Drei Favoriten und fünf Herausforderer

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Ein enges Duell lieferten sich die Attachinger (rot) und die Freisinger Buben in der Zwischenrunde. Da trennten sich die beiden Favoriten mit einem 0:0.

„Aus Acht mach’ Zwei.“ Das ist die Formel für das Freisinger Kreisfinale im Merkur CUP, das am Donnerstag ab 10.30 Uhr in Attaching ausgetragen wird. Die besten E-Jugend-Teams kämpfen darum, den Kreis auf Bezirksebene vertreten zu dürfen.

Gegenüber den Vorrunden ändert sich nun der Modus: Bis dato spielten die Vereine immer einzelne Turniere mit in der Regel vier Mannschaften, bei denen jeder gegen jeden antrat. Die ersten beiden Teams in der Abschlusstabelle kamen eine Runde weiter. Am Donnerstag ist die Gruppenphase hingegen nur die halbe Miete: Im Kreisfinale werden in zwei Vierergruppen jeweils zwei Teams für die Halbfinals ermittelt – und die sind dann die eigentlichen Endspiele. Wer im Semifinale gewinnt, hat das Ticket für das Bezirksfinale in der Tasche.

In der Gruppe A träumen die Gastgeber des BC Attaching vom Sprung in die nächste Runde. Neben dem BCA gilt hier der TSV Eching als zweiter Favorit auf die ersten beiden Plätze. Echings Trainer Stephan Simon will mit seinen Jungs Gruppensieger werden, da im Fall von Rang zwei ein Halbfinale gegen den SE Freising wahrscheinlich wäre. Er ist sich jedoch bewusst, „dass bei 20 Minuten Spielzeit immer viel passieren kann“. Gegenüber den Ligapartien sei es im Merkur CUP noch wichtiger, das erste Tor zu erzielen. Bei einem Rückstand habe man sofort ein Problem – und nur wenig Zeit, dieses zu lösen. Die Echinger müssen ihren Stammtorhüter Marlon Mühlberger ersetzen, aber das ist angesichts der vielen E-Jugendlichen im Klub lösbar.

Der BC Attaching spielt im Kreisfinale mit der Empfehlung, zuletzt in Oberhummel Turniersieger vor dem SE Freising geworden zu sein. Das war ein Ausrufezeichen, doch nun beginnt alles wieder bei Null. Die BCA-Kids haben den Heimvorteil, was aber auch die Gefahr mit sich bringt, dass das ganze Drumherum das Team ablenken könnte.

In der Gruppe A ist der FC Neufahrn der Herausforderer der beiden Favoriten – und in dieser Rolle fühlen sich Trainer Thomas Peller und seine E-Juniorenkicker pudelwohl. Der FC Moosburg ist die Überraschungsmannschaft im Kreisfinale und zugleich krasser Außenseiter – die Truppe hat nichts zu verlieren.

In der Gruppe B ist der SE Freising der Gejagte. Trainer Mustafa Turgut hat im Vorfeld die Latte richtig hoch gelegt – Ziel ist, das große Finale im Merkur CUP zu erreichen. „Wir wollen die Mannschaften aus den Nachwuchsleistungszentren der großen Klubs ärgern“, sagt er selbstbewusst. Das Kreisfinale in Attaching soll also nur eine Zwischenstation sein, um später gegen Bayern und Co. zu spielen.

Die zweite Gruppe komplettieren die SpVgg Attenkirchen, der SV Vötting sowie der SC Kirchdorf. Angesichts der Leistungen in den Vorrunden liegen Attenkirchen und Vötting nah beisammen. Beide haben immerhin ihre Zwischenrunden-Turniere gewonnen. Realistisch ist, dass das Spiel Vötting gegen Attenkirchen ein entscheidendes Duell um den Einzug ins Halbfinale werden könnte. Der SC Kirchdorf hat dagegen bereits mit der Teilnahme am Kreisfinale einen kleinen Traum wahr werden lassen. Die Truppe von Trainer Florian Haas hat – genauso wie Moosburg in der Gruppe A – nichts zu verlieren. Bei den bisherigen Turnieren waren die Kirchdorfer für alle ein schwieriger Gegner. Klar ist aber, dass alle acht Kreisfinalisten richtig gut Fußball spielen können – und das wollen sie allen zeigen.

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