Zusatzpunkte als Zünglein an der Waage

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Daumen hoch vor Runde eins: In Poing traten zehn U11-Mannschaften im Sportzentrum an. Vier von ihnen schafften den Einzug ins Kreisfinale, das am 19. Mai steigt.

Die ganz große Überraschung blieb in Poing aus. Eng war das Rennen um die Tickets für das Kreisfinale des Merkur CUP trotzdem. Die E-Juniorenfußballer des SC Baldham-Vaterstetten qualifizierten sich ohne Punktverlust, der U11-Nachwuchs des VfB Forstinning verpasste seine Chance nur haarscharf

Den Verantwortlichen des Münchner Merkur liegt viel daran, dass sich die Nachwuchskicker beim Merkur CUP fast wie echte Profis fühlen. Ausgebildete Schiedsrichter leiteten die 20 Vorrundenspiele der E-Juniorenfußballer in Poing souverän. Turnierleiter Daniel Streicher sorgte mit seinen Durchsagen für den optimalen Überblick.

Auch das Grün im Stadion der Poinger Sportanlage war in hervorragendem Zustand. Ähnlich präsentierte sich die Mannschaft des SC Baldham-Vaterstetten. Sie gewann alle vier Vorrundenpartien zum Start der Jubiläumsausgabe des CUP und qualifizierte sich letztendlich mit 15 Punkten (vor dem TSV Grafing mit 12 Zählern). Drei zusätzliche Punkte erspielte sich der SCBV-Nachwuchs mithilfe der Merkur CUP-Sonderregel: Um offensiven Fußball zu fördern, gibt es für drei oder mehr Tore pro Spiel einen Extrapunkt.

Torjäger beim ASV: Doch Bernhard Floers Treffer verhinderten das Glonner Aus nach der Vorrunde nicht.

Einen solchen erhielt auch der VfB Forstinning in der anderen Vorrundengruppe, die in Poing ausgetragen wurde, beim 3:0-Erfolg über den ASV Glonn. Am Ende des Turniertags reichten die acht VfB-Zähler nur knapp nicht zum Einzug ins Kreisfinale, das am Sonntag, 19. Mai (Spielort noch offen), ausgetragen wird. Der TSV Zorneding schnappte den Forstinninger Buben dank eines zweiten Zusatzpunktes das zweite Finalticket weg. Die U11-Kicker der blau-gelben Gastgeber waren in dieser Gruppe mit einer beeindrucken Torbilanz (19:0) und ebenfalls drei Zusatzpunkten das Maß aller Dinge.

Trotz einer starken Offensive verpasste auch der ASV Glonn den Sprung unter die besten Acht. Seinen großen Auftritt hatte Bernhard Floer beim Merkur CUP 2019 trotzdem: Der ASV-Angreifer traf beim Auftaktmatch der Vorrunde am Samstag in Poing doppelt. „Er ist unsere Lebensversicherung“, hob Jonathan Ametsbichler hervor. Der Glonner Trainer weiß um die Stärken seines zehnjährigen Mittelstürmers, der vor dem gegnerischen Tor nicht lange fackelt.

Dass sich sein Coach wünscht, dass er auch in der eigenen Hälfte öfters anspielbar ist, weiß Berni: „Er sagt, ich soll mir die Bälle mehr von hinten abholen. Aber ich kriege auch vorne viel aufgelegt.“ Dabei sei es keine Seltenheit, dass Torwart Marinus Moderegger der Vorlagengeber für Bernis Tore ist. Mindestens genauso oft spielte auch Quirin Bernlochner den finalen Pass auf den ASV-Goalgetter. „Er ist ein guter Verteidiger“, lobte Berni seinen Teamkollegen. Längst erkannt hat der Linksfuß, dass er an seiner Beidfüßigkeit arbeiten muss. „Ich muss mit dem rechten Fuß besser werden. Mit dem kann ich nicht richtig schießen.“, gibt er sich selbstkritisch.

ASV-Coach Ametsbichler hakt gleich ein: „Dann machen wir Torschusstraining nur mit rechts.“ Berni stöhnt. Viel lieber schießt er mit seinem starken Linken. Aber um zukünftig noch mehr Tore zu machen, ist er bereit, im Training zu arbeiten – um sein sportliches Talent auf der nächsten großen Bühne wieder zur Schau zu stellen.

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