Neun Achtmeter – dann jubelt Planegg

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Langer Schuh im Endspiel: Der FC Bayern (vorne) enteilt dem SV Planegg-Krailling, gewinnt mit 7:0.

Nach Halbfinal-Krimi im Bezirksfinale – FC Bayern gewinnt das Kreisfinale souverän und schickt eine Kampfansage

Zwei Achtmeter hat Jannis Frensch ohne Zögern eiskalt versenkt. Danach aber muss er überlegen: Wie nennt man das eigentlich, was da gerade passiert ist? „Wir waren quasi in der Verlängerung vom Elfmeterschießen“, sagt der Abwehrchef des SV Planegg-Krailling schließlich. Nach Ende der Verlängerung stand es 1:1 im Halbfinale gegen den SV Waldeck Obermenzing und auch nachdem alle sieben Schützen pro Mannschaft angetreten waren, hieß es 7:7 (jeweils einer traf nicht). Also musste erst Mitspieler Atakan Buyar ein zweites Mal ran für die Planegger, nach ihm Jannis. Dann traf Waldecks Florian Patz nur den linken Pfosten – damit hatte Planegg mit dem neunten Schuss das Achtmeterschießen gewonnen.

Der Sieg bedeutete für Planegg nicht nur den Einzug ins Endspiel des Kreisfinals. Zugleich haben sich Jannis und Co. qualifiziert für das Bezirksfinale des Merkur CUP, den unsere Zeitung in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Fußball-Verband (BFV) und den Partnern E.ON, Ensinger Mineral-Heilquellen, CEWE, der Bavaria Filmstadt und macron austrägt. Die Planegger gehören somit zu den 32 besten Mannschaften beim größten E-Jugend-Turnier der Welt.

Bis der Jubel darüber ausbrach, dauerte es eine Weile: „Das Spiel ging echt an die Substanz, die Jungs sind noch nicht gelöst“, sagte Trainer Andreas Daul nach dem Schlusspfiff. „Dass es neun Schützen braucht, um das Spiel zu entscheiden, ist unglaublich.“ Eigentlich habe er ohnehin gedacht, 26 Minuten reguläre Spielzeit wären genug, um den Sieg klarzumachen. Um sicher zu gehen, haben die Planegger unter der Woche aber auch Achtmeterschießen geübt. Trotzdem: „Als ich zum Punkt gelaufen bin, war ich schon sehr aufgeregt“, so Jannis Frensch, „beim Anlaufen ging’s dann.“

Fotos vom Kreisfinale:

Fotos vom Kreisfinale bei der DJK Würmtal-Planegg

Die Waldecker waren kaum weniger treffsicher. Bei Florian Patz, der den Achtmeter-Krimi mit seinem Pfostentreffer beendete, flossen ein paar Tränen. „Flo war sehr traurig, weil er eigentlich ein sicherer Schütze ist. Aber wir haben ihn aufgebaut. Jetzt ist er wieder beisammen“, so Trainer Sasa Petkovic später. Immerhin: Im Spiel um Platz drei gegen den FC Hertha durften seine Buben noch einmal im Achtmeterschießen ran, diesmal mit erfreulicherem Ausgang. Weil der dritte Platz aber nicht reicht für das Weiterkommen ins Bezirksfinale, musste Petkovic zugeben: „Die Enttäuschung überwiegt bei uns.“

Im großen Finale auf dem Gelände der DJK Würmtal-Planegg traf der SV Planegg-Krailling dann auf den großen FC Bayern. Es lag vielleicht auch am kräfte- und nervenzehrenden Halbfinalkrimi der Planegger, dass sie den Roten nicht viel entgegenzusetzen hatten. Die Bayern um Spielmacher Jannik Joas wirbelten die Defensive durcheinander, Stürmer Marcel Kroczek und Louis Richter trafen beide gleich doppelt. Am Ende hieß es 7:0 für den FCB.

Bayern-Trainer Kay Altenkirch war zufrieden: „Die Jungs haben das gut gemacht. Im Finale haben wir die spielerischen Lösungen gezeigt, die wir im Training üben.“ Am ersten Juli-Wochenende steht nun das Bezirksfinale an, Altenkirch richtet den Blick aber schon auf das große Finale am 15. Juli in Warngau: „Ein paar Sachen habe ich heute bei uns gesehen, an denen wir bis dahin noch arbeiten können.“ Mit Blick auf den Vorjahressieg von der Konkurrenz des TSV 1860 verabschiedete sich Altenkirch mit einer Kampfansage: „Wir sind mal wieder dran.“

Den kompletten Zeitungsbericht vom Kreisfinale gibt's hier zum Download.

Alle Ergebnisse im Überblick.

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