Die Kleinen begehren auf

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Heiß her geht’s bei diesem Zweikampf im Duell zwischen dem FC Mittenwald (l.) und dem SV Uffing.

Drei Außenseiter wollen die Favoriten Murnau und 1. FC beim Merkur CUP am Sonntag stürzen

Am Ende war es wie so oft. Die E-Junioren des TSV Murnau und des 1. FC Garmisch-Partenkirchen – sie thronten über dem Rest. Jeweils ohne Niederlage setzten sich die beiden derzeitigen Aushängeschilder des Nachwuchsfußballs beim Vorrundenturnier des Merkur CUP durch. Besonders beeindruckend: Der Auftritt der FC-Talente. Sämtliche Partien gewannen sie, ohne auch nur ein Gegentor zu kassieren. Dominanz pur. Dass sowohl die Werdenfelser als auch Gastgeber Murnau beim Kreisfinale (Sonntag, ab 10.30 Uhr am Sportplatz am See) als die großen Favoriten auf die beiden Plätze fürs Bezirksfinale ins Rennen gehen, steht außer Frage. Doch wer denkt, die Konkurrenz tritt nur an, um sich abwatschen zu lassen, der irrt. Im Gegenteil: Vor allem drei Teams ist es zuzutrauen, die Giganten zu stürzen.

Eines davon ist der TSV Farchant. Die Mannschaft von Trainerin Sabrina Rotter überraschte in ihrer Vorrundengruppe mit Platz zwei hinter Murnau. Dass es die Farchanter mit den Talenten vom Staffelsee aufnehmen können, bewiesen sie zuletzt im Liga-Spielbetrieb mit einem 4:2-Auswärtssieg. „Der hat uns viel Selbstvertrauen gegeben“, betont Rotter. Am Sonntag trifft ihr Team jedoch zuerst auf den 1. FC Garmisch-Partenkirchen (siehe Spielplan in der Randspalte). „Ein noch etwas stärkerer Gegner.“ Da gilt es, den Respekt abzulegen und frei drauf los zu spielen. „Nur wenn wir mutig sind, haben wir eine Chance“, sagt Rotter. Das bislang letzte Mal, dass eine Farchanter Mannschaft das Bezirksfinale beim Merkur CUP erreicht hat, war 2010. „Es ist also mal wieder an der Zeit.“

Eine solche Kampfaussage ist von Arthur Obermeier nicht zu hören. Verständlich. Hat es die Auslosung mit seinem SV Uffing doch nicht wirklich gut gemeint. Schon in der Vorrunde bekommt es der SVU mit Schwergewicht Garmisch-Partenkirchen und den ambitionierten Farchantern zu tun. „Da musst du dich erstmal durchsetzen“, stellt das Trainer-Urgestein klar. Für einen Dorf-Klub wie den seinigen sei es eine Herkulesaufgabe, mit dem 1. FC oder den Murnauern mitzuhalten. „Bei denen steckt ein ganz anderer Apparat dahinter“, sagt Obermeier. „Wenn ich als Trainer aus 30 anstatt aus zwölf Spielern auswählen kann, tu’ ich mir eben leichter.“ Doch die weiße Flagge hissen, will er deshalb auf keinen Fall. Er setzt auf die Unbekümmertheit seiner Schützlinge und die Fähigkeiten von Torhüter Peer Michael („Ein echtes Talent“). Obermeier betont: „Wir werden es unseren Gegnern nicht leicht machen – keine Sorge.“

Der dritte Verein im Bunde der Aufbegehrenden ist der FC Mittenwald. Schon beim Vorrundenturnier überzeugten die Isartaler mit Rang zwei hinter dem 1. FC. Die einzige Niederlage – ein 0:3-Niederlage gegen Garmisch-Partenkirchen – nimmt Trainer Maik Burke auf seine Kappe. „Da habe ich viel zu viel umgestellt“, räumt er ein. Anstatt wie sonst mit offenem Visier nach vorne zu stürmen, zwängte er seine Burschen in ein Defensiv-Korsett. Die Folge: Nach vorne ging nichts und hinten führten Fehler zu Gegentoren. „Das passiert mir nicht noch einmal“, unterstreicht Burke. Er glaubt an die Qualität der Mittenwalder. „Wir wollen Murnau schlagen und ins Bezirksfinale einziehen.“ Das Duell gegen den TSV zählt zu den Höhepunkten seiner Trainer-Laufbahn. Früher, noch in Diensten des SV Krün, hatte Burke oft herbe Klatschen gegen Murnau kassiert. Er sagt: „Es ist etwas Besonderes, einer so starken Mannschaft auf Augenhöhe zu begegnen – ich freue mich unheimlich darauf.“

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