Von Favoriten und Überraschungsteams

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Jubeltraube um den Torwart: Der SV Hohenfurch setzt sich im Achtmeterschießen 7:6 gegen Schongau durch.

Beim Kreisfinale des Merkur CUP in Schwabbruck war einfach alles geboten: Oben Sonne und Regen, unten viele Tore, spannende Partien und Achtmeterschießen. Am Ende durften zwei Teams jubeln. Sie fahren zum Bezirksfinale.

Aus dem Buch der Werte liest Schwabbrucks Kapitän Leander Bussewitz vor, seine Kameraden Luis Schlögel und Ludwig Reindl halten den Text.

„Ich bin ganz happy“, jubelte Wildsteigs Teamchef Michael Trainer beim Kreisfinale um den Merkur CUP in Schwabbruck. Gerade hatte sein Team das Achtmeterschießen mit 4:2 gegen den weitaus höher gehandelten TSV Schongau gewonnen – das bedeutete nicht nur den Sieg im Halbfinale. „Wir sind im Bezirksfinale. Das ist sensationell“, sagte Trainer völlig begeistert. „Damit habe ich nie gerechnet.“ Es dauerte eine Weile, bis er seine Fassung wiedergefunden hatte. Dass im Endspiel dann eine Niederlage folgte, war halb so wild. 5:0 bezwang da der TSV Peiting die Wildsteiger. Der Turniersieger war schon im Vorfeld hoch gehandelt worden – und wurde der Favoritenrolle gerecht. Nach dem Sieg in der Gruppe A gewann Peiting im Halbfinale 2:0 gegen den SV Hohenfurch. Schon zur Halbzeit lagen die Peitinger, die sich ständig auf dem Vormarsch befanden und noch drei Pfosten- beziehungsweise Lattentreffer hatten, vorne. Maxi Seidel sowie jeweils zweimal Lukas Greis und Raffael Mayr ballerten schließlich den TSV im Finale zum 5:0-Erfolg – und zum Turniersieg. Damit vertreten der TSV Peiting und der SV Wildsteig den Heimatbereich der Schongauer Nachrichten beim Bezirksfinale. Wildsteig wurde am Samstag sogar doppelt belohnt: Die Mannschaft gewann den Fairnesspreis – einen Satz Trikots und T-Shirts von ESB Energie Südbayern.

Für fast noch mehr Spannung als das Finale sorgte das Spiel um den dritten Platz zwischen dem SV Hohenfurch und dem TSV Schongau. 3:3 stand es nach zweimal zehn Minuten Spielzeit, das Achtmeterschießen entschieden die Hohenfurcher mit insgesamt 8:7 für sich.

Für Gastgeber Schwabsoien/Schwabbruck reichte es in der Endrunde nach einem 2:1 gegen die SG Burggen/Ingenried noch zu Rang fünf. Der siebte Platz ging an die SG Reichling/Hofstetten, die sich im Entscheidungsspiel mit 6:1 gegen den TSV Bernbeuren schadlos hielt.

Mit dem Endspiel endete auf dem Sportplatz in Schwabbruck ein toller Fußball-Tag. Viele gute Spiele erlebten die Besucher. Ein riesiges Lob sprach den Fußballern „Mister Merkur CUP“ Uwe Vaders aus. Er ist der Cheforganisator der weltweit größten Fußballrunde für den E-Jugend-Jahrgang mit seinen fast 400 Mannschaften.

Weiter geht’s jetzt für Peiting und Wildsteig mit den Bezirksfinals am 6./7. Juli. Dort qualifizieren sich die jeweiligen zwei besten Teams fürs große Merkur-CUP-Finale am 20. Juli in Unterhaching. Peiting könnte angesichts der gezeigten Leistungen durchaus dabei sein. „Ihr seid grandiose Fußballer“, rief Vaders allen jungen Kickern zu. „Die Nationalmannschaft wird sich freuen.“

Jubeltraube um den Torwart: Der SV Hohenfurch setzt sich im Achtmeterschießen 7:6 gegen Schongau durch.

Einzig das Wetter spielte nicht mit. Immer wieder schweifte der Blick in den wolkenverhangenen Himmel. „Wenn es nur nicht regnet“, bangte Ralf Klein, der fleißige Jugend-Vertreter des Kreises Zugspitze. Doch vom Nass blieben die Kicker nicht verschont. Als Schwabsoien/Schwabbrucks Kapitän Leander Bussewitz die Regeln beim Buch der Werte verlas, herrschte noch Sonnenschein. Der sollte alsbald weichen. Die Vorrundenspiele waren noch nicht rum, da goss es wie aus Kübeln. Weicheier sind die kleinen Fußballer nicht. Sie spielten munter durch, mit Spaß und Freude. Der Starkregen hörte zwar auf, doch immer wieder kam eine Brise Nass herrunter. Bei der Siegerehrung lobte Torsten Horn vom Münchner Merkur, unterstützt von Vaders und Lisa Oberhuber, nicht nur die Fußballer, sondern gleichsam Schwabbrucks Jugendleiter Stefan Köhler mit seinen Helfern. „Es war schön bei euch, ihr habt ein tolles Fußballfest veranstaltet“, schwärmte Horn. Auch Martin Kölbl vom Bayerischen Fußball-Verband half fleißig mit.

Für das Siegerteam gab es Spielbälle, wie sie auch alle anderen Mannschaften bekamen, Eintrittskarten für ein Match des FC Bayern München und ein signiertes Trikot der Bayern. Eintrittskarten für ein Spiel der SpVgg Unterhaching bekamen alle Teams. Dazu gab’s das Buch der Werte und die Merkur-CUP-Fankarte. Die Schiedsrichter der Partien waren Matti Fischbach vom SV Raisting, Hohenfurchs Jonas Kothmayr, Michele Höfle aus Schwabsoien und Peitings Miriam Weinbuch.

Den kompletten Zeitungsbericht zum Kreisfinale gibt's hier zum Download.

Alle Ergebnisse im Überblick.

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