Junge Zebras lassen’s krachen

Der FC Mintraching hatte seine Teilnahme am Merkur CUP abgesagt. Das machte die Sache beim zweiten Vorrundenturnier in Hohenkammer für den TSV Nandlstadt, den SV Oberhaindlfing und den TSV Eching nicht gerade leichter und weniger spannend. Die Spiele dauerten länger – doch am Ende wurde es richtig deutlich.

Die klaren Favoriten aus Eching hatten ihre Hausaufgaben gemacht und den SV Oberhaindlfing gerade mit 4:2 besiegt. Es war eine Partie, in der die Nachwuchskicker aus Oberhaindlfing alles gegeben hatten, sich aber schließlich doch der Überlegenheit der jungen „Zebras“ beugen mussten. Der TSV war spielstark – und auch taktisch hatten Trainer Stephan Simon und sein Kollege Stefan Feicht das Team richtig gut eingestellt. Da konnten die E-Junioren des SV Oberhaindlfing noch so gut dagegenhalten, am Ende mussten sie sich klar mit 2:4 geschlagen geben.

Eine verzwickte Situation für die Buben von SVO-Trainer Maik Abel. Denn die erste Partie gegen den TSV Nandlstadt hatte seine Truppe zwar offen und bis zum Schlusspfiff ausgeglichen gestaltet – das 2:2 war für Oberhaindlfing jedoch möglicherweise zu wenig. Alles hing nun von der dritten Begegnung, vom Spiel zwischen dem TSV Nandlstadt und den favorisierten Kickern aus Eching ab. Während seine Mannschaft bereits in der Kabine oder beim Brotzeitmachen war, lief Abel nervös am Spielfeldrand auf und ab. Da stand es bereits 2:0 für den TSV Eching. Die Nandlstädter brauchten zu dem Zeitpunkt ein Tor, um weiterzukommen – und das Team von Trainer Johannes Kögl schlug sich tapfer. „Noch ist alles drin!“, stellte Kögl hoffnungsvoll fest. Sein Augenmerk richtete sich vor allem auf Abwehrspieler Chester Metz, den er immer wieder anfeuerte. „Chester, schau’ auf die 10, enger, enger, enger!“, feuerte er den Abwehrspieler auf der rechten Seite an. Metz hatte gut zu tun. Angriffswelle um Angriffswelle rollte auf ihn und seine Teamkameraden zu. Lange hielten er und seine Kollegen stand und konnten einen weiteren Treffer verhindern. „Klasse! Das geht schon. Weiter so, Jungs“, kommentierte Kögl das Abwehrverhalten seiner Mannschaft.

Als aber das 3:0 und wenig später das 4:0 für Eching gefallen war, ging’s allmählich doch nicht mehr. Im Gegenteil, es zeichnete sich ein Kantersieg der Zebras ab. Nach 15 Minuten, also zur Halbzeit, stand es bereits 5:0 für den Echinger Nachwuchs. Die Enttäuschung war den Nandlstädtern bereits deutlich anzusehen. „Wenn sie die Köpfe einmal hängen lassen, wird es ganz schwierig“, urteilte ein Beobachter am Spielfeldrand. Dafür hatten die Oberhaindlfinger Kids natürlich keinen Grund mehr: Der Einzug in die zweite Runde des Merkur CUP war angesichts des Spielstands zum Greifen nah.

Zudem machten die Echinger nach der Pause exakt da weiter, wo sie aufgehört hatten. Jetzt fielen die Tore wie reife Früchte. Zu den sehenswertesten Treffern des Turniertags zählte die Bude des Echingers Leandro Pelaj, der mit der Hacke ins Schwarze traf. Gut für Abel und seine Oberhaindlfinger, schlecht für Kögl und sein enttäuschtes Nandlstädter Team.

Am Ende stand es nach Toren von Leandro Pelaj (4), Benedek Juras (3), Kilian Uffinger (2) und Maximilian Simon sogar 10:0 für den TSV Eching. Nandlstadt war damit raus. Die punktgleichen Junioren aus Oberhaindlfing zogen dagegen in die nächste Runde ein, die bereits am kommenden Wochenende ausgetragen wird (siehe Randspalte). An Einsatzwillen hatte es jedoch keinem der drei angetretenen Teams gemangelt. Darin war man sich sowohl in den Kabinen als auch am Spielfeldrand einig.

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