Merkur CUP Schirmherr Manni Schwabl im Interview:

„Bodenständigkeit, Demut, Anstand“

Manni Schwabl - Merkur CUP Schirmherr und Präsident der SpVgg Unterhaching

Manni Schwabl über seine Prioritäten in der Fußball-Nachwuchsarbeit

Manni Schwabl, Präsident der SpVgg Unterhaching, ist nicht nur Schirmherr des Merkur CUP, sondern in diesem Sommer auch Gastgeber. Am Samstag, 20. Juli, steigt im Sportpark Unterhaching das große Finale, erstmals werden die Merkur-CUP-Endspiele der Mädchen und Buben am gleichen Tag und am gleichen Ort ausgetragen. Im Interview spricht der Ex-Profi über die Bedeutung des U11-Turniers und erklärt, worauf es in Hachings Jugendarbeit ankommt.

Nach 1997 haben Sie 2018 zum zweiten Mal die Schirmherrschaft für den Merkur CUP übernommen. Warum liegt Ihnen der Merkur CUP so am Herzen?

Weil diese Veranstaltung neben der sportlichen Attraktivität vor allem auch den sozialen und menschlichen Gedanken im Herzen trägt, das passt perfekt zu meiner Sichtweise und dementsprechend auch zur SpVgg Unterhaching.

Praktisch alle Vereine, die im Spielbetrieb sind, nehmen auch am Merkur CUP teil. Was macht das Turnier so attraktiv?

Der sportliche Wert ist hier wesentlich höher als die Liga an sich im U11-Bereich, das merke ich auch bei uns allgegenwärtig.

Sie haben die Kombination aus sozialem und sportlichem Anspruch erwähnt. Worauf legen Sie in Unterhaching in der Ausbildung junger Spieler besonders Wert?

Neben dem sportlichen Grundtalent und Ehrgeiz ist bei uns besonders wichtig, dass die Jungs mit Bodenständigkeit, Demut und Anstand an die Sache ran gehen. Ohrringe und Rollkoffer sowie Zopf sind bei uns eher nicht so gefragt. Wesentlich wichtiger sind hier die Noten in der Schule und vor allem die soziale Bewertung.

Einige spätere Profis haben am Merkur CUP teilgenommen, darunter Ihr Sohn Markus 2001. Wie haben Sie seine Teilnahme erlebt?

Er hat seinerzeit noch für Holzkirchen gespielt und schon damals war die hohe Wertschätzung aller Orten für diesen CUP spürbar.

Kann man in dem Alter schon erkennen, ob ein Spieler das Zeug zum Profi hat?

Wenn man genau hinschaut und diese Zeiten selbst schon mal erlebt hat, sieht man sehr viel, natürlich noch nicht alles. Aber alleine an der Körpersprache und am Willen kann man definitiv eine Tendenz erkennen.

Welchen Einfluss kann so ein Turnier auf die Entwicklung eines Fußballers haben?

In diesem Alter stehen die Jungs und Mädels ja erst am Anfang, aber wer sich hier schon durchsetzt beziehungsweise in den Vordergrund spielt, hat schon eine gewisse Fantasie für die Zukunft.

Im Juli findet das Finale im Sportpark Unterhaching statt. Was können die teilnehmenden Mannschaften dort erwarten?

Auf alle Fälle Top-Bedingungen und eine tolle Atmosphäre im Stadion.

Wie sehen Sie die Chancen, dass der Unterhachinger Nachwuchs in diesem Jahr zum vierten Mal den Merkur CUP gewinnt?

Wir sind mittlerweile auf Augenhöhe mit den Großen und haben sicherlich alle Chancen, den nächsten Coup zu landen, aber die Konkurrenz wird alles in die Waagschale werfen, damit das Unterhachinger „Finale dahoam“ anders ausgeht.

Interview: Christian Stüwe

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