Gelungenes Bezirksfinale

Merkur CUP: MSW Oberland überzeugt als Gastgeber

Mit dem Einzug ins Bezirksfinale A hat die MSW Oberland
einen großen Erfolg eingefahren.
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Mit dem Einzug ins Bezirksfinale A hat die MSW Oberland einen großen Erfolg eingefahren.

Das Bezirksfinale in Waarkirchen von Ausrichter MSW Oberland war ein voller Erfolg. Zusätzlich gewann der MSW den EON-Fairness-Preis.

Waakirchen – Es hat über zwei Jahre gefehlt: Aufregung, Kinderlachen, ein Platz voll gemeinsam kickender Kinder unterschiedlichster Vereine. Als der Merkur CUP am Samstag mit all dem zum Bezirksfinale A ins Oberland kam, wurde es allen Beteiligten umso bewusster, wie schön es ist, dass das größte E-Junioren-Turnier der Welt nach der Corona-Zwangspause und einer Light-Version im vergangenen Jahr wieder zurück ist.

In Waakirchen war es die Bezirksfinal-Premiere, und als Gastgeber fungierte die aus der Fusionierung der Nachwuchsmannschaften von TSV Schaftlach und SV Waakirchen-Marienstein entstandene MSW Oberland, die ganz unaufgeregt, aber mit großem Perfektionismus das Großereignis reibungslos meisterte.

Als Yvonne Frischmuth nach fünf Stunden Fußball nonstop vor dem leuchtend roten Merkur-CUP-Bogen alle Beteiligten zur Siegerehrung versammelte, ging ein rundum gelungenes Bezirksfinale zu Ende, bei dem nicht nur die beiden Erstplatzierten SV Waldperlach und SC Baldham-Vaterstetten als Qualifikanten fürs Große Finale am 17. Juli im Sportpark Unterhaching strahlten.

Baldham-Vaterstetten jubelte sogar zweifach, nachdem das Team von Christian Schmidt auch zur fairsten Mannschaft des Tages und somit zum Träger des EON-Fairplay-Preises erkoren wurde. Den nahm man strahlend entgegen, wenngleich „nicht foulen und keine Schwalben machen“ doch ganz normal sei, wie Alex aus Baldham im Gespräch mit Yvonne Frischmuth erläuterte. Und ja, auch die Trainer und Eltern wären eigentlich auch immer ganz ruhig. Fairness, so machte es den Eindruck, gehöre für Alex und seine Kameraden einfach dazu.

Viel wichtiger war ihm an diesem strahlenden Sommertag noch einmal zu betonen, was sie besonders bewegte: „Wir freuen uns auf Unterhaching.“ Eine Freude, die der Trainer teilte. Nicht oft habe der Verein den Einzug ins Große Finale geschafft. Umso schöner sei es, dass seine Mannschaft mit diesem Erlebnis nun das Kapitel Kinderfußball beenden könne: „Merkur CUP gibt es nur einmal im Leben.“

Dabei lobte Schmidt nicht nur die eigenen Kicker, sondern zollte auch allen anderen ob des fairen Umgangs auf und neben dem Platz Respekt, weil man spielerisch löste, wo anderswo schon mal die Ellbogen ausgefahren werden oder ein Bein stehen bleibt. So gab es dann auch von Frischmuth viel Anerkennung. Nicht nur für die Kinder, die fair miteinander umgingen, sondern auch für das großartige Publikum, an dem es nichts zu bemängeln gegeben habe. Vor allem aber auch für die Trainer. Ganz viel Fairness hätten sie vorgelebt: „Ich find das saugut“, lobte die mit allen Wassern gewaschene Warngauer Jugendleiterin und vielfache Merkur-CUP-Organisatorin und appellierte an die engagierten Übungsleiter: „Bitte, bitte, macht noch ganz lang weiter!“

Den Gastgebern dankte sie für ihr Engagement. Nicht ohne augenzwinkernd zu gestehen, dass es sich doch gelohnt habe, „dass ich sie wegen der Ausrichtung überfallen habe“. Vor allem die heimische Mannschaft genoss sichtlich die besondere Atmosphäre. Schon Tage im Vorfeld gab es in der Schule kein anderes Thema mehr, und vielleicht hatten sie am Ende doch ein bisschen zu viel Respekt vor Teams, die normalerweise nicht im Oberland gastieren und offensichtlich eher regionale Auswahlen als kickende Freunde aus dem Dorf sind – wie Favorit Waldperlach, der nicht als einziger sehenswerten Fußball zeigte.

Mit etwas mehr Selbstvertrauen wäre auch bei den Oberlandlern der ein oder andere Punkt drin gewesen. So war man „auf dem Platz ein zu guter Gastgeber“, stellt Trainer Franz Öttl lächelnd fest, und Jugendleiter Michael Mohrenweiser ergänzt, dass man mit vier Niederlagen natürlich enttäuscht sei. Umgekehrt müsse man sich auch vor Augen führen, dass man es in den Kreis der besten 32 von mehr als 350 Teilnehmern geschafft habe. Und in keinem Spiel kam man wirklich unter die Räder.

Nach einem 0:2 gegen Riedmoos gab es ein knappes 1:2 gegen den SC Baldham-Vaterstetten mit einem viel bejubelten Tor von Max Meisl. Lukas Kindsmüller traf beim 1:4 gegen den FC Ismaning. Das Platzierungsspiel gegen Seeshaupt entschieden schließlich die Gäste 2:0 für sich, und wenngleich das Punktekonto leer blieb, sei die Erfahrung Bezirksfinale ein großartiges Erlebnis.

Besonderes Lob gab es für den Platz. Von englischem Rasen schwärmte Riedmoos, und auch alle anderen waren begeistert vom guten Geläuf, das der unermüdlichen Arbeit von Hans Nachmann und Peter Harrer zu verdanken ist. Für den Merkur CUP hatten die Platzwarte zusätzlich noch ausgetüftelt, wie man die Spielfelder am besten auf der vergleichsweise kleinen Anlage an der Waakirchner Schule anordnen musste. Dass sie hier spielen durften, dafür bedankte sich Mohrenweiser bei der Gemeinde: „Ohne ihre Zustimmung wäre nichts gegangen.“

Organisatorisch habe sie das ehemalige Oberland-Cup-Team „mit Erfahrung, Rat und Tat unterstützt“. Als besonders schön empfand es Mohrenweiser, dass er niemanden überzeugen habe müssen. A-Jugend, Herrenmannschaft, Eltern – alle seien mit einer gewissen Euphorie dabei gewesen.

So hatte auch das Orga-Team der Heimatzeitung nicht schlecht gestaunt, als es morgens um 7 Uhr von voller Belegschaft am Platz empfangen wurde. Entsprechend schnell war denn auch am späten Nachmittag alles wieder aufgeräumt. Nur noch die ungewohnten Linien erinnerten an den ersten sportlichen Höhepunkt der jungen MSW Oberland. (Heidi Siefert)

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