„Die Champions League der E-Jugend“

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Geballte Freude: Die Buben des FC Bayern, die 2011 den Merkur CUP gewannen.

Der Merkur CUP wird zum 25. Mal ausgetragen – Eine Erfolgsgeschichte feiert Jubiläum

Der Merkur CUP feiert in diesem Sommer seinen 25. Geburtstag, das Turnier blickt auf eine außergewöhnliche Erfolgsgeschichte zurück. Mehr als 144 000 Nachwuchsfußballer haben an dem größten E-Jugend-Turnier weltweit teilgenommen, unter den ehemaligen Teilnehmern finden sich spätere Weltmeister und Champions-League-Sieger.

Der Merkur CUP selbst ist als „Champions League der E-Jugend“ bekannt, auch 2019 haben sich 376 Mannschaften angemeldet, was nahezu 100 Prozent der Vereine im Spielbetrieb des Verbreitungsgebiets des Münchner Merkurs entspricht.

Auch Weltmeister fangen einmal klein an: Bayern-Star Thomas Müller stürmte 2000 noch für den SV Pähl.

Mit einem solchen Erfolg war natürlich nicht zu rechnen, als der heutige Gesamtleiter des Merkur CUP, Uwe Vaders, Heinz-Peter Birkner und Alfred Fackler vom Bayerischen Fußball-Verband und Sportchef Heinrich Lemer vom Münchner Merkur das Turnier 1995 aus der Taufe hoben. In welcher Altersklasse sollte gespielt werden? Wie sollte das Regelwerk aussehen? Einige Sitzungen waren nötig, um die Rahmenbedingungen festzulegen.

Dass die Entscheidung für die Altersklasse U11 die richtige war, zeigte sich schnell. Mehr als 4500 junge Fußballer nahmen an der Premiere des Merkur CUP teil, 383 Vereine aus ganz Oberbayern schickten ihre Teams ins Rennen. Das erste Bezirksfinale wurde in Germering-Unterpfaffenhofen gespielt, acht Mannschaften hatten sich qualifiziert, am Ende setzte sich der FC Bayern vor der SpVgg Unterhaching durch.

Karl-Heinz Rummenigge ließ es sich als erster Schirmherr des Merkur CUP nicht nehmen, die Siegerehrung persönlich durchzuführen. Der TSV 1860 München nahm an der Premiere des Turniers noch nicht teil, dafür sicherten sich die Löwen 1996 bei der zweiten Auflage den Pokal. In den ersten Jahren ging der Titel immer an einen der beiden großen Stadtrivalen, in der siebten Auflage des Merkur CUP konnte sich die SpVgg Unterhaching erstmals den silbernen Pokal sichern.

Der erste Schirmherr des Merkur CUP: Bayern-Vorstand Karl-Heinz Rummenigge.

Mit elf Titeln ist der FC Bayern nach 24 Austragungen Rekordgewinner, gefolgt von 1860 (9) und Unterhaching (3). Die „großen Drei“ dominieren das Geschehen und machen häufig die ersten drei Plätze unter sich aus. Unterbrochen wurde die Dominanz allerdings im Jahr 2015, als der FC Ismaning sensationell den Merkur CUP gewann und im Finale den SC Fürstenfeldbruck bezwang.

Von Anfang an wurde der Merkur CUP auch immer von bekannten Gesichtern aus dem Profi-Fußball begleitet. Der heutige Präsident der SpVgg Unterhaching, Manni Schwabl, trat 1997 seine erste Amtszeit als Schirmherr an, damals hatte er gerade seine Karriere beim TSV 1860 München beendet. Paul Breitner, Klaus Augenthaler, Werner Lorant und Berti Vogts schauten in den ersten Jahren bei den Auftaktveranstaltungen vorbei, schrieben Autogramme und beantworteten Fragen. Höhepunkt in dieser Hinsicht war sicherlich das Jahr 2009 als mit Stefan Reuter, Guido Buchwald und Uli Hoeneß gleich drei Fußball-Weltmeister die Auftaktveranstaltung besuchten.

Spiel der Emotionen: Zuschauer beim Merkur CUP.

Im Jahr drauf spendierte Bayern-Präsident Hoeneß den 16 Siegern der Kreisfinals ein Trikot des Rekordmeisters, signiert von den Spielern des FC Bayern. Beim in Rottach-Egern ausgetragenen Finale gratulierte Hoeneß dann dem eigenen Nachwuchs, von 2009 bis 2011 holte sich der FC Bayern den 72 Zentimeter großen Pokal dreimal in Serie.

Ein weiterer Meilenstein in der Geschichte des Merkur CUP war das 2013 erstmals ausgetragene Mädchen-Turnier mit 16 Teams im Jahr 2013. Der FFC Wacker München gewann die Premiere und dominiert seither das Geschehen mit fünf Titeln.

In diesem Sommer wird am 20. Juli im Sportpark Unterhaching übrigens erstmals das Buben- und Mädchen-Finale am gleichen Tag und am gleichen Ort ausgetragen. Auch in der 25. Auflage hat der Merkur CUP also immer noch Neues zu bieten.

Die Gewinner seit 1995

Rekordgewinner des Merkur CUP ist der FC Bayern München mit elf Titeln, gefolgt vom TSV 1860 München (9), der SpVgg Unterhaching (3) und dem FC Ismaning (1).

1995: FC Bayern München

1996: TSV 1860 München

1997: FC Bayern München

1998: FC Bayern München

1999: TSV 1860 München

2000: FC Bayern München

2001: SpVgg Unterhaching

2002: TSV 1860 München

2003: TSV 1860 München

2004: TSV 1860 München

2005: FC Bayern München

2006: TSV 1860 München

2007: FC Bayern München

2008: TSV 1860 München

2009: FC Bayern München

2010: FC Bayern München

2011: FC Bayern München

2012: TSV 1860 München

2013: Buben: Unterhaching - Mädchen: FFC Wacker München

2014: Buben: FC Bayern - Mädchen: FFC Wacker München

2015: Buben: FC Ismaning - Mädchen: FFC Wacker München

2016: Buben: TSV 1860 München - Mädchen: FFC Wacker

2017: Buben: SpVgg Unterhaching - Mädchen: SC Huglfing

2018: Buben: FC Bayern München - Mädchen: FFC Wacker

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