Mit Leidenschaft und Fairness

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Hält der Keeper diesen Schuss? Fischbachaus Torwart hatte gegen den SV Miesbach (in Rot) viel zu tun. Das Team aus der Kreisstadt schaffte es als Zweitplatzierter ebenfalls ins Kreisfinale.

Aussicht aufs Kreisfinale spornt alle Mannschaften an – Brezenherzen für die Spielermamas

Mit einem echten Fußballfest ging der Merkur CUP 2017 im Landkreis in die zweite Runde. Bei – entgegen aller Prognosen – optimalem Fußballwetter trafen sich in Föching die zwölf besten Teams aus den Vorrundenturnieren in Hausham, Wall und Rottach-Egern, um vor großer Zuschauerkulisse die Qualifikanten für das Kreisfinale zu küren. So manches Frühstück dürfte am Sonntag aus Vorfreude der Nachwuchskicker nicht ganz so entspannt verlaufen sein.

Kaum erwarten konnten es die Mädchen und Burschen, endlich auf den Platz zu dürfen. Den hatten die – unter anderem von zahlreichen Kindergartenturnieren im Organisieren erprobten Sportfreunde – mit gewohntem Engagement so vorbereitet, dass einem erlebnisreichen Fußballtag nichts im Weg stand. Nach der Begrüßung und Vorstellung der Mannschaften durch Jugendleiter Harry Schwabe, der als Stadionsprecher Spieler und Publikum auf dem aktuellen Stand hielt, durften die Spieler endlich ran.

Zuerst waren der SV Miesbach gegen die SF Fischbachau und parallel der TSV Otterfing gegen den TSV Weyarn dran. Während sich Weyarn knapp mit 1:0 durchsetzte, lief das Match nebenan recht eindeutig für die Kreisstädter, die sich beim 4:1 gleich noch den Zusatzpunkt für mindestens drei erzielte Treffer holten. In den Gruppen C und D eröffneten Wörnsmühl und Föching sowie Schliersee und Holzkirchen den Vergleich. Sehr erfreut zeigte sich Föchings Trainer Roman Tomke über das 2:0 seines „sehr, sehr jungen Teams“ zum Auftakt. Mit geschlossener Mannschaftsleistung legten die SF hier den Grundstein für die Qualifikation zum Kreisfinale. Damit habe man nicht unbedingt gerechnet, jedoch freue er sich nun umso mehr, am nächsten Samstag wieder dabei zu sein. „Wir waren richtig im Freudentaumel.“

Parallel lief eines der spannendsten Spiele des Tages, bei dem sich der TSV Schliersee und der TuS Holzkirchen nichts schenkten. In dem Match setzte sich zuletzt mit den Grün-Weißen die spielerisch bessere Mannschaft mit 4:3 gegen die kampfstarken Schlierseer durch, was TuS-Trainer Marc Schmidtpeter erleichtert aufatmen ließ. Das zweite Spiel gegen den SC Wall war nur noch Formsache. Es endete 9:1, und Schmidtpeter lobte seine Burschen: „Das war richtig stark gespielt.“

Groß war die Freude bei den Sportfreunden Gmund, die nach zwei klaren 4:1-Erfolgen über Fischbachau und Miesbach mit weißer Weste und Maximalpunktzahl die Gruppe A gewannen und ins Kreisfinale einzogen – mit ihnen der SV Miesbach als Gruppenzweiter. „Wir haben gut gespielt“ lobte ein trotz der Niederlage gegen Gmund zufriedener Joki Maier seine Mannschaft. „Jetzt freuen wir uns aufs Kreisfinale.“

Dort wird auch der SV Warngau auflaufen, der es nach Siegen gegen Föching (2:1) und Wörnsmühl (3:0) der Erfolgsmannschaft vom Vorjahr gleich tat. Ein weiterer Topfavorit war mit dem FC Rottach-Egern ans Fichtholz gereist, und auch der hatte keine Mühe, sich mit klaren Erfolgen gegen Weyarn (3:0) und Otterfing (7:3) den Gruppensieg zu holen. Ins Kreisfinale begleitet ihn nach einigen Jahren der Abstinenz der TSV Weyarn.

Auffällig war, wie ergebnisorientiert die Spiele mitunter geführt wurden. Nicht selten landete ein weiter Abschlag direkt im gegnerischen Strafraum, wo schon ein Stürmer auf seine Chance lauerte. Das war dem Wunsch geschuldet, möglichst weit zu kommen. Schöner, mannschaftsdienlicher Fußball hat es da traditionell schwer. Warum könne man nicht bei einem so renommierten Turnier wie dem Merkur-CUP versuchen, die Spielkultur zu fördern, indem lange Abschläge über die Mittellinie nicht erlaubt würden, sinnierte Miesbachs Joki Maier.

Auch wenn die vier Teams, für die im Vorrundenfinale Endstation war, etwas traurig vom Platz gingen, so zogen zuletzt doch alle ein positives Fazit nach einem harmonischen und sehr fair verlaufenen Turnier. Besonders durften sich an diesem Tag die Mamas freuen. Über die Leistungen ihrer sportbegeisterten Kinder sowieso. Aber zusätzlich auch noch über einen besonderen Gruß vom Veranstalter. Zum Muttertag gratulierten die SF Föching den Spielermamas mit knusprigen Brezenherzen samt Grußnote.

Eine Woche bleibt den Kreisfinalisten nun zur Vorbereitung. Dann gastiert der Merkur CUP auf der Anlage des TuS Holzkirchen. Dort werden neben den Gastgebern die Teams aus Miesbach, Gmund, Warngau, Föching, Rottach-Egern und Weyarn um die beiden Tickets fürs Bezirksfinale kämpfen. Anpfiff für die nächste Etappe auf dem Weg nach Warngau ist am Samstag, 20. Mai, um 11 Uhr.

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