Die Talenteschau

Tonangebend: Andrea Celikkaya, Trainerin des SV Am Hart, gibt Anweisungen, ihre Buben sind ganz Ohr. Foto: Lackovic

Beim Merkur CUP wurden viele begabte Fußballer entdeckt

Mitte der zweiten Halbzeit des Spiels um Platz sieben tauschte der SV Nord-Lerchenau den Torwart aus. Der ausgewechselte Lukas Woop erhielt viel Applaus von den heimischen Fans, Trainer und Jugendleiter Ergin Piker nahm den jungen Keeper an die Hand und lief mit ihm zum Anhang, um eine Welle zu starten. „Ich wollte ihm einen schönen Abschied von den Fans ermöglichen“, erklärte Piker die Maßnahme nach dem Spiel. Für Woop war es nämlich das letzte Spiel für den SV Nord-Lerchenau, er wechselt zur kommenden Saison zum Bezirksfinalisten TSV Milbertshofen.

Begehrtes Talent: Lukas Woop wechselt zum TSV Milbertshofen. Foto: Lackovic

Schon in der Altersklasse U 11 werden Talente erspäht, jedes Jahr sichern sich die großen Vereine die besten Spieler. Auch beim Merkur CUP wurden schon einige Talente entdeckt, das prominenteste Beispiel ist sicherlich Thomas Müller. Im Sommer 2000 erkämpfte sich der spätere Weltmeister mit seinem Heimatverein TSV Pähl den sechsten Platz in der Gesamtwertung, beim Bezirksfinale in Murnau wurde er von einem Scout des FC Bayern angesprochen, für den er bekanntermaßen bis heute spielt. Rund 80 Spieler, die in den vergangenen 25 Jahren am Merkur CUP teilnahmen, wurden später professionelle Fußballer.

Wohin der Weg eines Tages für Lukas Woop führen wird, ist noch nicht abzusehen. Aber für Vereine wie den SV Nord-Lerchenau ist es natürlich nicht einfach, wenn die besten Nachwuchsspieler sich anderen Teams anschließen. Gleich vier Talente waren in diesem Sommer zu Probetrainings bei Konkurrenten eingeladen. „Aber wir haben das Glück, dass die meisten bleiben, weil wir eine starke Gemeinschaft haben“, erklärte Jugendleiter Piker. Im Verein wird sehr auf die Sozialkompetenz der Spieler geachtet, ein Konzept zur Ausbildung der jungen Fußballer und zum Umgang miteinander wurde erarbeitet, ähnlich dem „Buch der Werte“, das beim Merkur CUP als Leitfaden für das Verhalten auf und neben dem Platz gedacht ist.

Und sportlich kann sich die Leistung auch sehen lassen. Die Gastgeber sicherten sich durch ein 3:2 gegen den SV Waldperlach Platz sieben. „Das Erreichen des Kreisfinales ist sensationell für uns“, sagte Piker: „Dass wir es hier austragen durften, ist die Kirsche oben drauf. Das Wetter hat gepasst, die Stimmung war gut. Was will man mehr?“

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