Hochspannung bis zum Schluss

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Vergeblich gestreckt: Hier muss der SC Oberhummel das entscheidende Tor gegen Moosburg hinnehmen.

Was für eine Dramatik: Beim Nachmittagsturnier in Zolling kämpften drei Mannschaften bis zur letzten Sekunde um die Zwischenrunde – und am Ende erreichten der SV Langenbach und der FC Moosburg das Ziel.

Dieses vom Münchner Merkur und vom Bayerischen Fußballverband organisierte Turnier war wirklich hochspannend. Mit dem SV Langenbach, FC Moosburg (sieben Punkte) und SC Oberhummel (sechs Punkte) waren drei Mannschaften auf Augenhöhe.

Aber es konnten eben nur zwei weiterkommen. Ein schmerzhafter Rückschlag für den SC Oberhummel war der knappe 1:0-Sieg gegen Paunzhausen, das mit drei Niederlagen am Ende Letzter wurde. Mit drei Toren und dem im Merkur CUP dann verteilten Bonuspunkt wäre mit Blick auf die Tabelle die Zwischenrunde geschafft. Dann hätte es bei dreimal sieben Punkten die Rechnung des direkten Vergleichs unter den Top Drei gegeben.

Ein Highlight war auch die Langenbacher Gemeindemeisterschaft, die von den Bambinis bis zu den Alten Herren eine besondere Bedeutung hat. Finn Träger und Felix Oberhauser schossen für den SCO die besonders prestigeträchtigen Tore gegen Langenbach. „Dieses Derby war wichtig für die nächsten Tage in der Schule“, sagte der Oberhummler Trainer Alex Träger.

Seine Mannschaft hatte dann ein echtes Endspiel in der letzten Gruppenpartie. Für die Zwischenrunde reichte Oberhummel ein Unentschieden, während der FC Moosburg unbedingt gewinnen musste. Justus Koch brachte in der ersten Halbzeit Moosburg in Führung und damit war der Druck bei Oberhummel. Zwei Minuten vor dem Ende wurde der SCO dann für seinen Aufwand belohnt und kam durch Lino Träger zum Ausgleich. Jetzt ging es eigentlich nur noch darum, einen oder vielleicht zwei Angriffe abzuwehren. Doch dann kam Adil Ayüz und packte aus der Distanz einen seiner berühmt-berüchtigten Distanzschüsse aus. „Solche Tore aus der Distanz kann er schießen und hat das schon öfters geschafft“, sagt sein Trainer Michael Huber. Mit diesem Last-Minute-Hammer war Moosburg auch sicher weiter.

Der SC Oberhummel hatte noch die minimale Resthoffnung, dass Langenbach im letzten Turnierspiel gegen Paunzhausen ausrutscht. Die Kicker aus dem Westen des Landkreises hatten zuvor zweimal verloren, aber sich noch lange nicht aufgegeben. Paunzhausen ging 1:0 in Führung und schaffte kurz vor der Pause den 2:2-Ausgleich. Zu dem Zeitpunkt war Oberhummel in der Blitztabelle vor den Langenbachern. Klar war aber auch, dass ein drittes Tor zum Bonuspunkt und der Sieg die Langenbacher weiterbringen würde. Dieses Tor gelang schnell, doch musste der Turniersieger bis kurz vor Schluss zittern. Dann fiel das 4:2 und die nächste Runde war sicher. „Jetzt haben unsere Jungs mit dem Weiterkommen einen guten Konter bei den Fußballgesprächen auf dem Pausenhof“, sagte der Langenbacher Trainer Paul Eigenbrod. Der 18 Jahre junge Trainer deutete angesichts dieses dramatischen Turniers an, dass seine Karriere kürzer als bei Bayern-Trainer Jupp Heynckes ausfallen werde: „Bis 20 halte ich das nicht durch. . .“ Der beste Torschütze seiner Mannschaft war Jakob Schulz mit drei Toren. Ein Eckpfeiler des Erfolgs war auch Alexander Markosch, der zweimal selbst traf und weitere zwei Tore vorbereitete.

Die beiden Schiedsrichter Danny Krüger (SV Langenbach) und Tizian Babel (FC Moosburg) hatten mit den Spielen in Zolling keinerlei Schwierigkeiten. Damit waren alle zufrieden inklusive den punktlosen Paunzhausenern. Die hatten an dem Turniertag ein paar Ausfälle und nur acht Spieler dabei. Trainer Miro Ogorelica lobte seine Schützlinge: „Die Jungs haben alle gut gekämpft und der Auftritt hat gepasst.“ Den SC Oberhummel und den SV Langenbach kostete Paunzhausen schließlich auch einige Nerven.

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