Viel Neues im Jubiläumsjahr

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Bereit für die Auftaktrunde im Merkur CUP (v.l.): Christos Sofis (Kreisjugendleiter Kreis München), Uwe Vaders (Merkur-CUP-Gesamtleiter), Losfee Bernhard Failer (zugleich Vertreter Lokalsponsor Raiffeisen-Volksbank Ebersberg) und Torsten Horn (Technischer Leiter des Merkur CUP).

Die Lose sind gezogen, die Jubiläumsauflage des Merkur CUP kann starten. 18 E-Jugendmannschaften aus dem Kreis Ebersberg wollen sich in der Vorrunde am 6. April ihren Platz im Kreisfinale sichern. In der offiziellen Auftaktveranstaltung in Anzing teilte CUP-Gesamtleiter Uwe Vaders viele Neuerungen mit.

„Der Merkur CUP 2019 steht unter einem besonderen Stern“, teilte Uwe Vaders mit, „einem Jubiläumsstern“. Im Jahr 1994 habe man sich beim Münchner Merkur erstmals Gedanken über ein E-Jugend-Fußballturnier gemacht, schilderte der Gesamtleiter des Merkur CUP den Vereinsvertretern bei der offiziellen Auftaktveranstaltung im Anzinger Forsthof.

Im Startjahr 1995 begann eine Erfolgsgeschichte. „Damals war Karl-Heinz Rummenigge der Schirmherr. Es nahmen 323 Vereine teil, aber selbst die Münchner Löwen waren noch nicht dabei.“ Heuer zu seiner 25. Auflage verzeichne das weltweit größte U11-Nachwuchsturnier seiner Art „eine beeindruckende Quote“, so Vaders weiter. „Es haben sich 375 von 377 Vereinen, die beim BFV eine E-Jugend im Spielbetrieb haben, angemeldet, also fast 100 Prozent.“

Im Jubiläumsjahr gibt es einige Änderungen, die sich Vaders und sein Organisationsteam überlegt hatten beziehungsweise überlegen mussten. „Der 26. Mai 2018 hat alles verändert“, so Vaders. Denn durch die DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) musste das Anmeldeverfahren komplett verändert werden. „Wir mussten um Einverständis für eine Kontaktaufnahme bitten.“ Doch das neue Verfahren habe sich bewährt.

Gut mitgeschrieben: Aufmerksam verfolgten die Vereinsvertreter und Offiziellen die Auslosung im Anzinger Forsthof, die (v.l.) Losfee Bernhard Failer sowie Kreisjugendleiter Christos Sofis vornahmen.

Auch die große Auftaktveranstaltung, zu der der Münchner Merkur bisher ins Pressehaus eingeladen hatte, gibt es mangels Interesse der Vereine nicht mehr. Sie wurde ersatzlos gestrichen. Zuletzt seien immer weniger Jugendleiter und Trainer gekommen, „stattdessen irgendwelche Freunde, die gerade Zeit hatten, unter dem Motto: Hol du für uns die Tüten ab.“ Solch eine Veranstaltung, zu der regelmäßig Ex-Weltmeister eingeladen waren, kostete laut Vaders „zwischen 25 000 und 30 000 Euro. Dieses Geld sparen wir uns und geben es lieber für die Kinder aus.“

Das Plus an Preisen bedeutet unter anderem, dass heuer jede Mannschaft neben den 16 T-Shirts (14 für die Kinder, zwei für die Trainer) noch einen Jubiläumsspielball in blau und rot vom Sponsor Macron erhält.

Das Besondere daran: In den Vorjahren, so erzählte Vaders, habe sich die Chemie der Haut von Nike-Sportschuhen mit der Balloberfläche nicht vertragen. Ball und Schuhe hätten sich an dieser spiegelglatten Kunststoffoberfläche regelrecht verklebt. Die Kinder seien am Ball hängen geblieben. Um die Unfallgefahr zu bannen, habe Macron Bälle mit einer „Mikronoppenbschichtung“ entwickelt. „Das fördert den Spielfluss“, meinte Vaders.

Spannungsfördernd ist die Entscheidung, wonach die Bezirksfinals erst ausgelost werden, nachdem sämtliche Kreisfinals gespielt worden sind. Es sei nämlich durchaus vorgekommen, so Vaders, dass Teams lieber nur Zweiter in ihrem Kreisfinale werden, um den großen Drei aus dem Weg zu gehen. Diese „taktische Spielerei“ hört ab heuer auf. Denn auch der FC Bayern, die Löwen oder SpVgg Unterhaching würden nicht mehr gesetzt, sondern könnten in eine Gruppe gelost werden, „und dann scheidet eben einer vorzeitig aus“. Dazu wurde bei den Finalturnieren der Zeitplan gestrafft.

Das große Ziel aller Vereine ist der Sportpark Unterhaching, in dem am 20. Juli auf vier Feldern parallel das Jungen- als auch Mädchenfinalturnier des Merkur CUP ausgetragen werden. Gastgeber und Schirmherr zugleich ist SpVgg-Präsident Manfred „Manni“ Schwabl. „Für uns ist er ein Sechser im Lotto“, lobte Vaders dessen tatkräftige Unterstützung bei der Jubiläums-Veranstaltung.

Das „Buch der Werte“ werde neu aufgelegt, kündigte Uwe Vaders zudem an. In diesem werden Beispiele, Tipps und Anregungen für Fairplay und Toleranz zu finden sein.

Im Beisein der Ex-CUP-Spielleiter Rudi Simbeck und Florian Weißmann (inzwischen Verbands-Jugendleiter) sowie Ex-BFV-Funktionär Peter Moossmann nahmen Bernhard Failer, Vorstandsmitglied des Merkur CUP-Sponsors Raiffeisen-Volksbank Ebersberg, sowie Christos Sofis, Kreisjugendleiter im Fußball-Kreis München, die Auslosung vor. Die 18 Mannschaften wurden durch Losfee Failer in je zwei Vierer- und Fünfer-Gruppen gelost (siehe Info-Kasten).

„Nicht ein Fehler“, lobte Moossmann desen gutes Händchen, bevor es zur Stärkung aller Fußballfreunde eine Brotzeit (Sponsor Raiffeisen-Volksbank) und Getränke (Sponsor Brauerei Schweiger) gab und die Willkommenspakete verteilt wurden. Startschuss der Vorrunde für die Ebersberger U11-Kicker ist am Samstag, 6. April, in Pliening und Poing. Das Kreisfinale ist für Sonntag, 19. Mai (13.30 Uhr) geplant.

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