, und beide drehten ihre Spiele und holten am Ende die Punkte. Auf dem linken Feld indes standen sich mit Warngau und Holzkirchen zwei alte Merkur-CUP-Bekannte gegenüber, wobei Vinzenz Schulers frühes Tor dem TuS die nötige Ruhe gab, das Auftaktspiel samt Offensivpunkt für sich zu verbuchen.

VON HEIDI SIEFERT

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