Kreisfinale in Puchheim

Merkur CUP: Germering zieht mit Vollgas ins Bezirksfinale

Einen Schritt schneller waren in der Regel die Kicker des SV Germering (schwarze Trikots).
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Einen Schritt schneller waren in der Regel die Kicker des SV Germering (schwarze Trikots).

Es war schon die allerhöchste Fußballkunst, die der SV Germering präsentierte – ein am Ende vom Turnierverlauf her logischer Sieger des Kreisfinales im Merkur CUP.

Puchheim – Ebenso verdient war, dass die Gastgeber vom FC Puchheim als unterlegener Endspielteilnehmer ebenfalls für das Bezirksfinale qualifiziert sind. Sie hatten immerhin als einzige Mannschaft dem Siegeszug der Germeringer zumindest kurzzeitig Einhalt geboten.

Dass der FCP im Finale mit 0:9 klar unterlag, war zwar bitter. Doch den ganz großen Jubel hatte es bei den Puchheimern bereits im Halbfinale gegeben. Gegen einen starken SC Olching blieb es lange torlos. Beide Teams kämpften, wie man immer so schön sagt, um jeden Zentimeter – verbissen, ehrgeizig, aber immer fair. Erst ein Abstaubertor von David Moloca sorgte für den entscheidenden Treffer zum 1:0. Den Sieg fest hielt aber auch FCP-Keeper Simon Kapiz mit einigen starken Paraden.

Angespannt verfolgten zahlreiche Eltern das Turnier.

Ihr Trainerduo Verena Huber und Florian Gögelein machten die FCP-Kicker damit richtig glücklich. „Es ist wie ein Traum. Ein ganz großer Erfolg für unseren Verein“, freute sich Huber. Und Gögelein wagte gleich einen Blick auf das Bezirksfinale: „Wir werden es genießen. Und ein bisschen was wollen wir schon auch mitnehmen.“ Im Finale gaben Huber und Gögelein dem gesamten Kader des Feeling beim Kreisfinale des Merkur CUPs, und das noch dazu vor heimischer Kulisse, dabei gewesen zu sein.

Etwas höher setzt Germerings Coach Rrusten Kajtazi die Erwartungen für die nächste Runde. Insgesamt 24 Turniertreffer von Leon Kajtazi (9), Aiden Ginda (6), Maxi Javotski (3), Luca Bloch, Orges Drgusha sowie Arel Kunic (je 2) können schon Begehrlichkeiten wecken. „Super Erfolg“, schwärmte der Germeringer Trainer erst einmal – um dann Ziele auszugeben. „Bezirksfinale ist wie Halbfinale im großem Pokal. Wenn du es erreichst, willst du ins Finale.“ Chancen dazu kann sich der SV Germering dank seines taktisch und technisch sehr gepflegten Spiels, das ein sorgfältiges Training verrät, mit gutem Recht ausrechnen.

Zumal sich der SV Germering als gutes Turnierteam zeigte, das sich von Spiel zu Spiel immer weiter steigerte. Im Halbfinale musste das auch der FC Eichenau anerkennen. Bis fast zur Halbzeit hielt der FCE tapfer ein 0:0. Doch dann fanden die Germeringer immer mehr und immer schneller Lücken. Am Ende landete der SVG bei einem halben Dutzend Treffern.

Drei der vier Halbfinalisten hatten sich vergleichsweise locker qualifiziert. Ausgerechnet bein späteren Finalisten FC Puchheim hing das Weiterkommen an einem relativ dünnen Faden. Leidenschaftlich kämpfende Türkenfelder hätten in der Vorrunde gegen den FCP ein kleines Fußball-Wunder vollbringen und 3:0 gewinnen müssen, um ihrerseits weiterzukommen. Mit zwei Treffern hatte man sich der Überraschung schon sehr angenähert. Doch aller Kampfgeist, selbst von Trainer Andreas Glas an der Seitenlinie, blieb ohne Lohn. „Wir haben auch für Luis gekämpft und gespielt“, so Türkenfelds Trainer. Gemeint war Luis Bajog, der sich zwei Wochen vor dem Merkur CUP in einem Ligaspiel den Fuß gebrochen hatte.

Nun muss er nicht nur zwölf Wochen einen Spezialschuh tragen. Seine Teamkameraden schoben ihn im Rollstuhl auf den Puchheimer Rasen. „Dauernd auf Krücken gehen wäre für ihn zu anstrengend gewesen“, erklärte Coach Glas und fügte schmunzelnd hinzu: „Der Luis ist so fußballbegeistert, der hätte womöglich die Krücken aus der Hand gelegt, um mitspielen zu wollen.“ Die Geste und der Teamgeist, einem verletzten Spieler das Dabeisein beim Merkur CUP zu ermöglichen, wurde dann auch belohnt. Der TSV Türkenfeld bekam den Fairnesspreis des Turniers in Puchheim verliehen.

Verletzt und trotzdem mittendrin: Türkenfeld ließ seinen Kameraden nicht hängen.

Zu wenig Lohn für viele Mühen fuhren die Kicker des TSV Jesenwang ein. Nicht nur einmal raufte sich Trainer Stefan Gietl die Haare, wenn die Fußspitze eines Stürmers zu kurz war oder der gegnerische Keeper gerade noch die Finger an den Ball brachte. Und wenn das nicht der Fall war, landete der Ball am Pfosten oder strich knapp vorbei. „Die Fußballgötter mögen uns heute einfach nicht“, bemerkte Gietl ein wenig verzweifelt – und blieb doch stolz. „Der fünfte Platz ist ein klasse Ergebnis. Dafür hat jeder sein Bestes gegeben.“

Das war ebenfalls bei den am Schluss des Feldes platzierten FC Emmering und SC Unterpfaffenhofen der Fall. Jeder hatte in Form von Toren oder Punkten sein Erfolgserlebnis. Jeder trug zum Gelingen des Kreisfinales bei.

Daran hatte aber auch der FC Puchheim als Gastgeber einen großen Anteil. Jeder Zuschauer konnte sich – im wahrsten Sinne des Wortes bestens versorgt von einem stets gut gelaunten Serviceteam an Grill und Kuchenbuffet – an einem mitreißende Fußballtag erfreuen. (Hans Kürrzl)

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