Geschenke werden nicht verteilt

Gruppe 1: SV Bad Tölz und TSV Benediktbeuern Favoriten für das Halbfinale – In Gruppe 2 hoffen drei Teams auf Rang zwei hinter Lenggries

Bereits am kommenden Samstag geht der Merkur CUP im Bereich des Tölzer Kurier in die zweite Runde. Ab 11 Uhr kämpfen im Kreisfinale acht E-Junioren-Mannschaften in zwei Gruppen um den Einzug ins Bezirksfinale. Ausgetragen wird das Turnier auf dem Sportgelände des SV Bad Tölz auf der Flinthöhe. Die beiden Ersten jeder Gruppe kommen ins Halbfinale. Die Gewinner dürfen sich freuen, denn die Finalisten sind für die nächste Runde, eines der vier Bezirksfinals, qualifiziert.

In der Gruppe 1 stehen sich gleich zwei Favoriten gegenüber: Der gastgebende SV Bad Tölz und der TSV Benediktbeuern, die in den Vorrundenturnieren am Samstag einen ausgezeichneten Eindruck hinterließen. Dazu kommen der TSV Dietramszell und der SV Wackersberg-Arzbach, dem eine gute Außenseiter-Rolle zuzurechnen ist. Wenig erbaut zeigt sich SVWA-Coach Sepp Kaltenhauser über die Gruppeneinteilung: „In der anderen wäre das Erreichen des Halbfinales wesentlich leichter.“ Sein Hauptproblem ist erneut der kleine Kader: „Es ist doch etwas anderes, wenn ich aus 25 E-Junioren die besten raussuchen kann, als wenn meine zehn Buben alles sind, was wir in der Altersklasse haben.“ Trotzdem kann er sich vorstellen, „dass wir etwas reißen. Geschenke verteilen wir keine.“

Auch SV-Coach Manfred Bimmel hofft auf die Bezirksfinals. „Aber du darfst keinen Gegner unterschätzen.“ Gegen Benediktbeuern müsse man aufpassen. „Aber wenn meine Buben so spielen wie in der Vorrunde, hab’ ich keine Bedenken.“ Gute Chancen auf das Halbfinale sieht auch der Beurer Coach Gerald Dittmar: „Freilich gehört ein Quäntchen Glück dazu.“ Zudem plädiert er an die Gerechtigkeit: „Im Vorjahr waren wir im Kreisfinale unglücklicher Dritter. Dafür sollte heuer das Glück auf unserer Seite sein.“

In der Gruppe 2 sehen die drei Trainer des SV Bad Heilbrunn, des SC Reichersbeuern und des SC Gaißach den Lenggrieser SC als Favoriten. „Aber als Gruppenzweiter kommt man ja auch ins Halbfinale“, sieht HSV-Coach Andreas Klora dort die Chance seines Teams. Vor allem setzt er auf die starken Brüder Louis und Marius Schwarzmann, die in der Vorrunde noch gefehlt hatten. „Wenn das ganze Team wieder gut drauf ist, könnte es mit dem Halbfinale klappen.“

„Meine Kicker haben sich riesig gefreut, dass wir die erste Runde überstanden haben. Alles, was jetzt noch kommt, betrachte ich als Zugabe“, erklärt Sebastian Bartsch, der Trainer des SC Reichersbeuern. Auch wenn er gehörigen Respekt vor Lenggries hat, hofft er: „Der HSV und Gaißach sind die Gegner, wo vielleicht etwas zu holen ist. Vielleicht gelingt uns ja eine Überraschung.“ Freilich ist auch seine Truppe diesmal hoch motiviert, „weil das Kreisfinale im Merkur CUP schon etwas Besonderes ist.“

SCG-Coach Edi Hanakam gibt zu, dass „wir ein bisschen glücklich weitergekommen sind. Da sind meine Buben vor Freude fast ausgeflippt.“ Er rechnet damit, Reichersbeuern schlagen zu können: „Unser Ziel ist es, zumindest Platz fünf zu erreichen.“ Von der Vorrunde gewarnt ist hingegen LSC-Coach Elmer Hernandez, der die Niederlage gegen Wackersberg noch nicht verdaut hat: „Das war katastrophal.“ Wenn seine Kicker am Samstag aber zu Normalform finden, „ist das Halbfinale zu 100 Prozent drin. Die Qualität haben wir, aber die Entscheidung liegt auf dem Platz.“

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