Schwankende Junglöwen

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Hoch hinaus: Der TSV 1860 (am Ball) gewinnt das Endspiel gegen Haidhausen mit 4:0.

1860-Trainer glaubt trotz Sieg im Kreisfinale nicht an Titelverteidigung

Vielleicht waren es ja die Trikots des Gegners, die Franz Leders Junglöwen im Finale zu ihrer besten Turnierleistung antrieben. Ganz in Rot, mit einem Telekom-T auf der Brust, war die SpVgg 1906 Haidhausen zum Endspiel aufgelaufen. Und sollte gegen die zuvor wenig souveränen E-Junioren des TSV 1860 ohne Chance bleiben. 4:0 gewann der Löwen-Nachwuchs das Endspiel und bestätigte damit die Aussage des 59-jährigen Trainers, dass ihn sein Team immer wieder durch „schwankende Leistungen“ überrasche: „Wir sind in der Lage, heute Borussia Dortmund zu schlagen und morgen gegen Olympiadorf-Concordia zu verlieren.“ Der Titelverteidiger des Merkur CUP werde sich in diesem Jahr im Finalturnier, sofern er sich denn dafür qualifiziert, „extrem schwertun“, wie Leder skeptisch prognostiziert. „Viel zu viele Chancen“ benötige seine Mannschaft, moniert der hauptberufliche Polizist, der seit 2009 im 1860-Nachwuchs tätig ist. Der „absolute Topfavorit in diesem Jahr“, erklärt Leder unmissverständlich, sei deshalb „zweifelsohne Bayern“.

Im Kreisfinale immerhin konnten die „spielerischen Defizite“, die selbst der 1860-Coach einräumte, durch Moral, Kampfkraft und Nervenstärke kompensiert werden. Nach zum Teil mageren Vorstellungen in der Gruppe waren die Junglöwen im Halbfinale gegen den SC Stern zunächst in Rückstand geraten. Bis in die zweite Halbzeit durften die Buben des erst 17-jährigen Stern-Trainers Leon Jantscher von einer handfesten Überraschung träumen. Dann allerdings drehten Tuna Yilmaz mit seinem Ausgleichstreffer und Lukas Reich mit einem lupenreinen Hattrick die Begegnung, 1860 siegte noch mit 4:1 und sicherte sich das Ticket für Bezirksfinale am kommenden Sonntag in Königsdorf. Balsam auf die geschundene Löwen-Seele.

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