Kreisfinale Weilheimer Tagblatt - Kreis 09:

Peißenberg glänzend, Iffeldorf nervenstark

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Die einen spielen, die anderen sehen zu: Das Foto zeigt eine Szene aus dem Spiel um Platz drei, in dem der SV Raisting (rote Trikots) mit 7:3 gegen Gastgeber Wielenbach siegte.

TSV qualifiziert sich zum vierten Mal binnen sechs Jahren fürs Bezirksfinale – Osterseen-Team gewinnt Halbfinale im Achtmeterschießen

Ein Achtmeter kann eine sehr komplizierte Angelegenheit sein, doch Niklas Blankenberg ließ es spielend einfach aussehen. Der junge Iffeldorfer fackelte nicht lange, lief mutig an und donnerte den Ball halbhoch ins Netz. Luis Popp im Wielenbacher Tor, der davor noch einen Elfmeter grandios pariert hatte, war chancenlos. Sekundenbruchteile danach stürmte Blankenberg los – auf seine Kameraden zu, die an der Mittellinie laut jubelnd umherhüpften. Die Szene war der Schlusspunkt unter ein denkwürdiges Halbfinalspiel im Kreisfinale des Merkur CUP im Verbreitungsgebiet von „Weilheimer Tagblatt“ und „Penzberger Merkur“.

Die E-Junioren des TSV Iffeldorf und des SV Wielenbach hatten sich beim Kampf um die Tickets fürs Bezirksfinale ein spannendes Duell geliefert. Julian Ludewig traf für Iffeldorf zum 1:0 (2.), Wielenbachs Carolina Wechsler erzielte das 1:1 (16.). Danach hatten beide Teams Chancen, die Iffeldorfer trafen die Latte. In der Verlängerung fiel kein Tor, somit musste erstmals seit 2010 die Entscheidung in einem Halbfinale wieder im Achtmeterschießen fallen. Iffeldorf setzte sich mit 4:3 gegen Wielenbach durch.

Anlaufpunkt für Spieler und Zuschauer: der Kiosk am Sportgelände (hier mit Tanja Lautenbacher und Hannah Popp).

„Wir sind absolut stolz“, sagte Iffeldorfs Betreuer Bernhard Splistisser. Erst ein Mal, im Jahre 2011, hatten die Iffeldorfer bislang ein Bezirksfinale erreicht. Nun gelang erneut der Sprung. „Gehofft haben wir insgeheim schon“, sagte Splistisser. Und nach den Gruppenspielen war er auch zuversichtlich. „Da haben wir dominant gespielt.“ Splistisser fand es auch schön, dass sich diesmal fürs Kreisfinale „auch viele kleine Vereine qualifiziert haben. Da wird auch gute Arbeit geleistet.“ TSV-Trainer Tom Märkl war nach dem Achtmeterschießen „erst einmal fertig“. Die Wielenbacher nahmen das knappe Aus sportlich. „Wir wollten uns als Gastgeber entsprechend präsentieren, das haben wir geschafft“, sagte Stefan Popp, der zusammen mit Peter Kiefer das Team trainiert. Er bescheinigte seinen Schützlingen, unter denen sich einige aus dem 2007er-Jahrgang befinden „eine gute Leistung“.

Im anderen Halbfinale waren die Verhältnisse schnell geklärt. Der TSV Peißenberg lag gegen den SV Raisting nach eineinhalb Minuten mit 2:0 vorn und gewann mit 8:0. Felix Kowalski (2), Simon Seebauer (2), Florian Klinger, Moritz Hoyer und Benjamin Friedrich erzielten die – zum Teil herrlich herausgespielten – Treffer. Das 0:5 resultierte aus einem Raistinger Eigentor. Die Peißenberger gewannen auch das Endspiel gegen Iffeldorf durch ein Tor von Felix Kowalski (3.) – und sicherten sich so ein von den FC-Bayern-Stars signiertes Trikot. TSV-Trainer Manfred Maier war hochzufrieden: „Wir sind super als Mannschaft aufgetreten. Darauf legen wir Wert.“ Vor vier Jahren übernahm er die Mannschaft, die damals in der F2-Jugend antrat. In der Gruppenphase gewann Peißenberg gegen Wielenbach (4:0) und Huglfing (7:0) zweimal klar. Das Halbfinale war damit erreicht. Im Spiel gegen Antdorf (1:1) geriet der Motor etwas ins Stottern. „Das war eher hilfreich. Danach haben sich die Burschen fürs Halbfinale wieder konzentriert“, so Maier. Sein Team ist heuer insgesamt „richtig gut drauf. Das macht Spaß.“

Die Spieler des SV Raisting waren nach dem Halbfinal-Aus zunächst bitter enttäuscht. Trainer Alexander Baierl hatte ein dennoch Lächeln auf dem Gesicht: „Wir sind weiter gekommen, als wir vorher gedacht haben. Wir fahren glücklich heim.“ Die Raistinger Truppe bestand zum Großteil aus Spielern des Jahrgangs 2007. „Für uns war es ein Schnupperjahr“, sagte Baierl. Im Spiel um Platz drei gaben die Raistinger noch einmal alles und gewannen mit 7:3.

Fotos vom Kreisfinale:

Fotos vom Kreisfinale beim SV Wielenbach

Mehr ausgerechnet hatte sich der TSV Weilheim, der in der Vorrunde dominiert hatte (wir berichteten) und das Kreisfinale als Fünfter abschloss. „Wir haben einen schlechten Tag erwischt“, sagte Trainer Edin Ohran. Die anderen Teams „wollten den Sieg mehr“. Raisting und Iffeldorf seien verdient ins Halbfinale gekommen. „Wir haben eine gute Truppe, aber es ist diesmal blöd gelaufen“, so Ohran. Der ASV Antdorf war mit seinen Auftritt „absolut zufrieden“, so Trainer Stefan Streicher. Die Mannschaft, in der sich fast ausnahmslos jüngere Spieler befanden, „hat das gespielt, was sie kann“. Die Antdorfer haben Spaß am Kreisfinale gefunden: „Nächstes Jahr wollen wir wieder dabeisein“, sagte Streicher.

Der SC Huglfing wurde Siebter des Turniers. Den Start in der Gruppenphase „haben wir verschlafen“, sagte Trainer Andreas Drexler. Nach dem 0:1 gegen Antdorf und dem 0:7 gegen Turnierfavorit Peißenberg zeigte der SC dann aber „eine super Reaktion“, so Drexler. Die Partie gegen Wielenbach (2:1) und das Platzierungsspiel gegen die SpVgg Maxkron (3:0) gewann das Team. Bei der Siegerehrung wurden die Huglfinger mit dem „E.ON Fairnesspreis“ (ein Satz Trikots) ausgezeichnet. Erstmals für ein Kreisfinale hatte sich die JSG SpVgg Maxkron/DJK Penzberg qualifiziert. Das Team kämpfte wacker, holte beim 3:6 gegen Iffeldorf sogar den berühmten Extra-Punkt (für drei oder mehr pro Spiel erzielte Tore) und wurde Achter. „Es war ein Riesenerlebnis. Die Jungs waren vor dem Turnier brutal nervös“, sagte Trainer Alexander Strupf. „Wir waren nicht optimal aufgestellt, aber alle haben ihr Bestes gegeben.“

Top war einmal mehr die Organisation durch den SV Wielenbach. Hans-Peter Lautenbacher und sein Helfer-Team erledigten gewohnt unaufgeregt die Arbeiten im Hintergrund. Dafür gab’s von BFV-Spielleiter Alex Strobel ein Sonderlob. Alles im Griff hatte auch das Schiedsrichter-Trio Klemens Wind (TSV Feldafing), Cindy Scheu (BSC Oberhausen) und Michael Strupf (SpVgg Maxkron) Insbesondere das faire Verhalten von Eltern und Zuschauern gefiel BFV-Funktionär Strobel: „Das war mehr als vorbildlich.“ Und mit Blick aufs Bezirksfinale sagte Strobel in Richtung des TSV Iffeldorf und TSV Peißenberg: „Es wird mal wieder Zeit, dass ein Teams aus unserem Landkreis ins große Finale kommt.“

Den kompletten Zeitungsbericht zum Kreisfinale gibt's hier zum Download.

Alle Ergebnisse im Überblick.

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