Kreisfinale Miesbacher Merkur - Kreis 12:

Bad Wiessee gelingt der Coup

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Gegenseitig neutralisiert haben sich in der Vorrunde die Sportfreunde Föching (in Blau) und der TSV Weyarn.

Überraschungsturniersieger schaltet erst den TuS Holzkirchen und im Finale den TSV Weyarn aus

Der Merkur CUP schreibt seine eigenen Geschichten. Als am Samstag die acht besten E-Junioren-Teams aus dem Landkreis beim TuS Holzkirchen bei perfekten Bedingungen das Finale 2018 ausspielten, zeigte sich einmal mehr: Das größte E-Junioren-Turnier der Welt ist voller Überraschungen – und mit dem TSV Bad Wiessee seinen Sensationssieger im Kreisfinale.

Noch nie in der Vereinsgeschichte stand das Team aus dem Tegernseer Tal im Bezirksfinale, und hätte man im Vorfeld um Ergebnistipps gebeten, hätte der TSV nicht als Topfavorit gegolten. Doch – und das ist das Schöne – der Merkur CUP ist anders. Und so standen die Wiesseer am Ende in ihren leuchtend gelben Trikots bei der Siegerehrung, nahmen Geschenk um Geschenk in Empfang und schwankten dabei zwischen Glückseligkeit und Skepsis, ob das alles wirklich wahr ist.

„Es war ein holpriger Beginn. Danach haben wir uns gesteigert und im Halbfinale taktisch diszipliniert und sehr konzentriert gespielt“, beschreibt Trainer Hansjörg Hotz den Weg an die Spitze. Gemeinsam mit Roland Schmid hatte er zusehen müssen, wie sie das Auftaktspiel gegen Irschenberg mit 1:3 verloren ging. Die kleinen Blauen hatten sie mit dem 1:0 überrumpelt, dem Ausgleichstreffer sofort das 2:1 folgen lassen und sich mit dem 3:1 auch den Offensiv-Zusatzpunkt gesichert.

Doch gegen Darching wetzten die Wiesseer die Scharte aus und holten beim 3:0 noch den wichtigen Extrapunkt, mit dem sie nach dem 1:1 gegen Otterfing gegenüber der DJK die Nase vorn hatten und den Einzug ins Halbfinale schafften. Dort traf der TSV auf die Gastgeber, die mit beeindruckenden zwölf Punkten und 12:0 Toren mühelos die Vorrunde der Gruppe A gemeistert hatten und nach diesem souveränen Auftreten als klarer Favorit aufs Feld gingen.

Unter den Augen Werner Spenglers, der mit seinen einstigen Fußballkindergarten-Spielern mitfieberte, kam es zu einem Paradebeispiel, wie Merkur CUP funktioniert und dass es bei der kurzen Spielzeit auf Mut und Mannschaftsgeist ankommt. Wie paralysiert nahm Holzkirchen Leon Bogovics 1:0 auf, und nur wenige leisteten die Gegenwehr, mit der sie das Match hätten herumreißen können. So ging Wiessee mit 2:0 in die Pause, und als TuS-Trainer Martyn Sugzda auch nach dem Seitenwechsel weder taktisch noch durch frische, motivierte Spieler eine Antwort auf den Rückstand suchte, konnte Bad Wiessee die Führung ohne große Gegenwehr gelassen über die Zeit bringen.

Fotos vom Kreisfinale beim TuS Holzkirchen

Fotos vom Kreisfinale-2018 beim TUS Holzkirchen
Fotos vom Kreisfinale-2018 beim TUS Holzkirchen © Thomas Plettenberg
Fotos vom Kreisfinale-2018 beim TUS Holzkirchen
Fotos vom Kreisfinale-2018 beim TUS Holzkirchen © Thomas Plettenberg
Fotos vom Kreisfinale-2018 beim TUS Holzkirchen
Fotos vom Kreisfinale-2018 beim TUS Holzkirchen © Thomas Plettenberg
Fotos vom Kreisfinale-2018 beim TUS Holzkirchen
Fotos vom Kreisfinale-2018 beim TUS Holzkirchen © Thomas Plettenberg
Fotos vom Kreisfinale-2018 beim TUS Holzkirchen
Fotos vom Kreisfinale-2018 beim TUS Holzkirchen © Thomas Plettenberg
Fotos vom Kreisfinale-2018 beim TUS Holzkirchen
Fotos vom Kreisfinale-2018 beim TUS Holzkirchen © Thomas Plettenberg
Fotos vom Kreisfinale-2018 beim TUS Holzkirchen
Fotos vom Kreisfinale-2018 beim TUS Holzkirchen © Thomas Plettenberg
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Fotos vom Kreisfinale-2018 beim TUS Holzkirchen © Thomas Plettenberg
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Fotos vom Kreisfinale-2018 beim TUS Holzkirchen © Thomas Plettenberg
Fotos vom Kreisfinale-2018 beim TUS Holzkirchen
Fotos vom Kreisfinale-2018 beim TUS Holzkirchen © Thomas Plettenberg
Fotos vom Kreisfinale-2018 beim TUS Holzkirchen
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Fotos vom Kreisfinale-2018 beim TUS Holzkirchen
Fotos vom Kreisfinale-2018 beim TUS Holzkirchen © Thomas Plettenberg
Fotos vom Kreisfinale-2018 beim TUS Holzkirchen
Fotos vom Kreisfinale-2018 beim TUS Holzkirchen © Thomas Plettenberg
Fotos vom Kreisfinale-2018 beim TUS Holzkirchen
Fotos vom Kreisfinale-2018 beim TUS Holzkirchen © Thomas Plettenberg
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Fotos vom Kreisfinale-2018 beim TUS Holzkirchen © Thomas Plet tenberg
Fotos vom Kreisfinale-2018 beim TUS Holzkirchen
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Fotos vom Kreisfinale-2018 beim TUS Holzkirchen
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Fotos vom Kreisfinale-2018 beim TUS Holzkirchen
Fotos vom Kreisfinale-2018 beim TUS Holzkirchen © Thomas Plettenberg
Fotos vom Kreisfinale-2018 beim TUS Holzkirchen
Fotos vom Kreisfinale-2018 beim TUS Holzkirchen © Thomas Plettenberg
Fotos vom Kreisfinale-2018 beim TUS Holzkirchen
Fotos vom Kreisfinale-2018 beim TUS Holzkirchen © Thomas Plettenberg
Fotos vom Kreisfinale-2018 beim TUS Holzkirchen
Fotos vom Kreisfinale-2018 beim TUS Holzkirchen © Thomas Plettenberg
Fotos vom Kreisfinale-2018 beim TUS Holzkirchen
Fotos vom Kreisfinale-2018 beim TUS Holzkirchen © Thomas Plettenberg

Am Spielfeldrand freuten sich die Buben aus Weyarn über den TSV-Sieg. „Wir müssen Wiessee anfeuern“, hatten sie im Vorfeld ausbaldowert. „Gegen Holzkirchen haben wir im Finale keine Chance, gegen Wiessee eher“, war die taktische Überlegung der jungen Strategen, die nach viereinhalb Stunden Merkur CUP als zweiter Finalist einliefen. David von Berg brachte sie auch früh in Führung, doch der Gegner ließ sich nicht beirren, drehte das Spiel und ging als Sieger vom Feld. Dennoch hatte Weyarn allen Grund zu jubeln. Schließlich geht es auch für die Buben aus dem Klosterdorf ins Bezirksfinale. „Und was macht ihr, wenn ihr dort gegen die Bayern spielt?“, fragte Merkur-CUP-Turnierleiterin Bärbel Aigner bei der Siegerehrung. Sie mussten nicht lange überlegen: „Gewinnen!“

Dass sie wissen, wie das geht, bewiesen sie schon seit ihrem ersten Auftreten bei den Gruppenspielen. An der Haidstraße begannen sie verhalten mit einem 0:0 gegen die SF Föching. Bei der 0:3-Niederlage gegen Holzkirchen war nichts drin, umso größer die Motivation gegen Fairnesspreis-Gewinner Waakirchen. „Jetzt brauchen wir volle Offensive“, schwor Peter Babl die Mannschaft ein, die nur mit einem Kantersieg eine Chance aufs Halbfinale hatte. Es sollte gut gehen.

Das 9:0 reichte für Platz zwei in der Gruppe und gab Auftrieb für das 2:0 gegen den TSV Irschenberg, der sich als unangefochtener Gruppenerster mit drei Siegen ins Halbfinale gespielt hatte. Auch wenn es nicht ganz für den großen Traum reichen sollte, waren Seppi Niggl und Stefan Moser voll des Lobes für ihre Buben.

Hier wie bei allen anderen Mannschaften wurde motiviert statt aufgeheizt. Er habe selten ein so faires Turnier erlebt, freute sich Schiedsrichter-Urgestein Julius Zinke. Und der 81-Jährige hat Erfahrung im Merkur CUP. Seit es die Veranstaltung gibt, ist er im Einsatz, und auch dieses Mal sei es ihm eine große Freude gewesen. Nicht nur, weil es ihn jedes Mal um ein Jahr jünger mache. Diesmal habe ihm besonders das vorbildliche Verhalten der Trainer gefallen, die Unsportlichkeiten ihrer Spieler schon im Keim erstickten.

Auf wie neben dem Platz war das Turnier von besonderer Fairness getragen. Das stellte nicht nur Bärbel Aigner bei der Vergabe des Fairnesspreises heraus, den diesmal ausnahmslos jeder verdient hätte. „Keine einzige unfaire Mannschaft war dabei“, betonte sie mehrfach. Den ganzen Tag über war es schön zu sehen, wie sich die Teams anfeuerten und wie auch von außen keine Hektik in die Spiele getragen wurde. Nur ein paar DJK-Anhänger auf der Tribüne konnten sich die Häme nicht verkneifen: „Da freuen wir uns doch alle, dass Holzkirchen nur um die Goldene Ananas spielt.“

Alle Ergebnisse im Überblick.

Den kompletten Zeitungsbericht vom Kreisfinale gibt's hier zum Download.

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