Die Vorrunden-Turniere in Eichenfeld

Viele Spielstile führen zum Ziel

Es konnten leider nur zwei Teams weiterkommen: Der SVA Palzing (links im Bild) und der VfB Hallbergmoos (3. v. l) erreichten die nächste Runde. Die Spieler der SG Eichenfeld (2. v. l.) und die Nachwuchskicker des SC Kirchdorf (r.) schieden dagegen aus
+
Es konnten leider nur zwei Teams weiterkommen: Der SVA Palzing (links im Bild) und der VfB Hallbergmoos (3. v. l) erreichten die nächste Runde. Die Spieler der SG Eichenfeld (2. v. l.) und die Nachwuchskicker des SC Kirchdorf (r.) schieden dagegen aus

Spannend bis zum Schluss verlief die erste Vorrunde des Merkur CUP bei der SG Eichenfeld. Von den vier Teams, die am Sonntagvormittag antraten, setzten sich mit dem VfB Hallbergmoos und dem SVA Palzing zwei komplett unterschiedlich agierende Mannschaften durch.

Eichenfeld – Sehr spielstark und voll auf Angriffsfußball gebürstet präsentierten sich die Nachwuchskicker des VfB Hallbergmoos. Trainerin Stefanie Karamatic (20) und ihr Team gingen das Turnier motiviert und engagiert an. „Weiter so, sichere Bälle nach vorne!“, forderte die Antreiberin am Spielfeldrand. Ganz anders sah da die Marschrichtung von Palzings Trainer Gerhard Pillmayer aus: Der gab, wenn auch augenzwinkernd, vor, „dreimal 0:0“ spielen zu wollen. Erfolgreich waren beide.

Wenngleich Hallbergmoos das Turnier mit neun Punkten und 7:1 Toren klar dominierte. Der SVA Palzing wusste sich dagegen zu berappeln: Das Team startete mit einem glücklichen 1:0-Erfolg gegen den Gastgeber SG Eichenfeld, hatte dann allerdings gegen die favorisierten Hallbergmooser Junioren beim 0:3 keine Chance. Das Spiel gegen den SC Kirchdorf gewann der SVA dann klar mit 3:1. Damit hatten die Eichenfelder, die den Hallbergmoosern in ihrer letzten Partie ein 0:0 abgerungen hatten, das Nachsehen. „Wir haben es im ersten Spiel vergeigt. Wenn du vorne deine Chancen nicht nutzt, fängst du dir irgendwann selbst einen ein“, kommentierte SGE-Trainer Christian Scholtys das Ausscheiden. Der körperlich etwas unterlegene SC Kirchdorf wehrte sich ebenfalls tapfer. Die Schützlinge von André Höpe hielten im Spiel gegen Eichenfeld lange gut dagegen und verloren am Ende nur knapp mit 2:3. Aufgrund der drei Niederlagen blieb jedoch nur Rang vier.

Spätes 1:0 - Zwillinge treffen für Hallbergmoos

Aber der Reihe nach: In der ersten Partie zwischen der SG Eichenfeld und dem SVA Palzing hieß es lange 0:0. Die Abwehrreihen standen stabil, vorne fehlte beiden Teams das nötige Quäntchen Glück. Bis die Nummer 6 des SVA, Paul Pippig, nach einem Freistoß das entscheidende 1:0 gelang.

Im zweiten Spiel der Vorrunde legte ein bärenstark aufspielendes Zwillingspaar den Grundstein für den späteren Turniersieg des VfB Hallbergmoos: Felix Preller mit der Rückennummer 7 und sein Bruder Moritz, der die 11 trug, erzielten drei der vier Tore. Zunächst geriet man allerdings in Rückstand: Quirin Thiel brachte den SCK mit einem schönen Abstauber mit 1:0 in Führung. Danach machte der VfB aber kurzen Prozess: Moritz Preller sorgte für den Ausgleich, Fabian Theil erhöhte auf 2:1 – und das 3:1 für Hallbergmoos markierte Moritz Preller mit einem Billard-Tor. Kurz vor Schluss netzte Felix Preller dann sogar noch zum 4:1-Endstand ein.

Die drei Minuten Verschnaufpause hatte sich die VfB-Mannschaft von Stefanie Karamatic verdient. Hallbergmoos war nämlich gleich wieder an der Reihe: Im dritten Match erwartete man den SVA Palzing, der in dieser Partie allerdings so gut wie chancenlos war. Moritz Preller legte gleich mit einem Doppelschlag los – und das 0:3 fiel zu allem Verdruss aus Palzinger Sicht durch ein Eigentor. Der Unglücksrabe war Paul Pippig. Sein Trainer nahm es jedoch mit Humor: „Er schießt bei uns eben alle Tore“, sagte Pillmayer trocken.

Torreichstes Spiel - Jubel bei Hallbergmoos und Palzing groß

Es folgte das – neben dem 4:1 des VfB – torreichste Spiel des Vormittags, das Eichenfeld schlussendlich unter großem Jubel für sich entscheiden konnte. Die drei Treffer für Eichenfeld, die einen Zusatzpunkt einbrachten, schossen Felix Aigner (1:0 und 3:1) und Simon Eicheldinger (2:1). Den zwischenzeitlichen Ausgleich für Kirchdorf erzielte Tobias Westermeier, und das 2:3 gelang schließlich Lennox Höpe. Sehr zur Freude seines sichtlich stolzen Trainers und Vaters André Höpe.

Der Nullnummer zwischen der SG Eichenfeld und dem VfB Hallbergmoos, aus der die Gastgeber noch Hoffnung aufs Weiterkommen schöpften, folgte schließlich der 3:1-Sieg des SVA Palzing über den SC Kirchdorf. Die Tore für Palzing schossen Paul Pippig (1:0 und 3:1) und Bastian Reimann (2:1). Reimanns Tor resultierte aus einem astreinen Fallrückzieher – der mit Abstand schönste Treffer des gesamten Turniers. Das Tor für die Buben aus Kirchdorf hatte Adis Bekjri mit einem feinen Heber markiert.

Der Jubel bei Hallbergmoos und Palzing war groß. Aber auch die Kicker aus Kirchdorf und die knapp gescheiterte Mannschaft der SG Eichenfeld konnten erhobenen Hauptes in die Kabine gehen.

Starker Rückhalt: Auch der quirlige SGE-Stürmer Rintaro Hasegawa konnte Emil Pflugbeil, den Keeper des VfB Hallbergmoos, nicht überwinden

Weitere Artikel

MERKUR CUP

Der FC Lengdorf ist der perfekte Gastgeber für das Kreisfinale

Schlussakt im Merkur CUP 2022, zumindest auf Kreisebene. In Lengdorf treffen sich am Sonntag die acht besten E-Jugend-Mannschaften des Landkreises. …
Der FC Lengdorf ist der perfekte Gastgeber für das Kreisfinale

ESB-Fairnesspreis

Merkur CUP: SG Wielenbach/Pähl siegreich auch ohne Punkte

Beim Merkur CUP, dem großen Fußballturnier von Münchner Merkur und Bayerischem Fußball-Verband, geht es um weit mehr als ums bloße Gewinnen.
Merkur CUP: SG Wielenbach/Pähl siegreich auch ohne Punkte

Geretsried großer Favorit in Rott – SVEB und Tölz mit Außenseiter-Chancen – LSC spekuliert

Jagd auf Platz zwei beim Qualiturnier

Eine zusätzliche Hürde, um das große Merkur CUP-Finale am 16. Juli in Unterhaching zu erreichen, steht heuer vor den Siegern der Kreis-Finals des …
Jagd auf Platz zwei beim Qualiturnier

Kommentare