Die Favoriten geben sich keine Blöße

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Ein kleines, aber feines Turnier: Da der TSV Paunzhausen absagen musste, standen sich mit dem FC Neufahrn, der SpVgg Mauern und dem SV Pulling (v. l.) nur drei Teams gegenüber.

Es war ein kleines Turnier mit nur drei Mannschaften – und die haben sich am Ende wie erwartet in der Tabelle sortiert: Mit dem FC Neufahrn und dem SV Pulling haben die beiden Teams, die im Punktspielbetrieb in der Gruppe 1 kicken, im Merkur CUP die nächste Runde erreicht.

Mit dem TSV Paunzhausen hatte die vierte Mannschaft abgesagt, weil die E-Jugendfußballer aus dem Ampertal als Einlaufkinder fürs Drittliga-Match der SpVgg Unterhaching ausgewählt worden waren. Deshalb spielten drei Teams zwei Plätze für die nächste Runde aus – und die Partien wurden von zwei Mal zehn auf zwei Mal 15 Minuten verlängert.

Der Topfavorit des Turniers war der SV Pulling, der eine Spielgemeinschaft mit dem SC Massenhausen bildet. Am Ende kamen die Gastgeber weiter, doch das war bei weitem nicht so souverän wie geplant. Im ersten Spiel gegen die SpVgg Mauern gab es einen 2:0-Arbeitssieg, der nicht wirklich gefährdet, aber eben auch alles andere als glanzvoll war. Arvid Kühnel und Fabian Liebl schossen die Tore. Mauern hielt phasenweise gut mit, hatte letztlich jedoch körperlich zu große Defizite. Denn mehr als das halbe Team des Klubs, das in der Gruppe 3 spielt, stammt aus dem jüngeren Jahrgang – und das war auf dem Platz auch nicht zu übersehen. Mauern verkaufte sich gegen die Gastgeber gut, hatte letztlich allerdings Lospech, dass es gleich in der ersten Vorrunde des weltgrößten E-Junioren-Turniers zwei so starke Konkurrenten abbekommen hatte.

Kennen sich aus der Liga: Pulling (rot) und Neufahrn begegneten sich auf Augenhöhe.

Das Topspiel des Tages war Pulling gegen Neufahrn – und das war nicht nur ein Derby zweier Teams aus der Gruppe 1, sondern zugleich eine Neuauflage der Liga-Partie drei Tage zuvor. Da hatten die Pullinger Buben noch mit 4:0 gewonnen. Doch diesmal gab es eine Revanche: Der FC Neufahrn, der gegenüber dem Liga-Match zwei Stammspieler wieder zur Verfügung hatte, behielt mit 1:0 die Oberhand. Dieses Ergebnis war unter dem Strich auch nicht unverdient, weil die Neufahrner in der zweiten Hälfte mehr in das Spiel investiert und sich den Treffer von Resul Necul verdient hatten. Am Ende hielt Keeper Gabriel Doberenz den Neufahrner Sieg fest, indem er einen Achtmeter grandios parierte.

„Wir waren etwas zu locker“, sagte Pullings Coach Martin Liebl und teilte damit die Einschätzung seines Co-Trainers Tobias Beyser: „Wir sind weitergekommen, aber wir sind nicht zufrieden.“ Nach dem Auftaktsieg hätte schon ein Unentschieden für den Einzug in die nächste Runde des Merkur CUP gereicht. Jedoch nur auf Ergebnis zu spielen, geht meistens schief, wie in der vergangenen Woche die Partien in der Champions League eindrucksvoll gezeigt haben.

Vor dem letzten Gruppenspiel war folglich noch alles möglich. Mauern hätte mit zwei Toren Unterschied gewinnen müssen, um weiterzukommen. Den Neufahrnern hätte eine Niederlage mit einem Tor gereicht – und in einem besonders abenteuerlichen Fall, bei einem 4:3 für Mauern, hätten beide die Pullinger aus dem Turnier geworfen. Diese Planspiele hatten sich nach vier schnellen Toren des FC Neufahrn aber erledigt. Der FCN siegte am Ende nie gefährdet durch Tore von Orestis Pathekas (2), Julian Witt, Niclas Peller und Resul Necul mit 5:2. Bei Mauern traf Torwart Ola Karkutsch mit einem weiten Abschlag, dazu kam noch ein Eigentor.

Neufahrns Trainer Thomas Peller war sehr zufrieden mit seinen Jungs: „Spielerisch waren wir richtig stark. Natürlich wäre das Kreisfinale im Merkur CUP wünschenswert, aber jetzt wollen wir erst mal die zweite Runde überstehen.“

Eine Premiere feierte Antonio Freitas vom SE Freising: Der Schiedsrichter leitete sein erstes Spiel beim Merkur CUP und hatte beim Kracher Neufahrn gegen Pulling keinerlei Probleme. Der zweite Referee des Tages war Jürgen Marec vom SV Pulling.

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