Spannende und faire Spiele

Beim Gruppenfinale des 25. Merkur CUP, des größten E-Junioren-Turniers der Welt, gab es sowohl Favoritensiege als auch faustdicke Überraschungen. Bei den turniererprobten Otterfingern lief alles reibungslos – wären da nicht Regenschauer und eine Gewitter-Unterbrechung gewesen, hätte es nichts auszusetzen gegeben.

So sollte Nachwuchsfußball sein. Einen ganzen Nachmittag lang war die Sportanlage am Otterfinger Nordring Austragungsort der Gruppenfinali beim 25. Merkur CUP des Kreises Miesbach. Und wären da nicht der ein oder andere Regenschauer sowie eine Gewitter-Unterbrechung gewesen, es hätte nichts zu mäkeln gegeben.

Während die Kinder auf dem Platz spannende, faire Spiele zeigten, herrschte – wie schon in den Vorrundenspielen in Fischbachau und Weyarn – auch auf der Tribüne entspannte Atmosphäre. Am Ende gab es Favoritensiege wie auch faustdicke Überraschungen. Jeweils die beiden Gruppenersten dürfen nun am kommenden Sonntag, 2. Juni, beim TuS Holzkirchen zum Kreisfinale antreten.

Lautstarke Unterstützung gab es von den zahlreichen Zuschauern.

Aus dem Leitzachtal die SF Fischbachau, aus dem Schlierachtal FC Hausham und SV Miesbach, vom Tegernsee der TSV Bad Wiessee, aus der Landkreis-Mitte der TSV Weyarn und für den Norden DJK Darching, SV Warngau und TuS Holzkirchen, das sind die acht Vereine, die sich heuer besonders gut in Szene setzen konnten und mit ihrer Mischung erneut bestätigten, dass die Jahre des klaren Nord-Süd-Gefälles Geschichte sind.

Begonnen hatte der lange Fußballnachmittag mit dem Holzkirchner Ortsderby in der Gruppe A, und wenngleich der TuS von Anfang an drückte, sollte es bis in die zweite Halbzeit dauern, ehe der erlösende Treffer fiel. Vielfach hatte der glänzend aufgelegte Föchinger Torhüter Gelegenheit zu sehenswerten Paraden: Mal fischte er den Ball gerade noch von der Linie. Am Ende gab es ein knappes 1:0, das weniger den Spielverlauf als den Charakter des Merkur CUP widerspiegelte.

Drüben auf Feld eins indes war seelischer Beistand gefragt, als einer der tapferen Parsberger nach dem knappen 1:2 gegen Fischbachau untröstlich vom Platz schlich. In der zweiten Begegnung schien es für den SV besser zu laufen, doch das schnelle Tor gegen Föching sollte keinen Bestand haben. Und als die tapferen Burschen von Karl Popp zum Abschluss gegen die Holzkirchner aufs Feld gingen, hatte sich die nach dem 12:0 gegen Fischbachau schon richtig in Laune gespielt. 10:0 war der Endstand im Spiel des Gruppenersten gegen das Schlusslicht, während nebenan die Leitzachtaler jubelten.

Die hatten die empfindliche Niederlage rasch weggesteckt und qualifizierten sich mit einem 2:0 über Föching ebenfalls fürs Kreisfinale. Mit 32 von 74 Treffern des Tages. Auch in Sachen Extrapunkte für mindestens drei erzielte Treffer hatte Gruppe A die Nase vorn. In B und D gab es zweimal Offensiv-Boni, während sich Gruppe C minimalistisch gab. Nur zehn Treffer erzielte das Quartett SG Hausham 01, TSV Schaftlach, TSV Weyarn und SV Warngau insgesamt. Die torreichsten Begegnungen endeten 2:1.

Vor dem ein oder anderen Regenschauer mussten sich die Fußballer mit großen Regenschirmen schützen.

Unter anderem das Auftaktspiel der Warngauer, die mit einem alten Bekannten angetreten waren. Sepp Freundl hatte die Burschen unter seinen Fittichen und führte sie mit seiner ruhigen, besonnenen Art zu zwei Siegen und einem Unentschieden. Ruhig und unaufgeregt setzten sie sich an die Tabellenspitze.

Torreich eröffneten Miesbach und Schliersee die Gruppe B, in der sich die Kreisstädter ungefährdet ihren ersten Sieg holten. Nach zwei gewonnenen Matches ging es für den SV zuletzt gegen die DJK Darching, die mit zwei Unentschieden verhalten begonnen hatte, sich nun aber mit einem schnellen Treffer in Führung brachte. „Auf geht‘s, Buam, auf geht‘s jetzt“, feuerten die Miesbacher ihre Spieler an, doch die DJK sollte die Oberhand behalten und am Ende durften sich beide über den Einzug ins Kreisfinale freuen.

Vorjahres-Bezirksfinalist Bad Wiessee behauptete nicht nur gegen Gmund die Vorherrschaft am Tegernsee. Nach Erfolgen in allen Matches war er auch diesmal eine Runde weiter. Mit ihm die kleinen Haushamer, mit denen man im Auftaktmatch noch gemeinsam pausieren musste, als ein Gewitter gefährlich nahe kam.

Abgesehen von diesem nicht planbaren Ereignis lief alles reibungslos bei den Turnier erprobten Otterfingern, denen Jugendleiter Markus Stutz für ihren Einsatz dankte. „Wir haben so viele Helfer, das passt alles gut“, freute er sich. Einziger Wermutstropfen: Das eigene Team blieb auf der Strecke. „Schade, aber so ist Fußball.“

VON HEIDI SIEFERT

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