„Wahre Stärke ist, verlieren zu können“

Zu den schwierigsten Aufgaben eines Trainers gehört es, seine unterlegenen Spieler wieder aufzubauen. Wie im Spiel des FC Weidach gegen den TSV Schäftlarn bei der Vorrunde des Merkur CUP in Königsdorf.

Nach fünf Minuten geht Schäftlarn 1:0 in Führung. „Passt Jungs, bis jetzt spielt ihr super“, macht Weidachs Trainer Stefan Mayer seinen jungen Aktiven Mut. Kurz darauf liegt sein Team 0:2 hinten. „Ihr macht’s gut“, betont Mayer. Nach dem 0:3 wenig später, fällt ihm erst nichts ein. Dafür in der Pause: „Die ersten fünf Minuten waren super. Ich bin stolz auf Euch“, sagt der Coach. „Wir wollten ein Spiel gewinnen, das haben wir geschafft“, erinnert er an den 3:1-Erfolg im ersten Spiel gegen den FC Geretsried. „Da könnt ihr hoch zufrieden sein“, lobt der Trainer.

„Darum geht’s doch“, sagt Mayer später, nachdem seine von einigen Ausfällen gehandicapte Mannschaft mit 0:6 vom Platz gegangen war – und zwar mit erhobenen Köpfen. Wie hatte ihr Trainer ihnen in der Pause eingeimpft? „Wahre Stärke ist, verlieren können.“

Solche Spiele David gegen Goliath gibt es eben nicht nur in der Champions League. Auch der Merkur CUP kann davon Geschichten erzählen. Schäftlarn zog im Vormittagsturnier nach drei Siegen mit 16:0 Toren ins Kreisfinale ein, ebenso wie die Fußball-Freunde Geretsried, die gegen Weidach und den FC Geretsried siegten. „Ich bin damit sehr zufrieden“, sagt FFG-Trainer Dieter Aust. Aber das Wichtigste ist: „Die Spieler haben Spaß gehabt.“

Den hatten in der Gruppe B am Vormittag vor allem die beiden Wolfratshauser Teams BCF und TSV. Im direkten Vergleich siegte der körperlich überlegene BCF mit 2:0 gegen die Wölfe. Die hatten als jüngste Mannschaft des Turniers zuvor gegen die SG Thanning/Ascholding (1:0) und den SV Baiernrain-Linden (3:0) gewonnen. „Damit hatte ich nicht gerechnet. Die Jungs haben sich super geschlagen“, zeigte sich TSV-Trainer Dominik Stallein überrascht von der Leistung des Wölfe-Rudels.

BCF-Coach Burkhard freute sich über eine deutliche Steigerung seiner Mannschaft, die nach 2:2 im Auftaktspiel gegen Baiernrain mit einem 6:0-Sieg gegen Thanning/Ascholding den Grundstein für den Kreisfinaleinzug legte.  rst

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