Historischer FC Wang

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Panini-Zeit! Nach dem Turnier trösteten sich die Moosburger Kicker mit dem Tauschen der WM-Sammelbilder.

Am meisten freute sich ein Underdog: Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte zog der FC Wang als Gruppenzweiter hinter dem VfB Hallbergmoos in die nächste Runde des weltweit größten E-Jugend-Fußballturniers ein.

Mit einem Weiterkommen habe bei den Holledauern niemand gerechnet. „Das ist eine Riesen-Überraschung“, jubelte FC-Trainer Mathias Haider – nicht nur, weil sein Team mit zwei F-Jugendlichen antrat. Davon merkte man speziell im Auftaktmatch gegen die Gastgeber vom SV Kranzberg wenig. Mit einem abgefälschten Schuss brachte Charis Konstantinidis den FCW mit 1:0 in Führung. Anschließend scheiterten die Kranzberger je einmal an Pfosten und Latte, und auch Wang traf nur das Aluminium. Abermals Konstantinidis hämmerte den Ball aus seitlicher Position unhaltbar zum 2:0 in die Maschen, ehe Luis Posselt mit einem Billiard-Tor kurz vor dem Schlusspfiff noch der Anschlusstreffer zum 2:1-Endstand gelang. Im zweiten Spiel gab es für den FC Wang hingegen nichts zu holen. „Gegen Hallbergmoos waren wir läuferisch relativ schwach“, brachte es Coach Haider auf den Punkt, obwohl Konstantinidis einen Abstauber zum 1:0 verwertete. Fortan drehte der VfB auf: Dem Ausgleich aus der Distanz durch Philipp Kürzinger folgten fünf weitere Tore, die Xaver Hartmann (2), Agon Morina (2) und Pablo Sear-Lopez auf ihre Konten verbuchen konnten. Obendrein hatte der quirlige Semih Kaya bei einem Aluminiumtreffer Pech. Aufgrund der weiteren Resultate benötigte der FCW im finalen Turnierspiel gegen den TSV Moosburg einen Zähler, um den Einzug in die nächste Runde perfekt zu machen. Nach zwei überstandenen „Schrecksekunden“ in der Schlussphase stand ein torloses Remis, was sich „für uns als kleines Wang gegen das große Moosburg wie ein Sieg anfühlte“, freute sich Haider.

Dabei rang der TSV Moosburg den Favoriten aus Hallbergmoos ein beachtliches 1:1-Remis ab. Zwar gelang Erhard Breust das 1:0 für den VfB, doch Parsa Saeidi egalisierte für die Neustädter. Den guten Eindruck bestätigte der TSV im Duell mit dem SV Kranzberg jedoch nicht. Zwar ging es hin und her, doch treffsicherer präsentierten sich die Gastgeber, weil Posselt beim 2:0-Erfolg einen Doppelpack schnürte. Damit wahrte der Kranzberger Nachwuchs seine Chance aufs Weiterkommen, hätte in seinem dritten und letzten Gruppenspiel aber gegen Hallbergmoos nachlegen müssen. Den anfänglichen Rückstand durch Breust glich Manuel Schwind zum 1:1 aus. Ein Kopfballtor von Morina besiegelte aber nicht nur den 2:1-Endstand zugunsten der Hallberger, sondern zudem auch einerseits das Ausscheiden des SVK und andererseits den Gruppensieg für den VfB Hallbergmoos.

Dessen Trainer Peter Schwirtz zeigte sich bei seiner Merkur CUP-Premiere durchaus angetan. „Alles war sehr gut organisiert, das hat mir gefallen“, lobte der Coach den Ausrichter SV Kranzberg mit Organisator Christoph Hierhager an der Spitze. „Insgesamt haben wir uns etwas schwerer getan als erwartet, haben aber unser Ziel – nämlich die nächste Runde – erreicht“, resümierte der Trainer. Der Auftakt sei zwar schwer gewesen, aber alle Jungs aus seiner Mannschaft hätten ihre Einsatzzeiten bekommen. Die Spieler des TSV Moosburg trösteten sich unter dem Schutz eines großen Sonnenschirms mit dem Tauschen von Fußball-Sammelbildern. Obendrein erhielt jedes teilnehmende Kind noch ein Merkur-CUP-Armband.

SVK-Jugendleiter Hierhager blickte hinterher aus organisatorischer Sicht auf ein „erfolgreiches Turnier“ zurück, „und mit etwas mehr Glück wäre auch für uns die nächste Runde möglich gewesen“. Sein Dank galt den helfenden Eltern am Verkaufsstand, seiner Freundin Nadja für die Unterstützung im Hintergrund sowie den beiden Unparteiischen Sebastian Ankner und Pascal Hohberger.

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