Ein Vorgeschmack aufs Kreisfinale

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Sie sehen sich im Kreisfinale wieder: die Nachwuchsfußballer des SE Freising (gelb) und des BC Attaching.

Diese Vorrunde hatte schon das Niveau eines Kreisfinales: Mit dem SE Freising, dem BC Attaching und dem SV Pulling wurden drei starke E-Junioren-Teams in eine Gruppe gelost.

In diesem, im Landkreis Freising wohl am stärksten besetzten, Zwischenrundenturnier des Merkur CUP hatten am Ende die Mannschaften aus Attaching und Freising die Nase vorn.

Wirklich zu bedauern war an diesem Nachmittag der SV Oberhaindlfing, für den es eine extrem harte Gruppe war. „Das ist schon unser Kreisfinale“, betonte Trainer Maik Abel. Seine E-Jugend war gegen diese Granaten natürlich chancenlos – aber zumindest gelang dem Underdog ein Ehrentreffer: Hugo Mnich war beim 1:5 gegen den SE Freising erfolgreich.

Für die drei Spitzen-Mannschaften war es eine Pflichtaufgabe, gegen Oberhaindlfing zu gewinnen und den Bonuspunkt für drei oder mehr geschossene Tore einzuheimsen. Der Turnierletzte hatte es daher umso schwerer, denn die Favoriten gaben dementsprechend Gas. Pulling siegte mit 4:0 (drei Mal Arvid Kühnl, Andreas Dietl), der BC Attaching mit 7:0 (zwei Mal Josua Glebe, zwei Mal Patrick Lutz Bonilla, Liam Schwonek, Noah Najdi, Dominik Dora) und der SE Freising mit 5:1 (drei Mal Jaleel Kanze, Arian Cuni, Enes Turgut). Die Oberhaindlfinger Kinder haben alles gegeben und waren sichtlich stolz, dass sie gegen die Landkreis-Elite kicken durften.

Somit machten die drei großen Teams die beiden Plätze für das Kreisfinale unter sich aus. Dieses Unterfangen gestaltete sich durch das 0:0 im Auftaktspiel zwischen Freising und Attaching noch spannender: Beide Mannschaften hatten gute Chancen, und jeder Trainer sah sein Team etwas im Vorteil. „Wir haben leider viele Möglichkeiten liegengelassen“, sagte SEF-Coach Mustafa Turgut. Er wusste jedoch auch, dass seine Truppe bei zwei Attachinger Gelegenheiten nach der Pause Glück hatte. BCA-Trainer Patrice Boyer betonte, dass sein Team fußballerisch besser gewesen sei: „Wir haben den Ball immer von hinten herausgespielt – das ist die Zukunft des Fußballs.“

Der SE Freising machte den Einzug ins Kreisfinale danach mit einem 1:0 über den SV Pulling, der eine Spielgemeinschaft mit dem SC Massenhausen bildet, klar. Das goldene Tor markierte Thahir Sidi-Toure. Pullings Trainer Martin Liebl war natürlich enttäuscht, zumal seine Mannschaft mutig agiert hatte: „Wir waren gegen den SE Freising auf Augenhöhe und hatten zudem gute Chancen auf den Ausgleich.“ Letztlich gab es jedoch nur einen Achtungserfolg für den in der Jugendarbeit so erfolgreichen Verbund der beiden Vereine: „Es ist sehr schön zu sehen, dass wir mit solchen Gegnern mithalten können.“

Gegen Attaching hatten die Pullinger eine zweite Chance, den Sprung ins Kreisfinale zu schaffen. Doch diese Begegnung ging deutlich verloren: Der BCA gewann 3:0 durch Josua Glebe (2) und Saner Nazligül. Die zehn Treffer der Attachinger waren der Top-Wert des Tages – und auch wegen des Zusatzzählers hatte sich der BCA den ersten Tabellenplatz redlich verdient. Trainer Patrice Boyer wird mit seinen Schützlingen als Mitfavorit zum Kreisfinale fahren. Die Chance, auf Bezirksebene im weltgrößten E-Junioren-Turnier dabei sein zu dürfen, ist ihm bewusst: „Für uns ist es sehr motivierend zu wissen, dass wir an einem guten Tag mit allen Mannschaften mithalten können.“

SEF-Coach Turgut konnte mit dem zweiten Rang leben, „denn wir hatten die schwerste Zwischenrundengruppe“. Die Freisinger Kicker freuen sich nun auf das Finalturnier im Landkreis und wollen dort mit einem weiteren Platz unter den besten zwei Mannschaften im Wettbewerb bleiben. Turgut betonte, dass sich sein Team das Leben mit nur einem Tor in den ersten beiden Partien selbst schwer gemacht habe: „Da hatten wir genügend gute Möglichkeiten, die wir allerdings liegengelassen haben.“ Daran muss die Mannschaft bis zum Kreisfinale noch feilen.

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