Warten auf Thomas Müller

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Freiburg-Fan aus Moosinning: Paulina Köblin (M.) mit ihren Mitspielerinnen Magda Brandenburger (l.) und Fina Moritz.

 Die Jugendspieler des TSV Pähl wollen ihrem Idol nacheifern

Aufblasbare Hüte: Adrian Lützel, Thomas März und Anton Gerg (v.l.). setzen auf ungewöhnliche Fanartikel.

Auf der Wand des Vereinsheims des TSV Pähl prangt ein riesiges Porträt von Thomas Müller. Es zeigt den Weltmeister im Trikot des FC Bayern, direkt daneben ist ein etwas kleineres Bild von Müller zu sehen, im Alter von etwa 10 Jahren. Bis zu diesem Alter kickte der Nationalspieler für den TSV Pähl, dann wurde er beim Merkur CUP entdeckt und wechselte zum FC Bayern München Der berühmteste Sohn des 2.500 Einwohner zählenden Dorfes im Landkreis Weilheim-Schongau ist also sehr präsent, auch wenn er nicht mehr ganz so oft in Pähl anzutreffen ist. „Es gibt nicht mehr ganz so viel Kontakt“, erzählte Pähls Trainer Alfred Greiner: „Aber die Familie lebt ja in Pähl und der Bruder spielt bei uns Fußball.“ Simon Müller geht für den Verein in der A-Klasse auf Torejagd und spielt meist von Beginn an – im Gegensatz zu seinem Bruder, der am Samstag lange auf seinen Einsatz warten musste. Sehr zur Enttäuschung der E-Jugend des TSV Pähl, die in einer Spielgemeinschaft mit Wielenbach das Kreisfinale des Merkur-CUP gewann und deshalb vom FC Bayern zum Spiel gegen den SC Freiburg eingeladen wurde. In der 71. Minute wurde Müller endlich für James Rodriguez ins Spiel gebracht, auf ein Tor oder eine Vorlage ihres Idols warten die Pähler aber vergeblich. Fans von Thomas Müller sind übrigens alle Pähler, was aber nicht bedeutet, dass alle auch dem FC Bayern die Daumen drücken. „Ich bin Sechzger“, stellte Greiner klar, im Verein halten sich das rote und blaue Lager in etwa die Waage. Wenn er Karten bekommt, fährt Greiner aber trotzdem gerne zu den Spielen des FC Bayern. Und die Nachwuchskicker hatten dem Besuch in der Allianz Arena ohnehin entgegengefiebert. Fast alle träumen davon, einen ähnlichen Weg wie Thomas Müller zu gehen und vielleicht eines Tages auch einmal auf der Wand des Vereinsheims verewigt zu werden.  

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