Viel Merkur CUP beim Neuaufbau der Löwen

Nachwuchsarbeit zum Anschauen: 1860-Vizepräsident Hans Sitzberger (links) zeigt Uwe Vaders, wo auf dem Mannschaftsfoto die ehemaligen Merkur-CUP-Teilnehmer stehen.

Vier 1860-Akteure mit CUP-Vergangenheit – Vize-Präsident Sitzberger: „Spieler aus der Jugend sind unser Rückhalt“

Der Ärger war Hans Sitzberger immer noch anzumerken. Als er beim Merkur-CUP-Auftakt auf den Sturz des TSV 1860 in die Regionalliga Bayern angesprochen wurde, sagte der Vizepräsident: „Für mich ist es unverzeihlich, dass der Verein durch Nicht-Bezahlung der Lizenz in die vierte Liga versenkt wurde.“ Dass Investor Hasan Ismaik die nötigen Gelder für eine Drittliga-Lizenz verweigerte, ist für ihn bis heute der Tiefpunkt seines sportlichen Lebens. Aber Sitzberger ist nicht zum Turnier-Startschuss gekommen, um zu jammern. Sondern weil er zeigen wollte, wie der neue Weg seines Vereins aussieht.

Geballtes Fachwissen: Der neue Merkur-Sportchef Armin Gibis.

Um das anschaulich zu machen, entrollte Sitzberger auf der Bühne das aktuelle Mannschaftsposter der Profis. „Vier Spieler und unser Co-Trainer haben in ihrer Jugend am Merkur CUP teilgenommen“, berichtete er. Unter den Spielern mit CUP-Vergangenheit sind mit Kapitän Felix Weber und dem defensiven Mittelfeldspieler Daniel Wein zwei Stützen der aktuellen Mannschaft. Der Merkur CUP steht in diesem Zusammenhang als Synonym für heimische Talente aus der eigenen Nachwuchsarbeit.

Und als Gegenmodell zur zusammengewürfelten Truppe, die im Vorjahr den Abstieg verursachte. „Wenn wir diese Schiene der letzten Saison weitergefahren wären, dann könnte ich diese Leute nicht vorzeigen“, sagte Sitzberger mit Blick auf das Poster. Der Neuaufbau der Löwen passiert also mit einer ordentlichen Portion Merkur CUP: „Diese Spieler aus der Jugend sind jetzt unser Rückhalt“, so Sitzberger, „und mit ihnen stehen wir auf dem ersten Tabellenplatz.“

„Es fehlen mir Spieler mit starkem Dribbling“: Meisterlöwe Peter Grosser auf der Bühne.

Für diejenigen, die beim Merkur CUP ganz vorne landen, hat sich Sitzberger einige Schmankerl als Preise überlegt. So dürfen siegreiche Mannschaften etwa das Trainingsgelände besuchen und ein Verein bekommt zur Weihnachtsfeier sogar Besuch von einem Löwen-Profi. So soll die enge Verbindung zwischen den Giesingern und dem größten E-Jugend-Turnier der Welt auch in Zukunft bestehen bleiben.

Dass Bedarf an talentiertem Nachwuchs besteht, unterstrich auf der Merkur-CUP-Bühne Peter Grosser. Der Kapitän der Löwen-Meistermannschaft von 1966 sagte, ihm fehle es heutzutage vor allem an Spielern mit Stärken im Dribbling. Wer also beim diesjährigen Turnier mit technischer Finesse auf sich aufmerksam macht, könnte in ein paar Jahren auf dem Mannschaftsfoto der Löwen landen.  cf

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