„Es geht nur miteinander“

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Unter einer Schneedecke lag der Fußballplatz des SC Wall am Samstagvormittag.

SC-Wall-Vorsitzender und Trainer verärgert über späte Absage – Vorrunde findet kommenden Samstag statt

Am Wochenende hätte die Vorrunde des Merkur CUPs 2017 im Landkreis beginnen sollen. Hätte. Wie berichtet, führte die Kommunion am vergangenen Sonntag in Hausham schon im Vorfeld zur Absage des Turniers bei der SG. Bereits am Samstag sollte die Vorrunde beim SC Wall starten. Doch die Schneefälle vom Freitag machten auch hier kurzfristig eine Absage nötig.

Merkur-CUP-Spielleiterin Elke Klinkhammer und die Trainer der sieben teilnehmenden Vereine waren dabei unterschiedlicher Auffassung. „Ich bin der Meinung, man hätte spielen können“, sagt die Fischbachauerin. Der Rasen unter dem Schnee sei in einem guten Zustand gewesen. Dies habe sich beim Freiräumen der Linien gezeigt. „Wenn die Kinder da ein-, zweimal drübergelaufen wären, wäre der Platz frei gewesen“, sagt Klinkhammer. „Es war ja warm, und die Sonne hat gescheint.“

Walls Vorsitzender Sepp Bernöcker sieht das anders und will das nicht auf seinem Verein sitzen lassen. „Der Platz war nicht bespielbar“, sagt er. „Da hätten wir eher eine Langlauf-Meisterschaft austragen können als ein Fußballturnier.“ Auf dem Schnee würde der Ball nicht rollen, und die Kinder seien bereits nach einer Partie völlig durchnässt. „Das ist unnötig.“

Zudem hätten sich die Trainer der teilnehmenden Vereine bei ihm beschwert, dass sie anreisen mussten. „Es war von unserer Seite bereits am Freitag ganz klar, dass es nicht geht. Da wollten wir schon absagen“, sagt Bernöcker. Klinkhammer akzeptierte dies nicht, die Vereine mussten am Samstag nach Wall.

Die Spielleiterin hatte bei ihrem Wunsch nach der Durchführung auch das Wohl des Ausrichters im Auge. „Die haben sich Mühe gemacht und extra eingekauft“, sagt Klinkhammer. Sie ließ die Kinder daher erst einmal zusammen frühstücken. „So ist dem Veranstalter wenigstens fast kein Verlust entstanden.“ Währenddessen beriet sie sich mit den Trainern, die geschlossen gegen eine Austragung stimmten. Klinkhammer hätte als Spielleiterin die Austragung dennoch durchsetzten können: „Es war eine demokratische Entscheidung der Trainer, und der habe ich mich gefügt“, sagt sie.

Bernöcker will „kein Öl ins Feuer gießen“. Er wünscht sich nur etwas mehr Rücksichtnahme auf die Vereine und Kinder sowie von allen Seiten mehr Kooperation. „Es geht nur miteinander.“

Umgesetzt werden kann das nun am Samstag, 6. Mai. Ab 15.30 Uhr soll die Vorrunde in Wall stattfinden. Der Wetterbericht sagt bislang keine Schneefälle voraus.  jpa

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