Ex-Spielleiter Peter Papistock sieht eine kritische Entwicklung und hofft auf CUP-Fortsetzung

Sorgen um den Nachwuchs

CUP-Urgestein : Peter Papistock (r.) hat viel für die Jugend getan (hier mit Spielleiter-Kollege Walter Huppmann).

Sein Name war über Jahre hinweg untrennbar mit dem Merkur CUP verbunden: Peter Papistock. Verschiedene Positionen bekleidete der Oberammergauer rund um das Traditionsturnier des Münchner Merkur und seiner Heimatzeitungen.

Vom Jugendtrainer beim FC Bad Kohlgrub bis hin zum Gesamtspielleiter. Bis 2018 war er im Einsatz beim ältesten E-Jugend-Turnier der Welt.

Vereine aus fremden Bundesländern blicken neidisch nach Oberbayern – das weiß der frühere Bezirksjugendleiter aus eigener Erfahrung. Bundesweit genieße der Merkur CUP einen exzellenten Ruf. Damit das auch so bleibt, hofft Papistock auf eine baldige Fortsetzung der Turnierreihe. „Der Stellenwert des Merkur CUP ist allein dadurch zu erkennen, wenn man sich anschaut, welch große Namen einst mitgespielt haben.“ Was aus ihnen geworden ist: Die Weltmeister von 2014, Philipp Lahm, Mats Hummels und Thomas Müller, kickten in ihrer Kindheit um die Trophäe. Jahr für Jahr entdecken Profivereine auch beim Merkur CUP junge Nachwuchskicker mit Potenzial für die große Karriere.

Durch die Coronakrise allerdings haben viele kleine Vereine Probleme damit, Spieler für ihre Jugendteams zu finden. Für Papistock eine erschreckende Entwicklung. „Es ist wichtig, dass die Burschen und Mädchen wieder dauerhaft zum Fußball kommen. Sie sind die Basis.“ Er befürchtet, dass vielen jungen Kickern der Alltag ohne verpflichtende Trainings oder Spiele gefallen könnte. Nun liege es an den Vereinen, die Kinder wieder zu begeistern, aber auch an den Eltern.

Apropos Eltern: In seiner langen Amtszeit als Spielleiter beim Merkur CUP musste Papistock immer wieder aufgebrachte Angehörige am Spielfeld beruhigen. „Vor allem die Mütter waren immer sehr nervös und laut“, erinnert er sich und lacht. Dass sich die Eltern heute stärker einmischen als früher, kann er jedoch nicht bestätigen. Man erfahre es durch die Medienvielfalt nur viel leichter. „Wenn vor 15 Jahren etwas in Dachau passiert ist, hat das doch bei uns niemand mitbekommen. Andersherum genauso.“ Auch die sozialen Medien hätten da viel verändert.

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