Dabeisein ist Ehrensache

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Ins Gruppenfinale gestürmt ist die DJK Darching. Die Buben dürfen somit schon am Freitag wieder ran.

Viele Spielerinnen und Spieler des jüngeren Jahrgangs in den Mannschaften.

Vorgezogene Muttertagsgeschenke gab es für die Mamas, deren Nachwuchs am Samstag beim 24. Merkur CUP aktiv war. Bei bestem Fußballwetter kämpften 15 Teams in Parsberg und Wall um den Einzug ins Gruppenfinale des weltweit größten E-Junioren-Turniers und begeisterten dabei das Publikum mit viel Spielfreude und schönem Nachwuchsfußball. Wie schon in den Vorjahren, setzten sich auch heuer wieder die Nordvereine durch.

Die Überraschung des Tages gelang dem TSV Hartpenning (in Gelb). Mit einem sehr jungen Team setzte sich Hartpenning unter anderem gegen den SV Parsberg durch.

Auffällig war indes die Größe der Kinder. Respektive die Tatsache, dass sehr viele Spielerinnen und Spieler des jüngeren Jahrgangs in den Mannschaften standen. Bisweilen durften sogar noch Kleinere ran. Beim TSV Hartpenning etwa – der Überraschungsmannschaft des Tages beim Turnier in Parsberg – wo um 10 Uhr der lange Merkur- CUP-Tag angepfiffen wurde. Genau das ist es, was den Merkur CUP so schön und spannend macht: Das Dabeisein-ist-alles-Gefühl, auch wenn ein Verein einmal einen schwächer besetzten Jahrgang hat. So waren beide Turniere geprägt vom Spaß der Kinder, die sich hernach stolz und glücklich die neuen, schwarzen Merkur-CUP-Shirts überzogen. Hoch motiviert, aber auf beiden Plätzen fair und sportlich ging es in die Partien.

Über einen netten Tag bei bestem Fußballwetter und in schöner Atmosphäre freute sich der SV Parsberg. Den eifrigen Nachwuchsspielern hätte man nur mehr Publikum gewünscht. Zu sehen hätten es genug bekommen. Mit Bad Wiessee gab es hier einen klaren Ersten in der Gruppe C. In jedem Spiel holte sich der TSV mühelos den Offensiv-Extrapunkt und stand am Ende nach Siegen über den FC Real Kreuth (4:1), den TSV Irschenberg (3:1) und den FC Rottach-Egern (3:0) unangefochten an der Tabellenspitze. Auch Irschenberg verbuchte ein Vier-Punkte-Spiel (7:1 gegen Kreuth) und setzte sich damit vor Rottach an den zweiten Tabellenplatz.

Riesig war die Freude beim TSV Hartpenning, der im regulären Spielbetrieb heuer keine E-Jugend gemeldet hat. Doch Merkur CUP ist Ehrensache, und so trat beim TSV ein sehr junges Team in Parsberg an, das prompt sein Auftaktspiel gegen die Gastgeber 2:0 gewann. Beflügelt vom Sieg ging es gegen die SG Hausham, und hier gab es beim 3:2 gleich vier Punkte aufs Konto. Mit dem abschließenden 0:0 gegen den TSV Otterfing war der Gruppensieg perfekt und das Ticket für die nächste Runde gelöst.

Mit dabei sind auch die Otterfinger. Das Punktspiel vom Vorabend noch in den Knochen, seien einige seiner Spieler ein bisschen müde gewesen, meinte indes Parsbergs Trainer Peter Eibach. „Für uns ist es nicht ganz glücklich gelaufen“, sagt der Heimtrainer, dessen Mannschaft mehrfach knapp das Tor verfehlte oder nur die Latte traf.

Am Nachmittag richteten sich die Fußball-Augen dann nach Wall, wo vor stattlicher Kulisse die Gruppen E und F jeweils zwei Qualifikanten ermittelten. Gegen Ende ging der Blick auch immer öfter gen Himmel, wo sich bedrohlich dunkle Gewitterwolken aufbauten. Den Notfallplan schon in der Tasche – da beide Teams bereits fix qualifiziert waren – hätte man die abschließende Partie zwischen der DJK Darching und den SF Gmund ausfallen lassen. Doch zur Freude der Kinder hielt das Wetter, und der erste Spieltag im Merkur CUP 2018 konnte plangemäß zu Ende gebracht werden.

Souverän durchgesetzt hat sich der TSV Weyarn (in Rot) in der Vorrunde in Wall gegen den TSV Schliersee.

Den Auftakt beim Turnier in Wall hatten der SC Wörnsmühl und der SV Warngau sowie der TSV Weyarn und der TSV Schliersee gemacht. Vorsichtiges Abtasten von allen Seiten, und lediglich drei Treffer in zwei Partien ließen den Nachmittag verhalten beginnen. Das Tor für Weyarn erzielte Michi Babl, der damit den Grundstein für den Sieg in der Gruppe E legte. Glücklich über den Auftaktsieg nach einer ausgeglichenen Partie kam das Team von Peter Babl und Hans Zwickl gut ins Spiel. Auch wenn die Chancenverwertung noch besser hätte sein können, kamen die Buben aus dem Klosterdorf auch gegen Warngau zu einem Dreier (1:0 nach einem sehenswerten Weitschuss). Im letzten Gruppenspiel gingen sie mit einem 2:0 gegen den SC Wörnsmühl vom Platz und durften sich damit als Gruppenerste in aller Ruhe im Stüberl die heiß begehrte Pizza schmecken lassen.

Indes war der Kampf ums zweite Ticket fürs Gruppenfinale umso spannender. Am Ende mussten Warngau und Wörnsmühl ins Rittern. Ein ganz seltener Fall, wie ihn Junioren-Spielleiterin Elke Klinkhammer in ihrer langjährigen Merkur-CUP-Erfahrung nur selten miterlebt habe. Nach den drei regulären Partien standen für beide Mannschaften jeweils fünf Punkte und 4:4-Tore zu Buche. Im direkten Vergleich hatten sich die beiden im Auftaktspiel 1:1 getrennt. Das Acht-Meter-Schießen musste die Entscheidung bringen. Angefeuert von der letztjährigen Merkur-CUP-Mannschaft entschärfte Warngaus Torhüterin zwei Strafstöße und ebnete damit dem Weg für den 2:0-Erfolg des SV, der als Motivationshilfe extra leuchtend grüne „Merkur CUP 2018 Team“-Shirts bekommen hatte. Am Ende waren Trainer Tobias Schuster und die jungen Kicker überglücklich, diese beim Gruppenfinale noch einmal überstreifen zu dürfen.

Einen klaren Spitzenreiter gab es in der Gruppe F, wo die SF Gmund gleich mit einem 7:0 gegen die Platzherren aufhorchen ließen. Den Zusatzpunkt für mindestens drei erzielte Treffer sicherten sich die torgefährlichen Burschen von Markus Kölb und Jonas Trautwein mit einem 4:0 gegen die DJK Darching, die sich ihrerseits 4:0 gegen Wall durchsetzte und so das zweite Ticket für die nächste Runde löste.

Nach kurzer Pause geht es für die jeweils Erst- und Zweitplatzierten der Vorrunden-Gruppen schon am Freitag, 18. Mai, zum Gruppenfinale nach Otterfing. Ab 16.30 Uhr werden am Nordring dann die Kreisfinalisten ermittelt.

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