Weniger Tore, größere Spannung

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Am Ende fehlte einfach die Kraft: Die E-Junioren des SC Oberhummel um Trainer Thomas Baier kamen beim Heimspiel nicht über den vierten Platz hinaus.

Es war Merkur CUP, es kamen viele Zuschauer, und die Sonne schien auf einen perfekten Platz. Aber die Tore wollten nicht so wirklich fallen.

Genau das machte aber die Spannung beim Vormittagsturnier in Oberhummel aus. In den ersten vier Matches gab es nur drei Treffer – und jeder konnte jeden schlagen. Letztendlich setzten sich der SV Vötting und der FC Moosburg durch.

Die kurioseste Geschichte des Turniers war aber die des SC Oberhummel: Bis zur Hälfte seines dritten Spiels gegen den SV Hohenkammer war in den Partien des Heimvereins noch kein Tor gefallen – weder vorne noch hinten. Oberhummel hatte gegen den FC Moosburg und den SV Vötting zwei Mal 0:0 gespielt. Dann wartete noch der SV Hohenkammer, der nach zwei knappen Niederlagen bereits ausgeschieden war.

Die Hummler mussten sich für den Einzug ins Kreisfinale mit zwei Toren Unterschied durchsetzen, auch bei einem Treffer Differenz wäre noch alles drin gewesen. Doch dann konnte das Team nicht mehr. Der SC Oberhummel hatte am Tag vor dem Turnier noch ein Punktspiel, außerdem fehlten vier Stammkräfte aus dem etatmäßigen Kader. Das war auf Dauer nicht zu kompensieren – der Mannschaft gingen die Kräfte aus. Nach einem 9:1 in der Punkterunde gab es diesmal gegen Hohenkammer nichts zu holen. Für den SCO war es insgesamt also ein bitterer Heimspieltag. Denn die Buben hätten in der besten Formation große Chancen gehabt, beim weltgrößten E-Jugend-Fußballturnier den Sprung in die nächste Runde zu schaffen.

Die Nachwuchskicker des SV Hohenkammer gewannen am Ende verdient mit 3:1 gegen Oberhummel – in einem Match, das auch 8:3 für den SVH hätte ausgehen können. Das Team hatte neben den Toren noch drei Aluminiumtreffer und spielte groß auf. Alexandru Perjoc (2) und Simon Lindner machten die Tore, die der Mannschaft den dritten Platz in der Tabelle einbrachten. „Für den SV Hohenkammer wäre das Kreisfinale eine Sensation gewesen“, sagte Trainer Klaus Lassnig. Er bedauerte die 0:1-Niederlage im zweiten Match gegen Moosburg: „Da waren wir die klar bessere Mannschaft.“

Oberhummel blieb am Ende nur das eine Turniertor von Lukas Hagl. Trainer Thomas Baier hatte jedoch allen Grund, mit seinem Team zufrieden zu ein: „Vor allem im ersten Spiel gegen Moosburg hatten wir einige gute Chancen.“ Letztlich habe einfach die Kraft gefehlt.

Moosburg und Vötting waren jeweils nach zwei Partien und fast den gleichen Ergebnissen weiter: Beide spielten 0:0 gegen Oberhummel und gewannen knapp gegen Hohenkammer. Vötting siegte durch die Tore von Ferdi Kammermaier und Lukas Pflügler mit 2:0. Moosburg hatte mit 1:0 (Tor: Eyüp Köse) die Oberhand behalten – und damit ging Vötting als Tabellenführer ins Endspiel um die ersten beiden Plätze. Im Duell der Kreisfinalisten sah man auch die Tore, mit denen zuvor alle Mannschaften gegeizt hatten: Die Vöttinger Fußballer führten durch zwei Treffer von Lukas Pflügler mit 2:0 und sahen schon wie die sicheren Sieger aus. In den letzten Minuten gab der FC Moosburg aber noch einmal Vollgas und kam durch Vincent Prote und Jarno Gebauer zum 2:2-Ausgleich. Danach war Schluss – und Vötting blieb dank eines mehr geschossenen Tores auf Rang eins. „Unsere Jungs haben gezeigt, dass sie kämpfen können“, sagte SVV-Trainer Robert Klein. Das Kreisfinale war das Ziel – und das hat die Mannschaft erreicht.

„Vor allem im ersten Spiel gegen Oberhummel hatten wir viel Glück“, betonte derweil Moosburgs Coach Jöran Gebauer. Seine Truppe musste das Turnier fast ohne Ersatzspieler bestreiten: Die E-Jugend hat ohnehin nur einen kleinen Kader, dann kamen im ersten Match noch zwei Verletzte dazu. Für das Kreisfinale am 30. Mai zeigt sich Gebauer selbstbewusst: „Wir haben das Zeug, auch da mit allen mithalten zu können.“ Die Moosburger werden alles versuchen, den Landkreis im Merkur CUP auf Bezirksebene vertreten zu dürfen.

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